Anja Delastik

Journalistin, Kolumnistin

Mit Musik fängt alles an: Während des Studiums beginnt Anja Delastik, Plattenkritiken für ein Szene-Magazin zu schreiben – nach ihrem Abschluss übernimmt sie vier Jahre lang dessen Leitung. Anschließend geht sie zur Jugendzeitschrift MÄDCHEN - dort wird sie einige Jahre später zur Chefredakteurin ernannt.

Es folgen die Chef-Sessel der Frauenmagazine JOLIE, MAXI und COSMOPOLITAN – bis sie Ende 2018 ihre Posten abgibt, um sich selbstständig zu machen. Heute arbeitet sie als Journalistin/Kreativberaterin/Konzeptionerin – und gehört damit offiziell zur "Generation Slash", den Multi-Jobbern. Delastik liebt es gesellschaftliche, psychologische und Gender-Themen journalistisch zu beackern und bezeichnet sich selbst als Feministin, Popkultur-Nerd, Trendschnüfflerin – und: Musikfan.

Profilfoto: © Manuela Pickart

Artikel von Anja Delastik

Sprachverhunzung für mehr Gleichberechtigung: Seit ARD-Moderatorin Anne Will in ihrer Talkshow Reiner Holznagel als "Präsident des Bundes der Steuerzahler (Pause) Innen" vorstellte, geht der Streit um eine geschlechtergerechte Sprache in die nächste Runde.

Sängerin Adele galt als Vorbild vieler kurviger Frauen und wurde als Ikone der Body-Positivity-Bewegung gefeiert - bis sie sich entschied, abzuspecken.

Ob Brotbacken oder Patchwork, Heimwerken oder Aquarellmalerei: Notgedrungen oder aus Langeweile entdecken Menschen in der Quarantäne altgeliebte Do-It Yourself-Tätigkeiten neu.

Corona-Memes, Corona-Body und nun also der Corona-Cut: Immer mehr Menschen greifen in der Quarantäne selbst zur Schere. Was soll man auch machen, wenn die Frisörsalons geschlossen haben?

Während der deutschlandweiten Ausgangsbeschränkung blühen Menschen mit Blockwart-Mentalität geradezu auf. Das macht den Kampf gegen das Virus weder erträglicher, noch effektiver.

Ob Grillfeier, Kaffeekränzchen oder Corona-Party: Wer sich jetzt noch mit Freunden zum Feiern, Trinken oder Tratschen trifft, ist nicht nur Schuld daran, dass eine Ausgangssperre droht. Sondern mitverantwortlich, wenn Menschen sterben.

Seit das Coronavirus die Runde macht, ist in Supermärkten das Klopapier vergriffen. Ebenfalls schwer zu finden: der tiefere Sinn hinter den seltsamen Hamsterkäufen.

Frauen entschuldigen sich häufiger als Männer. Dabei kann die Häufung von "Sorry" auch negative Auswirkungen auf die Karriere und das Ansehen (nicht nur von Frauen) haben.

Vergisst der Partner den Valentinstag, gibt’s richtig Stress. Vergisst ein Freund den Geburtstag? Halb so wild. Während wir in Liebesdingen empfindlich reagieren, verhalten wir uns Freunden gegenüber oft erstaunlich tolerant.

Kaum eine deutsche TV-Show ist gleichermaßen beliebt und verhasst wie Heidi Klums Model-Casting-Show. Deshalb schalten manche lieber heimlich ein.

Wer Make-up trägt, hat was zu verstecken – davon sind manche Menschen überzeugt. Besonders interessant wird es, wenn sie ihre Kritik in Schmeicheleien verpacken - wie in diesem Fall.

Ob Plätzchen, Gänsebraten, Lebkuchen oder Stollen: An Weihnachten wird geschlemmt. Und obwohl die Menschen immer umweltbewusster leben (wollen), landen noch immer 18 Millionen Tonnen Lebensmittel jährlich im Müll – aus Unwissenheit oder Bequemlichkeit.

Die Vorweihnachtszeit ist eine Zeit der Besinnlichkeit, der Beschaulichkeit und, immer öfter, der Geschmacklosigkeit. Früher war mehr Lametta, heute hängen schon mal grinsende Rentiere in winzigen Strickpullovern an Christbäumen.

Seit dieser Woche verzichtet Instagram in den USA auf Likes. Zumindest teilweise. Und angeblich überlegt nun auch Facebook, seinen „Gefällt mir“-Daumen abzuschaffen. Dadurch soll Social Media „gesünder“ werden. Kann das funktionieren?

Ob Musizieren, Makramee, Modelleisenbahn: Früher hatten man noch Hobbys. Heute wollen sich immer mehr Menschen selbstverwirklichen und machen ihr Hobby zum Beruf. Doch das hat seine Tücken.

Ob Wiesn-Besuch, Karneval oder große Party: Wer sich am Tag danach elend fühlt, hat vermutlich ein bisschen zu heftig gefeiert. Oder aber er gehört zur Gruppe der sozialen Introvertierten.

Die Grünen-Politikerin Renate Künast wurde auf Facebook aufs Übelste beschimpft. Nun befand ein Gericht: alles hinnehmbar und legitim. Doch ist es das wirklich?

Wenn Apple sein neuestes Modell vorstellt, will jeder nur noch das eine. Aber warum?

Auf Instagram dreht sich alles um Selbstdarstellung und Anerkennung. Wer am besten aussieht, bekommt die meisten Likes. Dafür gibt es nicht nur Filter, sondern mittlerweile auch spezielle Produkte mit Sofort-schön-Effekt.

Es ist eine ökologische Katastrophe, die unser Weltklima bedroht: Seit Wochen steht Brasiliens Amazonas-Regenwald in Flammen. Warum lässt das so viele Menschen kalt?

Bitte recht freundlich? Nicht mit uns! Hierzulande blicken die Menschen lieber griesgrämig und muffelig in die Weltgeschichte. Warum eigentlich? Ein Plädoyer fürs Lächeln.

Spätestens seit dem Sommerschlussverkauf, locken Läden mit Prozenten, Schnäppchen und Rabatten. Trotzdem bleiben viele von ihnen leer – und Kunden verlieren die Lust am Shoppen. Was tun, wenn sich Konsumfreude in Konsumfrust verwandelt?

Welcher Verein in der kommenden Saison seine Heimspiele in welchen Farben, Mustern und Designs bestreitet, sorgt - wie jedes Jahr um diese Zeit - für Diskussionen unter Fußballfans. Grund genug für einen kleinen modischen Anpfiff.

Baby Archie ist getauft, die Royals lächeln zufrieden. Dennoch sorgen die offiziellen Familienfotos aus dem britischen Königshaus für Diskussionen. Zu Recht?

Mit ihrem Achtzigerjahre-Charme liegt die Netflix-Serie „Stranger Things“ voll im Trend. Das Bedürfnis, in der Vergangenheit zu schwelgen, ist heute größer denn je. Kann das gut sein?