GroKo-Koalition: SPD und CDU/CSU

Die Wahl zum 19. Deutschen Bundestag fand am 24. September 2017 statt. Demnach bleiben CDU/CSU stärkste Kraft, die SPD sinkt auf fast 20,5 Prozent und die AfD wird drittstärkste Kraft. Die FDP zieht mit 10,7 Prozent wieder in den Bundestag ein. Die Grüne kommen auf 8,9 Prozent und die Linke auf 9,2 Prozentpunkte. Im Anschluss sollte die Möglichkeit einer schwarz-grün-gelben Regierungskoalition sondiert werden. Doch nach rund vier Wochen zäher Verhandlungen erklärte FDP-Chef Christian Lindner Jamaika einseitig für gescheitert. Danach sondierten SPD und CDU/CSU bis ins neue Jahr über die Möglichkeit einer neuen Großen Koalition. Am 12. Januar wurden die Sondierungen beendet und verkündet. Union und SPD hatten sich nach zähem Ringen auf Gespräche zu einer Neuauflage der Großen Koalition geeinigt und die Ergebnisse der Sondierung öffentlich gemacht.

Die Unterhändler sind andere. Auch vom Stil her soll bloß nichts an die Jamaika-Gespräche erinnern bei den Sondierungen von Union und SPD. Doch eines bleibt: die inhaltliche Kluft an vielen Stellen. Lässt sich die mit anderen Köpfen und anderem Gestus überwinden?

Es ist ein ungewöhnlicher Vorgang, wenn sogar der Präsident des Bundesverfassungsgerichts auf eine schnelle Regierungsbildung dringt. Wenn Union und SPD an diesem Sonntag ihre Sondierungen aufnehmen, stehen alle Seiten unter Druck.

Der ungarische Regierungschef Orban ist in der EU einer der härtesten Gegner von Merkels Flüchtlingspolitik. Die CSU empfängt ihn dennoch - oder besser: gerade deswegen.

Die Sondierungsgespräche über eine mögliche Große Koalition aus CDU, CSU und SPD beginnen. Unsere Redaktion erklärt, auf wen es in den Gesprächen neben Kanzlerin Angela Merkel ankommt.

Zwei aktuelle Umfragen sprechen eine eindeutige Sprache: Die Bundesbürger können einer Neuauflage der Großen Koalition nur wenig abgewinnen. Ein Abgesang auf Angela Merkel ist das nicht.

Am Sonntag beginnen die Sondierungen von Union und SPD, vorher trifft sich CSU-Chef Horst Seehofer noch mit Ungarns heftig kritisiertem Ministerpräsidenten Viktor Orban. Der Umgang mit Orban ist längst nicht der einzige Streitpunkt zwischen SPD und CSU.

Das Fingerhakeln ist vorerst vorbei. CSU und SPD konzentrieren sich auf die beginnenden Sondierungen. Auch der CSU ist klar: Ein Scheitern auf dem Weg zu einer stabilen Regierung im Bund, könnte ganz schnell auf Bayern durchschlagen.

Nach dem ersten Abtasten in Berlin verbreiteten Union und SPD etwas Zuversicht. Doch vor den Sondierungen trifft sich die CSU zur Winterklausur. Dort lassen die Bayern meist die Muskeln spielen. Bei der Asylpolitik bleiben die Christsozialen hart.

Es zieht sich. Die Bundestagswahl ist schon fast dreieinhalb Monate her. Und noch immer ist nicht absehbar, ob und gegebenenfalls wann Deutschland eine neue Regierung bekommt. Wieder einmal gibt es jetzt ein Sechser-Treffen. Mit Ergebnissen wird noch nicht gerechnet.

Politiker von CDU und CSU wollen das Alter von minderjährigen Flüchtlingen prüfen lassen - flächendeckend und auf medizinischem Weg. Die SPD weist den Vorstoß zurück.

Wenn Anfang Januar Union und SPD über die nächste Bundesregierung verhandeln, sitzt für die CSU auch der künftige Ministerpräsident Söder am Tisch. Als Teamplayer mit klaren Vorstellungen.

Haben die Parteien denn gar nichts gelernt? Noch vor Beginn der Sondierungsgespräche zwischen CDU/CSU und SPD werden über die Presse die ersten öffentlichen Giftpfeile abgeschossen. Parallelen zu den Jamaika-Verhandlungen werden offensichtlich.

Bürgerversicherung, höhere Steuern für Reiche, weitreichende EU-Reformen: Der Forderungskatalog der SPD stößt manchen in der Union übel auf. Kann dennoch eine Sondierung über eine Regierungsbildung gelingen?

