Für Jecken, die in einem Arbeitsverhältnis stehen, lauern im Winter gleich zwei Gefahren: das Wetter und die so genannte fünfte Jahreszeit. Die Hochburg der Krankmeldungen ist jedoch weder Köln noch Düsseldorf.

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Der Karneval endet für Jecken in Nordrhein-Westfalen zunehmend mit einer Krankschreibung. Zwischen Weiberfastnacht und Aschermittwoch stellten Ärzte im vergangenen Jahr knapp acht Prozent mehr Krankenscheine aus als noch 2017, wie die Krankenkasse Barmer am Montag in Düsseldorf mitteilte.

2019 kamen rund um den Höhepunkt der fünften Jahreszeit etwa 26.400 Krankschreibungen zusammen. Der Dienstag ist demnach der Tag mit den meisten Krankschreibungen.

Es kann aber auch die Grippe sein

"Chefs sollten bei Krankmeldungen zur Karnevalszeit aber nicht vorschnell urteilen, da die Festlichkeiten und die Grippehochphase häufig zusammenfallen", erklärte Heiner Beckmann von der Barmer.

In Leverkusen nahm die Zahl der Krankenscheine nach Karneval mit 85,4 Prozent am meisten zu. Gut, dass dort mit Bayer einer der größten Pharmakonzerne der Welt seinen Sitz hat und somit der Weg zu Medikamenten ein kurzer ist. Auf Platz zwei und drei landeten der Kreis Euskirchen (74,8 Prozent) und der Rhein-Erft-Kreis (45,8 Prozent).

Kölner und Düsseldorfer sind vergleichsweise feierfest

In den Karnevalsmetropolen Köln und Düsseldorf ließen sich nach den närrischen Tagen nur 41,8 Prozent beziehungsweise 13,4 Prozent mehr Menschen krank schreiben.

Für die Barmer-Erhebung wurden ärztliche Abrechnungsdaten zur Arbeitsunfähigkeit von beschäftigten Versicherten in den Jahren 2017 und 2019 berücksichtigt. 2018 galt wegen der starken Grippewelle als nicht repräsentativ. Bei der Analyse wurde der Beginn der Arbeitsunfähigkeit ausgewertet. (AFP/hau)

Erfurt: Kita untersagt Verkleidungen an Karneval

In einer Kita in Erfurt sind an Rosenmontag und Faschingsdienstag Verkleidungen untersagt. Die Kitaleitung ist davon überzeugt, dass bestimmte Kostüme die Kinder in Angst und Schrecken versetzen würden. © RTL Television
Teaserbild: © picture alliance / Federico Gambarini