Welt-Leichtathlet des Jahres 2023 Kelvin Kiptum
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Kelvin Kiptum ist tot. Der Kenianer starb am Sonntagabend im Alter von nur 24 Jahren bei einem Autounfall. Kiptum saß nach Polizeiangaben am Steuer des Wagens, der gegen 23:00 Uhr Ortszeit in Kaptaget im südwestlichen Hochland Kenias von der Straße abkam. In dem Fahrzeug saßen außerdem Kiptums aus Ruanda stammender Trainer Garvais Hakizimana sowie eine Begleiterin. Hakizimana kam bei dem Unfall ebenfalls ums Leben, die Frau wurde nach Polizeiangaben schwer verletzt.
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Kiptum hatte laut Angaben des Leichtathletik-Weltverbands im Alter von 13 Jahren mit dem Laufsport begonnen. Innerhalb von nur wenigen Jahren wurde er zum besten Marathonläufer der Welt.
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Am 4. Dezember 2022 überraschte der damals 23-Jährige mit dem Sieg bei seinem Marathondebüt in Valencia. Mit einer schnellen zweiten Hälfte von 60:15 min erzielte Kiptum mit 2:01:53 h die viertschnellste Marathonzeit der Geschichte.
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Am 23. April 2023 feierte Kiptum bei seinem zweiten Marathon den zweiten Sieg. In London gewann er mit einem neuen Streckenrekord von 2:01:25 h. Die zweite Marathonhälfte legte Kiptum in 59:45 min zurück. Er war damit der erste Läufer, der bei einem Marathon die zweite Streckenhälfte in unter einer Stunde lief.
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Kiptums ganz große Stunde schlug dann am 8. Oktober 2023 in Chicago.
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Mit seinem nächsten Sieg in einer Zeit von 2:00:35 h brach Kiptum den Weltrekord. Er verbesserte die vorige Bestmarke von Eliud Kipchoge damit um 34 Sekunden.
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Noch im selben Oktober wurde Kiptum als einer von elf Sportlern für die Auszeichnung als Welt-Leichtathlet des Jahres 2023 nominiert.
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Reaktionen auf den Tod von Kelvin Kiptum
Leichtathletik-Weltverbandspräsident Sebastian Coe äußerte sich "geschockt und tief traurig" von der Nachricht des Todes von Kiptum. "Ein unglaublicher Athlet hinterlässt ein unglaubliches Vermächtnis, wir werden ihn sehr vermissen", sagte er weiter.
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Der kenianische Sportminister Ababu Namwamba schrieb bei X: "Kenia hat ein besonderes Juwel verloren."
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Der kenianische Präsident William Ruto würdigte Kiptum als Ausnahmesportler. "Er war nur 24 Jahre alt, ein Held. Seine mentale Stärke und seine Disziplin waren unerreicht", schrieb Ruto am Montag auf der Plattform X. Der Topathlet sei die Zukunft gewesen.
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Auch Kipchoge, dessen Rekord Kiptum gebrochen hatte, hat mit Bestürzung auf den plötzlichen Tod seines kenianischen Landsmanns reagiert. Er sei "zutiefst betrübt über den tragischen Tod des Marathon-Weltrekordhalters und aufsteigenden Stars", schrieb Kipchoge in einem Post, den er in den sozialen Medien teilte. Kipchoge bezeichnete Kiptum als "einen Sportler, der noch ein ganzes Leben vor sich hatte, um unglaubliche Leistungen zu vollbringen. Ich spreche seiner jungen Familie mein tiefstes Beileid aus".
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Kiptums persönliche Bestleistungen
10.000 Meter: 28:27,87 min, 4. Mai 2021 in Stockholm | 10 Kilometer: 28:17 min, 6. Oktober 2019 in Utrecht | Halbmarathon: 58:42 min, 6. Dezember 2020 in Valencia | Marathon: 2:00:35 h, 8. Oktober 2023 in Chicago (Weltrekord)