Offiziell ist noch Weihnachtspause bei der Regierungsbildung, erst im Januar setzen Union und SPD sich wieder zusammen. Sigmar Gabriel wird nicht dabei sein - mischt aber kräftig mit. Muss von der Kanzlerin auch mehr kommen? Und wann wird Schulz mal wieder deutlich - auch intern?

Heiligabend war die Bundestagswahl ein Vierteljahr her. Immer noch ist nicht einmal klar, ob es zu Koalitionsverhandlungen kommen wird. Wem das offenbar mit angekreidet wird, zeigt eine neue Umfrage.

Ex-SPD-Chef und Außenminister Sigmar Gabriel nutzt die Zeit zwischen den Jahren, um die seine Partei schon einmal für die anstehenden Sondierungen in Stellung zu bringen. In der "Bild"-Zeitung stellt er Bedingungen für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen. Vor allem zwei Punkte greift er heraus.

Weihnachten hin oder her: Die Diskussion über Vor- und Nachteile einer möglichen neuen großen Koalition geht weiter. Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) hat sich gegen eine Minderheitsregierung ausgesprochen. Er befürchtet ein "Beben in Europa". 

Schon in den Jamaika-Gesprächen sorgte der Flüchtlingsnachzug für Streit. Nun droht das Thema auch die Sondierungen von Union und SPD zu belasten. Die Zeit für einen Kompromiss drängt.

Der Zeitplan für Sondierungen zu einer möglichen Großen Koalition steht. Bis 12. Januar wollen sich Union und SPD über die Eckpunkte zu Koalitionsverhandlungen einig sein.

Die SPD ist in einer Krise. Sigmar Gabriel machte das diese Tage mehr als deutlich – und er zeigte einen Weg aus der Misere. Doch nicht Gabriel ist Parteichef, sondern Martin Schulz. Aber ist er wirklich der richtige Lotse?

Kommt es bei der Regierungsbildung doch noch zu einer Überraschung? Davon geht zumindest Ex-Parlamentspräsident Norbert Lammert aus.

Teuer könnte eine neue GroKo werden - denn die drei beteiligten Parteien wünschen sich Verbesserungen für viele Gruppen. Neben den großen Streitthemen zeigen sich erstaunlich viele Gemeinsamkeiten.

Hinter den Kulissen laufen die Regierungsplanungen von CDU/CSU und SPD an - die zweite Januarwoche wird vorentscheidend für Kanzlerin Merkel und SPD-Chef Schulz. Dann folgt in Bonn eine große Hürde.

Martin Schulz und Sigmar Gabriel könnten alles in die Waagschale werfen, um die SPD zu erneuern und von einer großen Koalition zu überzeugen. Doch sie schreiten alles andere als Seit' an Seit.

SPD-Chef Martin Schulz will einem Bericht zufolge bei einem erfolgreichen Abschluss von Koalitionsverhandlungen mit der Union das wichtige Finanzministerium für seine Partei beanspruchen. Desweiteren gibt sich Schulz besorgt über die neue Regierung Österreichs.

Eine schwere Geburt: Nach langem Hin und Her entscheidet sich die SPD für das Sondieren über eine Regierung mit der Union. Die Richtung ist noch diffus - und der Widerstand groß. Eine Herkulesaufgabe für Parteichef Schulz.

CDU und CSU haben es schon lange nicht leicht - mit sich und mit anderen. Doch die aktuelle Not in Bayern und Berlin schweißt die ungleichen Schwestern zusammen.

Der nächste Schritt zu einer erneuten großen Koalition ist getan. Die SPD hat sich dafür entschieden, mit der Union Sondierungsgespräche zu führen.

Die SPD ringt um eine Entscheidung: Grünes Licht für Sondierungen mit Kanzlerin Merkel? Die Union will aber nur über eine "GroKo" und nicht über "KoKo" und Co. verhandeln. Ein Problem für SPD-Chef Schulz. Im Hintergrund wird schon ein Jamaika-Neuanlauf ins Spiel gebracht.

Im kleinen Kreis haben die Parteichefs Merkel, Schulz und Seehofer 80 Tage nach der Bundestagswahl die Chancen für eine Fortsetzung der großen Koalition ausgelotet. Ein Satz in einer dünnen Erklärung danach lässt aufhorchen. Gerät SPD-Chef Schulz unter Druck?

Wann sie sich treffen, ist geheim. Wo sie sich treffen, auch. Nur eins ist sicher: Am Mittwoch sprechen die Spitzen von Union und SPD endlich miteinander. Wer will was?

KoKo statt GroKo? Davon hält Horst Seehofer überhaupt nichts. Der CSU-Chef weist die SPD-Idee vehement zurück. Der Vorschlag erinnere ihn an eine Krabbelgruppe.

