In einem offenen Brandbrief, der in der "New York Times" veröffentlicht wurde, haben 50 Sicherheitsexperten der Republikaner in drastischen Worten vor Donald Trump gewarnt. Der Präsidentschaftskandidat der Republikaner schlug nun zurück und nannte die Unterzeichner des Briefes "gescheiterte Eliten".

In dem Schreiben von 50 mitunter namhaften Sicherheitsexperten der Republikaner distanzierten sich diese vom Präsidentschaftskandidaten Donald Trump.

Der Brandbrief erschien in der "New York Times". Die Unterzeichner bekleideten in den vergangenen Jahren wichtige Posten in außenpolitischen und sicherheitspolitischen Ressorts sowie im Geheimdienst.

Darunter Ex-CIA-Chef Michael Hayden, der ehemalige Vize-Außenminister und Weltbank-Präsident Robert Zoellick sowie mit Tom Ridge und Michael Chertoff zwei ehemalige Heimatschutzminister.

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Auch der frühere Geheimdienstdirektor John Negroponte ist unter den Initiatoren des Schreibens, das mit "Statement by former National Security Officials" übertitelt ist und als schallende Ohrfeige für Donald Trump aus den eigenen Reihen verstanden werden kann.

Trump als Sicherheitsrisiko für die USA

Darin warnen die Republikaner vor der Wahl Trumps zum Präsidenten der USA und bezeichnen ihn gar als ernsthaftes Sicherheitsrisiko. Im Falle einer Wahl wäre er "der gefährlichste Präsident der amerikanischen Geschichte", da es ihm für das Amt an "Charakter, Werten und Erfahrung" mangele.

Zudem kritisieren die Unterzeichner, dass Donald Trump "nicht willens oder nicht in der Lage ist, richtig von falsch zu unterscheiden". Stattdessen falle er durch "wirres Verhalten und gefährliche Charakterzüge" auf, würde die "Gegner loben und Freunde und Verbündete verprellen".

"Niemand von uns wird für Trump stimmen"

"Es scheint, als habe er wenig Ahnung von unserer Verfassung, von Gesetzen und Staatsstrukturen, die auch Toleranz für andere Religionen, die Pressefreiheit und eine unabhängige Justiz einschließen", heißt es in dem Schreiben weiter.

"Niemand von uns wird für Trump stimmen", stellen die Unterzeichner klar, weisen jedoch auch darauf hin, dass sie mit ihrer Ablehnung gegenüber Trump nicht automatisch die Wahl von Hillary Clinton befürworten würden. Für die renommierten Gegner des 70-Jährigen stellt die Demokratin aber offensichtlich das kleinere Übel dar.

Trump beschimpft Kritiker als "gescheiterte Eliten"

Donald Trump reagierte erwartungsgemäß gereizt auf das Schreiben der republikanischen Sicherheitsexperten. Laut einem weiteren Bericht der "New York Times" bezeichnete er die Initiatoren des Aufrufs als "nichts anderes als eine gescheiterte Washingtoner Elite, die sich an ihre Macht klammert".

Ebenfalls wirft Trump den Unterzeichnern schwerwiegende Fehler in der Außenpolitik vor. So seien die Sicherheitsexperten schuld an der Fehlentscheidung, die zur Invasion des Irak geführt und den Aufstieg der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) erst möglich gemacht habe. Laut Trump hätten die Sicherheitsexperten die Welt damit "weniger sicher gemacht". (arg)