Christian Vock

Freier Autor

Christian Vock ist freier Journalist in Leipzig. Er studierte Sozialwissenschaften in Göttingen und bildete sich in Frankfurt zum Fachjournalisten für Medien- und in Lüneburg für Nachhaltigkeitsthemen weiter. Beides Bereiche, die ihm reichlich Gelegenheit geben, sich in der Kunst der Skepsis und des Staunens über das menschliche Dasein zu üben. Für 1&1 schreibt er vor allem übers Fernsehen und über Nachhaltigkeit.

Artikel von Christian Vock

Dass Schlagersänger gerne vom Suchen der Liebe singen, ist bekannt. Dass bei Schlagersängern diesbezüglich aber selbst Not am Mann ist, war ein bis dato unterschätztes Phänomen. Nun will RTL diese Not mit "Schlager sucht Liebe" lindern und nach Folge zwei weiß man: So schlimm wie befürchtet ist es nicht.

Nach dem Tod des Regierungspräsidenten Walter Lübcke scheint in Deutschland eine Diskussion über die Gefahr des Rechtsextremismus' in Gang zu kommen. Auch bei Maybrit Illner waren der Fall Lübcke und die Gefahr von rechts Thema - und es wurde Klartext geredet. Der große Gewinn der Diskussion war daher die Diskussion selbst. 

Zum bereits 28. Mal wurden nun die besten Leistungen in diesen Bereichen bei den MTV Movie & TV Awards ausgezeichnet. Abräumer des Abends war der Marvel-Blockbuster "Avengers: Endgame".

Skifahrer oder Fußballer? Bei der jüngsten Ausgabe von "Schlag den Star" traten Slalom-Spezialist Felix Neureuther und Fußballer Christoph Kramer gegeneinander an - und der Skifahrer gewann. Bis dahin war es, wie so oft bei „Schlag den Star“, ein langer und zäher Weg. Am Ende gab es dann aber noch ein bisschen Aufregung.

Es dürfte selbst in CDU und SPD nur wenige geben, die glauben, dass es in ihren Parteien gerade richtig gut läuft. Bei Maybrit Illner übten sich deshalb Manuela Schwesig und Tobias Hans kräftig in Selbstkritik. Am Ende machte ein Wissenschaftsjournalist klar, dass die Zukunft der beiden Volksparteien nur in einem Thema liegen kann, das sie bisher sträflich vernachlässigt haben.

Ring, Geldkassette, Sitzmöbel: Die Antiquitäten, die bei der jüngsten XXL-Ausgabe von "Bares für Rares" am Mittwochabend unter den Hammer kamen, waren mit Sicherheit außergewöhnlich. Nicht zu toppen war dann aber ein kleines Schmuckstück, bei dem sich Horst Lichter sicher war: "Das geht absolut in die Geschichte ein."

Was wurde eigentlich aus der Pflege-Offensive von Gesundheitsminister Jens Spahn? Das wollte Frank Plasberg in seiner jüngsten Ausgabe von "Hart aber fair" wissen. Dem Gesundheitsminister platzt an einer Stelle der Kragen.

Jetzt ist es raus: Es ist Simone, die einen in Zukunft morgens von der Duschgelflasche aus angrinsen wird. Die 21-Jährige hat sich in der Finalshow von "Germany's next Topmodel" durchgesetzt und 100.000 Euro nebst Werbeverträgen gewonnen. Der Zuschauer kam bei der absurden Show hingegen weniger glimpflich davon und es wird ein Weilchen dauern, bis man sich wieder traut, den Fernseher einzuschalten.

Mit Aaah und Oooh: Duncan Laurence gewinnt für die Niederlande den Eurovision Song Contest 2019 in Israel. Deutschland hingegen wurde nur Drittletzter mit einer ganz besonders bitteren Pille: Von den Jurys noch mit 32 Punkten bedacht, gab es von den europäischen Zuschauern mit 0 Punkten eine kräftige Ohrfeige. Der Abend in Tel Aviv im Überblick.

Ach, wenn man doch nur so eine Persönlichkeit wie Heidi Klum hätte. Dann wäre man vielleicht im Finale von "Germany's next Topmodel". Zumindest Alicija wäre das, doch die Klum diagnostiziert bei ihr Persönlichkeitsdefizite. Die hat Vanessa nicht, will aber plötzlich doch nicht mehr ins Finale. Premiere für Heidi!

"Ist Europa wirklich in Gefahr?", fragt Sandra Maischberger kurz vor der Europawahl. Eine konkrete Antwort lieferte ihre Diskussionsrunde am Mittwochabend nicht. Aber immerhin wurde klar, wie viel tatsächlich auf dem Spiel steht, sollten sich die Nationalisten durchsetzen.

