Eine Woche vor Heiligabend hat der Bruder des Weihnachtsmanns Feierabend. Bei der vorletzten Show der aktuellen Staffel von "The Masked Singer" erhält der Promi im Klaus-Claus-Kostüm am Samstagabend die wenigsten Zuschauer-Stimmen. Doppelt bitter, denn Jury-Rückkehrer Rea Garvey hat hier auch noch von Anfang an den richtigen Riecher.

Eine Kritik
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"Er sitzt heute zwar woanders, aber er ist so was wie der Franz Beckenbauer von 'The Masked Singer' – er kann rechts wie links", begrüßt Moderator Matthias Opdehövel am Samstagabend ein bekanntes Gesicht in der Jury: Rea Garvey. Der Ire ist zurück in der Show, in der er seit Staffel zwei mit Unterbrechungen in der Ratejury sitzt.

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Doch diesmal nimmt Garvey nicht auf seinem Stamm-Stuhl, links neben Ruth Moschner, Platz, sondern zu Moschners Rechten, wo sonst immer der Gast sitzt. Moschner stellt auch sogleich die Veränderung fest: "Ich hab dich noch nie von der Seite gesehen." Dass Moschner zum ersten Mal Garveys linke Gesichtshälfte sehen kann, hat sie einer kleinen "The Masked Singer"-Tradition zu verdanken.

Denn jede Show startet gewöhnlich mit einem kleinen Mätzchen. Diesmal hat man sich einen mittelprächtig gespielten Streit zwischen Garvey und dem Ersatz-Ersatz-Stamm-Jury-Mitglied Rick Kavanian ausgedacht. Kavanian hatte in Folge vier von Álvaro Soler übernommen, der wiederum zu Beginn der Staffel den Jury-Stuhl von Garvey vererbt bekam. Nun also treffen sich Kavanian und Garvey und wollen einander den Stamm-Platz überlassen, das Ende ist bekannt.

"The Masked Singer": ein Dreikampf, ein Duell

Die Jury ist also komplett, fehlen noch vier Dinge: ein Rückblick, eine kleine Regelkunde, die Auftritte der verbliebenen Kandidaten und die Tipps der Jury und Opdenhövel beginnt einer Logik folgend mit dem Rückblick. Eine Woche zuvor wurde die Maske des Kiwi gelüftet, "also offiziell", wie Opdenhövel ergänzt. In Folge zwei flog dem Kiwi nämlich die Maske vom Kopf. Zwar nur für den Bruchteil einer Sekunde, aber lange genug, um im Anschluss Screenshots der Szene durch die sozialen Medien geistern zu lassen.

Dementsprechend übersichtlich war die Spannung, als der Kiwi vor einer Woche aus dem Kostüm stieg, was auch Opdenhövel nicht entgangen war: "Und es war doch tatsächlich Uwe Ochsenknecht." Ja, war er, was natürlich schon rein mathematisch Auswirkungen auf den Rest der maskierten Besetzung hatte – und damit auch für die Regeln in Folge fünf. Dort gibt es einen Dreikampf und ein Duell. Aus jeder der beiden Runden kommt ein Promi weiter, die drei anderen müssen noch einmal singen und sich einer Schlussabstimmung der Zuschauer stellen.

Diesmal singen zuerst Klaus Claus gegen Lulatsch und Eisprinzessin, das Duell bestreiten der Mustang und der Troll. Was auffällt: Gesanglich wirklich daneben liegt keiner der Kandidaten, die Gesangsquereinsteiger sind mit Jenke von Wilmsdorff, Eva Padberg und mit Abstrichen Uwe Ochsenknecht bereits ausgeschieden. Und so können sich die Auftritte diesmal alle sehen, aber auch hören lassen – den persönlichen Musikgeschmack einmal außen vor gelassen.

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Wilde Spekulationen bei "The Masked Singer"

Klaus Claus macht den Anfang mit "Stronger" von Kelly Clarkson, die Eisprinzessin probiert es mit "Halleluja" von Leonard Cohen und der Lulatsch stimmt ein Mashup aus David Guettas "I'm good (Blue)" und "I'm blue" von Eiffel 65 an. Der Troll versucht eine Neuinterpretation von "Hijo de la luna" von José María Cano, bekannt geworden durch die Version von Mecano, und der Mustang stürzt sich in "Footloose" von Kenny Loggins.

Am Ende der Auftritte entscheiden die Zuschauer, dass sie die Eisprinzessin und den Troll direkt im Finale in der kommenden Woche sehen möchten. Dementsprechend singen Klaus Claus, der Lulatsch und der Mustang einen zweiten Song und müssen sich einer finalen Abstimmung stellen – mit bösem Ausgang für den Promi im Klaus-Claus-Kostüm, denn die Zuschauer geben dem Bruder des Weihnachtsmanns die wenigsten Stimmen.

Besonders interessant, denn Rückkehrer Rea Garvey hat beim Klaus-Claus-Promi von Anfang an den richtigen Riecher, doch dazu gleich mehr. Vorher ergeht sich die Jury wie immer in Spekulationen, mal wilde, mal weniger wilde. Beim Lulatsch etwa denkt Rick Kavanian an Schauspieler Pasqaule Aleardi, Rea Garvey hat hingegen Rufus Beck auf dem Zettel und weil Ruth Moschner glaubt, es sei jemand, mit dem sie bereits länger zusammengearbeitet hat, landet sie am Ende bei Moderator Sven Lorig.

Promi dankbar über sein Klaus-Claus-Kostüm

Ähnlich breit gestreut sind die Tipps bei den anderen Kostümen. Unter der Troll-Maske könnten laut Jury Maite Kelly, ihre Schwester Kathy oder auch Nina Hagen stecken und bei der Eisprinzessin hört man die Namen von Marusha und Sängerin Sandra. Beim Mustang sind hingegen die Namen Dirk Steffens, Fabian Hambüchen und Sebastian Ströbel in der Verlosung, wobei der komplett ahnungslose Rea Garvey hier einen ganz exklusiven Tipp hat: "Ich glaube, das ist niemand. Das ist ein echtes Pferd."

Und was ist nun mit Klaus Claus? Da ist sich Rea Garvey nach dessen Auftritt sofort und bis zum Schluss sicher: "Ich weiß genau, wer das ist." "Du weißt, dass wir diesen Satz von dir schon sehr oft gehört haben", wendet Matthias Opdenhövel noch ein, aber Garvey lässt sich nicht beirren, glaubt, der Promi sei ein sehr guter Freund von ihm und legt sich fest: "Das ist Tim Bendzko." Und tatsächlich: Um 23.22 Uhr ziehen zwei ProSieben-Mitarbeiter dem Klaus Claus die Mütze vom Kopf und darunter steckt Sänger Tim Bendzko. Der ist zunächst sichtlich enttäuscht, kann seinem bärtigen Alter Ego am Ende aber immerhin etwas Gutes abgewinnen: "Endlich mal Bartwuchs."

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