Eine Koalition mit Luft für etwas Opposition? So in etwa stellt sich eine wachsende Zahl von SPD-Politikern eine mögliche erneute Koalition mit der Union vor.

Die Union drückt aufs Tempo für eine Große Koalition, denn Angela Merkel ist gegen eine Minderheitsregierung. Nur was sagt die SPD dazu? Offenbar erwägt sie eine nie dagewesene Form der Zusammenarbeit.

Wenn die Kanzlerin am Mittwoch mit den Chefs von SPD und CSU zusammenkommt, müssen erstmal Hürden beiseite geschoben werden. Das ist schwierig genug. Es geht auch um ihre Macht: Die Debatte über eine Minderheitsregierung will Merkel mit einer Art Basta beenden.

"Mission impossible" für Merkel? Wenn die Kanzlerin am Mittwoch mit den Chefs von SPD und CSU in kleiner Runde zusammenkommt, müssen erstmal Hürden beiseite geschoben werden. Einfach wird das nicht.

Mühsam hat sich die SPD bei ihrem Parteitag in Berlin zu ergebnisoffenen Gesprächen mit CDU und CSU durchgerungen. Jetzt richten sich die Augen auf die Union - und die Kanzlerin. GroKo ja oder nein?

Die Begeisterung hält sich in Grenzen: Union und SPD loten die Chancen für eine erneute Große Koalition aus. Vor dem ersten Treffen stecken beide Seiten den Kurs ab. An vielen Punkten droht Streit.

Die SPD hat elf Kernthemen für eine mögliche neue große Koalition aufgestellt. Auf Kurs mit der Union liegen diese nur teilweise. Die CDU um Kanzlerin Merkel berät ihr Vorgehen.

Die SPD hadert massiv mit einer neuen großen Koalition. Führende Genossen wollen lieber eine Minderheitsregierung, bei der sich Kanzlerin Merkel für jedes Projekt Mehrheiten suchen müsste. Der Vorsitzende knöpft sich einen vor, mit dem er nun verhandeln muss.

Das kann heiter werden: Eine SPD, die die Koalition eigentlich nicht will, und Spitzen aus der Union. Kanzlerin Merkel muss den "Roten" viel bieten, um sie ins Koalitionsboot zu holen - deren Parteichef Schulz hat scheinbar nur die Wahl zwischen Pest und Cholera.

Die Hürden für eine neue Große Koalition sind hoch, sagt der Politologe Oskar Niedermayer. In der SPD könne es zum Showdown zwischen Parteispitze und Basis kommen. 

Die SPD hadert massiv mit einer erneuten großen Koalition. Führende Genossen wollen lieber eine Minderheitsregierung, bei der Kanzlerin Angela Merkel sich aber für jedes Projekt Mehrheiten suchen muss.

Im aktuellen ARD-Deutschlandtrend hat FDP-Chef Christian Lindner deutlich an Zustimmung eingebüßt, sogar bei den eigenen Anhängern. Ein deutliches Plus konnte er nur bei AfD-Wählern verzeichnen. Ein Politologe erklärt die Ursachen.

Es wird viel komplizierter als 2013, die SPD hadert mit einer großen Koalition, will sich eigentlich in der Opposition erneuern. Der Führung wird unterstellt, sie träume schon von Ministersesseln. Und ein GroKo-Verfechter wird böse abgestraft. Das hat einige Folgen.

Die Bürgerversicherung - für die zaudernde SPD könnte sie zum schlagenden Argument für eine neue GroKo werden. Doch was hätten die Versicherten von der Großreform?

Jamaika war gestern, morgen könnte wieder GroKo sein. Nach dem Parteitag der SPD treffen sich die Spitzen von Sozialdemokraten und Union schon am Mittwoch zu ersten Sondierungen. Beim Parteitag hatte sich die SPD mühsam zu dem Schritt durchgerungen.

Die SPD hat Martin Schulz erneut zum Parteivorsitzenden gewählt. Der 61-Jährige erhielt am Donnerstagabend in Berlin 81,9 Prozent der Stimmen, nachdem der Parteitag kurz vorher mit großer Mehrheit Gesprächen mit der Union über eine Regierungsbildung zugestimmt hatte.

Nach stundenlanger Debatte hat sich der SPD-Parteitag für ergebnisoffene Gespräche mit CDU/CSU über eine Regierungsbildung ausgesprochen.

Die Stärkung der EU ist eines der zentralen Ziele, die SPD-Chef Schulz auf dem Parteitag ausgibt. "Europa ist unsere Lebensversicherung", sagt er. Sein Zeitplan für Reformen ist ehrgeizig. Doch bevor Schulz' Blick in die Zukunft geht, spricht er noch einmal über die Wahl-Schlappe - und entschuldigt sich.