Da konnte Tim Wiese noch so viele Beton-Bälle werfen: Auch die letzte Ausgabe von ProSiebens "Superhero Germany" hatte viel Kraftmeierei, aber nur wenig Unterhaltsames zu bieten. Es würde daher sehr überraschen, wenn die Show eine Verlängerung bekommt.

Bei "Germany's next Topmodel" gibt es viele Gründe rauszufliegen: zu groß, zu klein, zu ängstlich, zu schüchtern, zu was auch immer. Caroline weiß seit der jüngsten Folge, dass man auch wegen Defiziten "beim Thema Personality" rausfliegen kann.

Sandra Maischberger meldet sich aus der Osterpause zurück und das gleich mit einem Duell, zumindest auf dem Papier: Die ehemaligen Polit-Hitzköpfe Sigmar Gabriel und Roland Koch diskutieren mit Maischberger über den Zustand ihrer Parteien und des ganzen Landes. Richtig hitzig wurde es aber nur einmal.

Dass die Kandidatinnen bei "Germany's next Topmodel" allerlei Gaga-Aufgaben erledigen müssen, daran hat man sich ja schon gewöhnt.

Selten war es so egal, wer gewinnt. Im Finale von "Get the F*ck out of my House" bleibt Guggi aus Deitenheim am längsten im Haus und gewinnt 100.000 Euro. Eigentlich hätten aber die Zuschauer ein Preisgeld verdient, zumindest diejenigen, die zusammen mit Guggi die TV-Ödnis bis zum Ende ausgehalten haben.

Unter Anleitung einer Sexologin musste Günther Jauch am Montagabend auf seinen Sitzbeinhöckern herumkullern. Seine Freude hielt sich in Grenzen. Danach musste er dabei zusehen, wie ein Hanfladen-Inhaber vom gediegenen Höhenflug in den kapitalen Sturzflug überging. Erfolgreich waren nur die Damen: Sie knöpften Jauch knapp 100.000 Euro ab.

Man kann Heidi Klum Einiges vorwerfen, aber nicht, dass sie nicht genügend Einfälle für sinnfreie Herausforderungen hätte. Doch bei all den absurden Ideen, die man bisher bei "Germany's next Topmodel" sehen durfte, wird die jüngste Folge wohl als die bizarrste in die Geschichte der Show eingehen. Und alles, was die Klum dafür brauchte, waren sehr viel Schaum, Luftballons und eine Paris Hilton.

Saskia – Allein zu Haus: Was auch immer sich ProSieben vom Einzug der Promis erhofft hatte: Lange haben sie es nicht im Haus ausgehalten. In Folge drei verabschieden sich gleich drei Hauspromis. Dabei wären die TV-Sternchen ohnehin gar nicht nötig gewesen, denn die "Normalos" gehen sich auch so genügend auf die Nerven.

Zehnfach hält besser: In Folge elf schmeißt Heidi Klum gleich zehn Boys in den Mädchen-Käfig. Da das aber eher für Verzückung sorgt, wird ein alter Streit noch einmal wiederbelebt, bei dem Sarah Kollegin Simone einen ungewöhnlichen Reisetipp gibt. Die Koffer packen muss dann allerdings Julia.

In der ProSiebens Show "Get the F*ck out my House" zeigt die Quadratmeter-Diät erste Wirkung: Micaela Schäfer wird sexuell belästigt, Saskia findet einen Freund. Und dann noch einen. Der Verbleib eines Kandidaten sorgt derweil für Zwist im Haus.

Frank Plasberg diskutierte am Montagabend bei "Hart aber fair" über das Leben der Tiere vor dem Schlachthof und über den Sinn von Tierwohl-Labeln. Eine gute Diskussion mit Mut zur Wahrheit.

Seit Robinson Crusoe hat sich wohl niemand so auf das Ende eines Insel-Daseins gefreut wie die Zuschauer von "Temptation Island".

Wenn Joko und Klaas mal nicht können: ProSieben schmeißt mit "Mein bester Streich" eine neue Show in den Samstagabend. In kurzen Video-Clips nehmen Promis mit versteckter Kamera Leute auf den Arm. Klingt wie "Verstehen Sie Spaß?"? Ist es auch. Nur ohne Spaß.

Die Top Ten. Das ist bei "Germany's next Topmodel" so etwas wie der Olymp der Fernsehmodels. Ein mystischer, sagenumwobener Ort, das Ziel aller Träume. In Wirklichkeit ist ein Platz unter den besten Zehn natürlich nur so wertvoll wie ein bunter Hosenknopf, aber das Top-Ten-Mysterium hält sich hartnäckig. Theresia allerdings wird es nicht mehr erforschen können.