Markus Beyer, ehemaliger Weltmeister im Supermittelgewicht und späterer Box-Experte beim MDR, ist am 3. Dezember verstorben. Er wurde nur 47 Jahre alt.

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Der Ex-Weltmeister Markus Beyer ist im Alter von nur 47 Jahren in Berlin verstorben, das berichtet der MDR. Demnach erlag er am 3. Dezember einer kurzen, schweren Krankheit im Krankenhaus. "Ich bin schockiert. Damit geht ein weiterer Großer - und in diesem jungen Alter", sagte Verbandspräsident Thomas Pütz am Dienstag.

"Wir erhielten die Nachricht aus den Reihen der Familie. Wir wussten von seiner Krankheit, hofften aber, dass er sie besiegen könnte", sagte MDR-Programmdirektor Wolf-Dieter Jacobi der Deutschen Presse-Agentur.

Der Boxer sei laut Jacobi mit der Erkrankung "sehr zurückhaltend" umgegangen. Die Familie äußerte den Wunsch, ihre Privatsphäre zu respektieren.

39 Kämpfe und 35 Siege

Beyer wurde im Jahr 1999 als Profi-Boxer im Supermittelgewicht zum ersten Mal WBC-Weltmeister. Der gebürtige Sachse, ein Rechtsausleger, galt als herausragender Techniker mit einer starken Linken. Er war der dritte Deutsche nach Max Schmeling und Ralf Rocchigiani, dem es gelang, den Titel im Ausland zu holen.

Bereits in der zweiten Titelverteidigung am 6. Mai 2000 verlor er den Gürtel an Glenn Catley. In den folgenden drei Jahren arbeitete sich Beyer aber wieder in der Rangliste nach oben und bekam einen erneuten Titelkampf gegen den amtierenden WBC-Weltmeister, den Franko-Kanadier Éric Lucas.

Durch einen knappen Punktsieg wurde er am 5. April 2003 erneut Weltmeister. In seiner ersten Titelverteidigung schlug er umstritten den Australier Danny Green im August 2003.

Am 6. Juni 2004 verlor er den WBC-Titel nach einer Punktniederlage an den Italiener Cristian Sanavia, konnte den Gürtel aber vier Monate später im Rückkampf durch K.o. in der sechsten Runde zurückgewinnen und so zum dritten Mal Weltmeister werden. Er bestritt 39 Kämpfe, von denen er 35 gewann.

"Ich kann meine Gefühle mit Worten nicht beschreiben. Jeder weiß, dass er mein Lieblingssportler war – und das hatte vor allem eine menschliche Komponente. Markus Beyer war ein durch und durch feiner Mensch. Im Moment fühle ich mich, als hätte mir jemand in die Magengrube geschlagen", sagte Kulttrainer Uli Wegner, der Beyer schon als Amateur trainiert hatte, der "Bild".

Seit 2015 war der ehemalige Boxer als MDR-Box-Experte bei "Sport im Osten" tätig. (ff)

Verwendete Quellen:

  • MDR: Trauer um MDR-Box-Experten Markus Beyer
  • afp
  • dpa
Teaserbild: © imago/opokupix