Bitte nicht füttern! Wie wichtig diese simple Warnung bei Wildtieren manchmal sein kann, zeigt die Zahl steigender Känguru-Angriffe im australischen Ort Morisset. Die Beuteltiere wurden häufig von Touristen trotz Verbot gefüttert und sind nun auf den Geschmack gekommen – zum Unglück aller Besucher.

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Ein Känguru ist kein Schmusetier. Diese Lektion müssen zahlreiche Touristen in Morisset gerade auf die harte Tour lernen. Greg Piper, ein Abgeordneter der Hafenstadt Port Macquarie, berichtete in einem offiziellen Statement von immer mehr Fällen von Känguru-Attacken auf Menschen in der Umgebung Morissets, wo eine große Population der Tiere in freier Wildbahn lebt.

"Es hat zahlreiche dokumentierte Zwischenfälle gegeben, bei denen Kängurus Besucher angegriffen haben. In einem Fall wurde einem Mann eine tiefe Schnittwunde am Bauch zugefügt", so Piper.

Wer nicht hören will ...

Schuld an dem aggressiven Verhalten der Beuteltiere ist der Mensch selbst. Immer mehr Touristen hätten die Kängurus entgegen aller Warnung mit mitgebrachtem Essen gefüttert, heißt es. Deshalb legen die Tiere nun ein immer aggressiveres Verhalten an den Tag, um an das Essen der Besucher zu kommen.

"Die Kängurus begegnen mindestens 2.000 Touristen in der Woche und sie brauchen keine 2.000 Karotten, Bananen, Brote, Chips oder Kekse", ärgert sich Shuttle-Betreiber Shane Lewis im Gespräch mit ABC News über das gedankenlose Verhalten der Reisenden.

"Ich habe sogar einige dumme Leute gesehen, die sie mit [Essen von] McDonalds [und] KFC [...] fütterten."

Warnschilder sollen's richten

Piper selbst wolle die Touristen nicht davon abhalten, die Tiere zu sehen. Allerdings fordert der Shuttle-Bus-Organisator eine bessere Beschilderung, die die Besucher warnen soll, Abstand zu den Kängurus zu halten.

"Es sollte passende Schilder geben [mit der Aufschrift], die Tiere nicht zu füttern, zusammen mit dem Hinweis, dass die Kängurus Verletzungen zufügen können", findet der Anwohner.  © 1&1 Mail & Media/ContentFleet

Er schlägt einem Känguru ins Gesicht ...

... und rettet damit seinen Hund vor einem möglichen Unglück.