Dieter Pfaff

Dieter Pfaff ‐ Steckbrief

Name Dieter Pfaff
Beruf Künstlerischer Leiter, Schauspieler, Hochschullehrer, Regisseur
Geburtstag
Sternzeichen Waage
Geburtsort Dortmund / Nordrhein-Westfalen
Staatsangehörigkeit Bundesrepublik Deutschland
Größe 180 cm
Familienstand verheiratet
Geschlecht männlich
Haarfarbe blond
Augenfarbe blau
Sterbetag
Sterbeort Hamburg

Dieter Pfaff ‐ Wiki: Alter, Größe und mehr

Dieter Pfaff prägte wie kaum ein anderer über Jahrzehnte den Film- und Serienabend der deutschen Fernsehzuschauer. Oberflächliche Rollen und banales Gebrauchsfernsehen mochte er nicht. Es musste Tiefgang haben und auch eine Prise Humor. Beides zeichnete den sanftmütigen, viel zu früh verstorbenen Schauspieler aus.

Pfaff wuchs in Dortmund auf. Er hatte zeitlebens ein höchst kompliziertes Verhältnis zu seinem Vater, einem Polizisten, der schon einiges hinter sich hatte: Kriegsdienst als Teenager, mit knapper Not der Gefangenschaft entkommen, viel zu jung selbst Vater geworden. Autoritäres Gedankengut und entsprechende Erziehungsmethoden "verstaubter Zeiten" hingen in der Luft des ärmlichen Pfaffschen Haushaltes, zuweilen gab es deftige Prügel. Pfaff scheute nicht davor zurück, sich mit Fäusten zu wehren, was er auch konnte: Er war eine Sportskanone, spielte Handball und schaffte über sechs Meter im Weitsprung.

Pfaff wollte nur noch weg von zuhause, am liebsten beruflich zur See. Auch die Musik lag ihm. Selbst in späteren Jahren, als er längst beim Fernsehen war, gab er zwischen den Dreharbeiten etwas auf der Klampfe zum Besten und sang dazu. Beinahe wäre er dann aber auf Anraten seiner Eltern Lehrer geworden, begann ein Studium in Geschichte und Germanistik, aber führte es nicht zu Ende. Er wollte Schauspieler - ein "Geschichtenerzähler" - werden.

So führte ihn sein Weg zunächst an eine Schauspielschule, dann agierte er als Regisseur und Dramaturg an zahlreichen deutschen Theatern. Zeitgleich begann er fürs Fernsehen zu arbeiten. Nach einer mehrjährigen Anstellung als Professor für Schauspiel an der Grazer Universität für Musik und Darstellende Kunst folgte dann endgültig der Entschluss, selbst Schauspieler zu werden. 

Ab Anfang der 1980er-Jahre wirkte er fast durchgehend in Filmen mit, spielte immer wieder in Episoden von "Balko", "Tatort" und "Der Fahnder". Bei letzterem erweckte er die Aufmerksamkeit des Fernsehpublikums als drolliger Polizeibeamter an der Seite von Klaus Wennemann. Ein Jahrzehnt später verehrte ihn sein Publikum für seine Paraderollen als Kommissar Sperling (1996-2007), als zwischen Kirche und Liebe zu einer Frau hin- und hergerissenen Franziskanermönch in "Bruder Esel" (1996), als einfühlsamer, wenngleich allzu menschlicher Psychotherapeut in "Bloch" (2002-2012) und schließlich als Anwalt für die weniger gut gestellten in "Der Dicke" (2005-2012). Sein komödiantisches Talent konnte man in Sketchen mit dem Komiker Dieter Krebs bewundern. Dann wieder überraschte er seine Zuschauer in der Rolle des Politikers Genscher in "Im Schatten der Macht" (2003).

Im Laufe der Jahre brachte Pfaff sich immer mehr ein in die Entwicklung seiner dargestellten Charaktere, welche im Innersten viel mit ihm gemeinsam hatten und von denen er sich auch nach Drehschluss kaum zu lösen vermochte. Er spielte mit Leib und Seele, ging so weit, dass er die gesundheitlichen Leiden seiner Filmcharaktere zu übernehmen drohte. Mehrfach wurde er für dieses Engagement mit dem Adolf-Grimme-Preis, dem Bayerischen Fernsehpreis und der Goldenen Kamera ausgezeichnet.

Pfaff war ein besonnener, sensibler Mann, ein Genussmensch und ein Teamarbeiter mit Bodenhaftung, dem eigensinnige Ellenbogenmentalität nicht lag. Mit Hingabe kümmerte er sich um notdürftige Kinder sowie seine eigenen beiden Zwillinge. 2013 starb er im Alter von 65 Jahren an Lungenkrebs in Hamburg, wo er zuletzt lebte.

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