Das Wetter in Deutschland ist am Abend zweigeteilt: Während viele einen einen lauen Sommerabend erleben, herrscht in einigen Teilen des Landes Unwetter-Alarm, teils sogar Tornado-Gefahr. Im Rheinland kam es bereits zu Überflutungen.

Heftige Gewitter mit starkem Regen haben in großen Teilen des Rheinlands zu überfluteten Straßen und vollgelaufenen Kellern geführt. Allein in Köln wurde die Feuerwehr zu mehr als 400 Einsätzen gerufen.

Viele Unterführungen und ganze Straßenzüge stünden unter Wasser, sagte ein Sprecher. Auch eine U-Bahn-Station lief voll Wasser.

Am Flughafen Köln/Bonn wurde der Flugbetrieb für 90 Minuten unterbrochen. Insgesamt 15 Flüge starteten verspätet, bei 14 Flügen verzögerte sich die Landung. Ein Flug nach München wurde gestrichen.

Im Kölner Hauptbahnhof lief Wasser in Teile der Bahnhofshalle. Ursache war nach Angaben einer Bahnsprecherin ein verstopfter Abfluss. Busse und Bahnen in Köln hatten nach Angaben eines Sprechers der Verkehrsbetriebe Verspätungen von bis zu 40 Minuten.

Unwetter mit Tornado-Gefahr im Westen

Bereits seit dem Mittag herrscht Tornado-Gefahr in Teilen von Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, dem nördlichen Rheinland-Pfalz und Bremen.

Aktuell warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor Gewittern und teils Unwettern durch Starkregen, Hagel und Stürme von Westen und Nordwesten.

Aktuelle Unwetter-Warnungen des DWD auf einen Blick: Stand 18:32 Uhr:

Wo können heute Tornados entstehen?

Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net blickt auf die heutige Unwetter-Gefahr in Deutschland. © YouTube

Dem DWD zufolge treten heute Nacht - abgesehen von Teilen Bayerns und Baden-Württembergs - weitere teils kräftige Schauer und Gewitter auf, die vor allem im Norden unwetterartig mit heftigem Starkregen und anfangs auch noch größerem Hagel ausfallen können.

Das schwüle Wetter samt Unwetter-Potential wird laut Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net mindestens bis zum Wochenende andauern.

"Zwar werden die Temperaturen nicht mehr ganz so hoch wie heute klettern, aufgrund der hohen Luftfeuchte wird sich das Ganze aber weiterhin ziemlich unangenehm anfühlen", erklärt der Wetterexperte.

Fast einen Kilometer breit, Windgeschwindigkeiten von bis zu 218 Stundenkilometern: Mit zerstörerischer Wucht ziehen mehrere Wirbelstürme eine Schneise der Verwüstung durch den Südosten der USA. Warnungen der Behörden wurden missachtet - mit verheerenden Folgen.

Wetter bis zum Wochenende:

  • Mittwoch: 26 bis 37 Grad, schwül und heiß, später im Nordwesten teils starke Gewitter mit Hagel, Starkregen, Sturmböen und Tornado-Gefahr.
  • Donnerstag: 24 bis 31 Grad, weiterhin schwül-warm, dabei neben Sonne immer wieder Gewitter und Unwetter.
  • Freitag: 23 bis 30 Grad, sehr schwül, Sonne und Wolke im Wechsel, ab und zu Gewitter.
  • Samstag: 25 bis 30 Grad, wechselhaft mit weiteren gewittrigen Schauern.
  • Sonntag: 21 bis 27 Grad, abnehmende Schwüle, weitere Schauer.

(tfr)