Rapper Kanye West hatte angekündigt, US-Präsident werden zu wollen. Darüber äußert sich der amtierende Präsident positiv. Eine Gefahr sieht Donald Trump in dem Künstler aber nicht.

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Donald Trump hat die Ankündigung einer Präsidentschaftskandidatur des Rappers Kanye West kommentiert. "Das ist sehr interessant", sagte der amtierende US-Präsident am Dienstag dem Politikportal "RealClearPolitics" im Oval Office des Weißen Hauses. Der Rapper habe eine "echte Stimme", sagte Trump.

Als Rivalen scheint Trump den Musiker aber nicht zu fürchten: "Sollte er (für 2020) kandidieren, müsste er das als Testlauf dafür sehen, was in vier Jahren (bis zur nächsten Präsidentenwahl) passiert", sagte Trump dem Portal. Eine Kandidatur Wests in diesem Jahr "müsste auf bestimmte US-Staaten beschränkt bleiben, weil in einigen die Fristen dafür bereits abgelaufen sind", so Trump.

Rapper einer von wenigen Stars, die Trump öffentlich unterstützten

Kanye West hatte seine Absicht zur Kandidatur am Samstag, dem Unabhängigkeitstag der USA, auf Twitter kundgetan. Unklar ist noch, ob er tatsächlich offiziell die Schritte für eine Kandidatur einleitet.

West könnte laut "RealClearPolitics" rein theoretisch als unabhängiger Kandidat möglicherweise gerade junge Wähler anziehen, die der wahrscheinliche Kandidat der Demokraten, Joe Biden (77), nicht anspricht. Die USA wählen am 3. November.

Der Rapper war einer von wenigen populären Künstlern, die Trump in der Vergangenheit öffentlich unterstützten. 2018 traf er Trump im Weißen Haus und trug dabei eine Baseball-Mütze mit dessen Wahlkampf-Slogan "Make America Great Again".

Bereits 2015 machts Kanye West Andeutungen für Kandiddatur

Seine politischen Ambitionen hat der Ehemann von Reality-Star Kim Kardashian schon häufiger geäußert. 2015 bei den MTV Video Music Awards erklärte er, bei der US-Wahl im Jahr 2020 antreten zu wollen.

Vor zwei Jahren sagte er dann in einem Radiointerview, möglicherweise im Jahr 2024 für das Präsidentenamt zu kandidieren. Nach eigener Aussage wollte er als gemäßigter Kandidat antreten.  © dpa

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