Am 15. Januar 2011 feierte Severin Freund in Sapporo seinen ersten Weltcupsieg im Skispringen. Acht Jahre und drei Tage später war wieder ein Skispringen in Sapporo. Allerdings nur im zweitklassigen Continental-Cup. Freund wurde 13. Für die Nordische Ski-WM ist der Weltmeister von 2015 in dieser Form kein Kandidat.

Mehr Sport-Themen finden Sie hier

Eine Hüftoperation und zwei Kreuzbandrisse haben den einst besten deutschen Skispringer Severin Freund Anfang 2019 ins Niemandsland seiner Sportart abstürzen lassen.

Aus der Vierschanzentournee musste der Gesamtweltcupsieger der Saison 2014/15 nach den Springen in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen aussteigen. Die Plätze 36 und 41, die jeweils nicht die Qualifikation für den Final-Durchgang bedeuteten, entsprachen nicht dem Anspruch des Tournee-Zweiten von 2016.

Hüft-OP und zwei Kreuzbandrisse

Seit diesem Erfolg vor drei Jahren hat Freund das Verletzungspech fest im Griff. Nach einer Operation an der Hüfte ging es für Freund zu Beginn des Winters 2016/17 kurzzeitig aufwärts. Der heute 30-Jährige führte gar kurzzeitig den Gesamt-Weltcup an.

Dann jedoch zwang ihn eine Grippe zur Aufgabe der Vierschanzentournee nach dem Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen. Nur wenige Wochen darauf riss sich Freund im Training das Kreuzband im Knie. Bis Mai 2017 war Freund außer Gefecht. Er hatte gerade wieder das Training aufgenommen, als ihn im Juli 2017 die gleiche Verletzung erneut ereilte.

Seit September 2018 versucht Freund, in die Weltspitze zurückzufinden. Doch nach der Nordischen Ski-WM 2017 und den Olympischen Winterspielen 2018 droht Freund auch die Nordische Ski-WM 2019 zu verpassen. Diesmal allerdings nicht verletzungs- sondern formbedingt.

Schuster hat sechs Bessere als Freund

Für Seefeld dürfte Bundestrainer Werner Schuster fünf oder maximal sechs Starter nominieren.

Markus Eisenbichler, Karl Geiger und Stephan Leyhe sind gesetzt, auch Olympiasieger Andreas Wellinger, David Siegel und Richard Freitag liegen derzeit deutlich vor Freund.

In Sapporo war Freund hinter Andreas Wank (2.), Martin Hamann (6.) und Moritz Baer (12.) nur viertbester Deutscher. Dessen Sprünge auf 128 und 118,5 Meter reichten nur zu 183,0 Punkten und Platz 13. Der Sieg ging an den Österreicher Clemens Aigner. 2011 hatte Freund in Sapporo mit 249,6 Punkten gewonnen. (hau/dpa/AFP)

Teaserbild: © imago/Sven Simon