Was wird aus Stuttgarts Trainer Markus Weinzierl? Der VfB gab bei der deutlichen Niederlage in Düsseldorf ein erschreckendes Bild ab. Die schwächste Defensive der Liga beging grobe Fehler. Und Düsseldorf entfernt sich immer weiter aus der Gefahrenzone.

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Der VfB Stuttgart und sein Trainer Markus Weinzierl rutschen in der Fußball-Bundesliga immer tiefer in die Krise. Der Tabellen-16. verlor zum Abschluss des 21. Spieltages am Sonntagabend nach einer schwachen Vorstellung 0:3 (0:1) bei Aufsteiger Fortuna Düsseldorf und wartet nun bereits seit sechs Spielen auf ein Erfolgserlebnis.

Angesichts der miserablen Bilanz von nur drei Siegen, einem Unentschieden und zehn Niederlagen unter Weinzierl richtet sich der Fokus auf den Trainer, der nach dem siebten Spieltag das Amt von Tayfun Korkut übernommen hatte. Der Rückstand des VfB, der auf dem Relegationsrang steht, auf den 15. Augsburg beträgt weiter drei Punkte, der auf den vermeintlichen Konkurrenten im Abstiegskampf aus Düsseldorf bereits zehn. "Wir haben hochverdient verloren", sagte Mittelfeldspieler Daniel Didavi. "So wird es nicht reichen. Das einzig Gute ist, dass wir nicht abgeschlagen sind. Natürlich ist da auch eine mentale Blockade."

800. Spiel für Funkel

"Das war noch kein entscheidender Schritt, aber wir gehen jetzt optimistisch in die nächsten Wochen», sagte Fortuna-Trainer Friedhelm Funkel. "Der Klassenerhalt hätte den größten Stellenwert in meiner Karriere." Für den Rheinländer war es in dessen 800. Spiel als aktiver Profi und Trainer ein weiteres Erfolgserlebnis, das Kenan Karaman (34. Minute), Oliver Fink (49.) und der eingewechselte Benito Raman (85.) mit ihren Toren sicherten. Der Stuttgarter Nicolas Gonzalez sah wegen einer Tätlichkeit in der Nachspielzeit die Rote Karte (90.+3).

Der Unterschied zwischen beiden Teams wurde vor 40 211 Zuschauern schnell deutlich. Düsseldorf trat angesichts der 13 Punkte aus den sechs Spielen zuvor selbstbewusst auf, verteidigte aggressiv und gab den Ton an. Die Gäste, die auf den gesperrten Mario Gomez, auf Timo Baumgartl (leichte Gehirnerschütterung) und Dennis Aogo (Wadenprobleme) verzichten mussten, taten sich schwer und brachten im ersten Durchgang kaum fließende Aktionen zusammen.

Die Fortuna sorgte für Unterhaltung. Vor allem Dodi Lukebakio war an den Offensivaktionen maßgeblich beteiligt. VfB-Keeper Ron-Robert Zieler (24. Minute) rettete zunächst gegen den Belgier, dem wenig später bei einem Solo im letzten Moment durch Ozan Kabak der Ball vom Fuß gespitzelt wurde (26.). Doch Lukebakios Offensivdrang führte dann doch zum Erfolg, als seine Flanke den Kopf von Kenan Karaman fand und der die verdiente Führung erzielte. Stuttgarter Chancen gab es nicht. 10:4 Torschüsse lautete die Bilanz zugunsten der Gastgeber.

Forscher Beginn

Zur zweiten Halbzeit brachte Weinzierl Anastasios Donis für Steven Zuber. Doch trotz eines forschen Beginns des VfB gab es gleich den nächsten Gegentreffer für die schwächste Abwehr der Liga. Fink lief mit dem Ball auf das Tor, schlug einen Haken und vollendete aus 18 Metern mit einem schönen Schuss ins rechte obere Eck. Die Fortuna-Fans waren aus dem Häuschen. Lukebakio hätte wenig später noch erhöhen können, sein Schuss aus spitzem Winkel ging aber am Tor vorbei. Besser machte es der eingewechselte Raman in der Schlussphase.

(dpa/af)

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