Pechvogel Carolin Simon meldet sich nach dem Eingriff an ihrem Kreuzband mit gemischten Gefühlen aus dem Krankenhaus. Die Spielerin des FC Bayern München gibt sich zwar kämpferisch, gesteht aber auch, wie sehr ihr das Herz blutet, die WM so knapp und auf so tragische Art und Weise verpasst zu haben.

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Nationalspielerin Carolin Simon ist nach ihrem Kreuzbandriss operiert worden. "Der erste Schritt ist getan - die OP ist überstanden", schrieb die Linksverteidigerin vom deutschen Meister Bayern München bei Instagram, dazu veröffentlichte sie ein Foto von sich im Krankenbett und ergänzte: "Ich komm zurück!!!"

Simon hatte sich am 7. Juli bei der WM-Generalprobe der deutschen Fußballerinnen gegen Sambia (2:3) die Knieverletzung zugezogen. Die 30-Jährige fällt monatelang aus und verpasst folglich auch die Weltmeisterschaft in Australien und Neuseeland (20. Juli bis 20. August). Während Simon ihren Post absetzte, befanden sich ihre DFB-Teamkolleginnen im Flieger auf dem Weg nach Down Under.

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Carolin Simon spürt den Herzschmerz

"Um ehrlich zu sein, habe ich keine Worte für die letzten Tage und das, was nun auf mich zukommt", schrieb Simon, die Kummer aus den vergangenen Jahren gewohnt ist: Zur EM 2022, die für die Nationalelf mit einem viel beachteten zweiten Platz hinter Gastgeber England endete, nahm Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg Simon nicht mit. "Das war wirklich schwer für mich", betonte Simon in einem Interview mit dem Nachrichten-Portal t-online.de noch kurz vor dem verhängnisvollen Einsatz gegen Sambia. Angesichts der für Simon verheerenden Diagnose hatte Voss-Tecklenburg unterstrichen, die Bayern-Spielerin habe "eine hervorragende Entwicklung genommen, tolle Leistungen gezeigt und sich ihren WM-Platz mehr als verdient." Das Turnier 2019 hatte Simon noch als Stammkraft erlebt.

Nationalspielerin Carolin Simon
Nationalspielerin Carolin Simon freut sich am 3. Juli 2023 in Herzogenaurach im WM-Trainingslager noch auf die Teilnahme an der WM-Endrunde. Vier Tage später reißt der Bayern-Spielerin im Testspiel gegen Sambia in Fürth das Kreuzband. (Archivbild) © EPA-EFE/Anna Szilagyi

Trotz des erneuten Rückschlags ("Ich hatte immer wieder Verletzungen zu blöden Zeiten. Immer dann, als ich dachte, dass ich wieder in Schwung komme.") versucht sie, ihre Lage nicht zu negativ zu bewerten: "Tatsächlich geht's mir körperlich recht okay, es ist eher das Herz, was wehtut." Manchmal denke sie "einfach Pech! Jetzt heißt es akzeptieren, positiv bleiben (zumindest die meiste Zeit) und dann Fokus auf die Reha." (sid/hau)

Verwendete Quellen:

  • t-online.de: Kreuzbandriss - Schockdiagnose für Nationalspielerin
  • t-online.de: Schafft sie es?
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