Im Vorfeld des 52. Super Bowls ist den US-Sicherheitsbehörden ein schwerwiegender Fehler unterlaufen. Als Vorbereitung auf das Sport-Event hatten die Behörden einen Terrorangriff auf den Austragungsort des Football-Endspiels simuliert. Ein Dossier zu dem Test geriet allerdings vor dem Spiel in die falschen Hände. Ein Behördenmitarbeiter hatte die Geheimdokumente in einem Flugzeug liegen lassen.

Erhöhte Sicherheitsmaßnahmen vor einem Großereignis sind an sich nichts Ungewöhnliches. So überrascht es auch nicht, dass sich die Sicherheitsbehörden der USA intensiv auf das diesjährige Finale der National Football League (NFL), den Super Bowl, vorbereiteten.

Wie der US-Fernsehsender CNN jetzt bekannt gegeben hat, ist Homeland Security dabei allerdings ein gravierender Fehler unterlaufen. Im Vorfeld des Endspiels in Minneapolis hatten die Behörden einen möglichen Terroranschlag mit Anthrax während des Super Bowls durchgespielt und Reports dazu angefertigt.

Besagte Dokumente waren als geheim klassifiziert worden. Zudem hatte man an der Simulation beteiligte Personen angewiesen, sie sicher zu verwahren und bei der Entsorgung zu vernichten. Doch im Dezember 2017 fiel ein solcher Report CNN in die Hände.

Geheimbericht im Flugzeug vergessen

Die Geheimdokumente waren in einem Flugzeug vergessen und von einem CNN-Angestellten gefunden worden. Wer konkret die brisanten Unterlagen in dem Flugzeug zurückließ, habe CNN laut eigener Aussage nicht feststellen können.

Allerdings hätte man neben den Dokumenten auch eine Boardkarte gefunden. Diese gehörte einem für die Regierung tätigen Wissenschaftler und Mikrobiologen, welcher seit mehreren Jahrzehnten als Experte für biologische Kampfstoffe arbeitet. Unter anderem auch für die CIA.

Der gefundene Bericht basierte auf Übungen um festzustellen, inwieweit Gesundheits- und Strafverfolgungsbehörden, sowie das staatliche Notfallsmanagment auf einen Terrorangriff mit der biologischen Waffe gefasst seien. Auch etwaige Schwachstellen der Behörden bei einem solchen Anschlag waren in dem Dossier vermerkt.

Keine konkrete Bedrohungslage

Wie ein Sprecher von Homeland Security mitteilte, sei die Übung nicht auf eine konkrete Bedrohung hin durchgeführt worden. Dennoch berichtete CNN, auf Bitten der Behörden, erst nach dem Super Bowl über den Fund der Dokumente.

Regierungsbeamte hatten gegenüber dem Fernsehsender Besorgnis geäußert, dass eine Veröffentlichung im Vorfeld das Sicherheitskonzept des Finales gefährden könnte. Einige der in dem Bericht festgehaltenen Details seien sogar so brisant, dass sie, unabhängig vom Zeitpunkt ihres Bekanntwerdens, eine Gefahr für die nationale Sicherheit darstellen würden.

Donald Trump hat signalisiert, dass er zu einem Gespräch mit Sonderermittler Mueller bereit wäre. Einige seiner Anwälte sollen gar nicht begeistert sein von der Idee. Und es ist nicht die einzige heikle Entscheidung, vor der der Präsident derzeit steht.