• Anders als Belarus hat sich Kasachstan in Bezug auf den Ukraine-Krieg nie zu Russland bekannt - trotz enger geschichtlicher Verbindungen der beiden Nationen.
  • Der Propaganda-Apparat des Kreml schäumt deshalb vor Wut und der US-Außenminister hat bereits klar Stellung bezogen zur Situation des zentralasiatischen Landes.

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Lange galt Kasachstan als engster Verbündeter Wladimir Putins. Doch jetzt scheint die Beziehung zu dem zentralasiatischen Land ernsthafte Risse zu bekommen, wie die "Bild" berichtet.

In Russland ist die Aufregung derart groß, dass sich ein Propagandist im Staatsfernsehen in Rage redete: "Aus Kasachstan kommen Botschaften, die früher aus der Ukraine gekommen sind. Unser Außenministerium muss darauf genau achten."

Blinken sagt Kasachstan US-Unterstützung zu

Hintergrund ist eine Reise von Antony Blinken nach Zentralasien vergangene Woche. Bei seinem Besuch hatte der US-Außenminister den fünf Ländern der Region (Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan) angesichts der russischen Invasion in der Ukraine Unterstützung bei der Sicherung ihrer Souveränität versprochen.

Die zentralasiatischen ehemaligen Sowjetrepubliken haben sich, anders als Belarus, im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine nicht auf die Seite Moskaus geschlagen. Gleichzeitig gehe es bei der Annäherung an Washington darum, "sehr vorsichtig" zu sein, um "Russland nicht weiter zu provozieren", sagte ein Diplomat, der anonym bleiben wollte, aus einem der fünf Länder. (fte/afp)

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