Im zarten Alter von 72 Jahren hat sich der verheiratete US-Präsident Donald Trump zu einer neuen Flamme bekannt, mit der er eine Fernbeziehung führt: Kim Jong Un.

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Angesichts der Annäherung zwischen den USA und Nordkorea hat der amerikanische Präsident Donald Trump dem nordkoreanischen Diktator Kim Jong Un eine Art Liebeserklärung gemacht.

"Ich war knallhart, er auch, und zwischen uns ging es hin und her", sagte Trump am Samstag über das Ringen um Nordkoreas atomare Abrüstung. "Und dann haben wir uns verliebt. Okay? Nein, wirklich."

Trump: Kim "schrieb mir wunderschöne Briefe"

Vor Anhängern im US-Bundesstaat West Virginia fand der 72-jährige Trump noch mehr blumige Worte für Kim: "Er schrieb mir wunderschöne Briefe, es waren großartige Briefe."

Ihre persönliche Verbindung habe auch politisch Früchte getragen, machte Trump deutlich. Er verwies auf den von Kim angekündigten Stopp aller Atom- und Raketentests, auch wenn Kritiker dahinter bislang wenig mehr als Lippenbekenntnisse sehen.

US-Präsident nimmt Kritik gleich vorweg

Dass die Zuneigung für den ob seiner martialischen Drohgebärden berüchtigten "Rocket Man" (Trumps Spitzname für Kim) nicht jedem geheuer sein dürfte, schien dem US-Präsidenten durchaus bewusst zu sein.

Jedenfalls nahm er die zu erwartende Kritik daran bei seinem Auftritt in einer großen Sporthalle der Stadt Wheeling gleich vorweg: "Donald Trump sagt, sie haben sich verliebt. Wie schrecklich, wie schrecklich ist das denn? Das ist so unpräsidial."

Ihn kümmere das wenig, erklärte Trump und richtete seinen Zeigefinger sodann auf die Menschenmenge: "Ich habe euch immer gesagt, es ist so einfach präsidial zu sein. Aber dann würden da draußen nicht 10.000 Menschen in diese prall gefüllte Arena drängen, sondern wir hätten nur 200 Leute draußen stehen."  © dpa

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Donald Trump und Kim Jong Un - so kam es zum historischen Gipfel zwischen den USA und Nordkorea

Das Treffen zwischen Kim Jong Un und Donald Trump ist historisch. Es ist das erste Mal, dass ein amtierender US-Präsident einen Machthaber Nordkoreas trifft. Formell herrscht noch der Kriegszustand zwischen den koreanischen Bruderstaaten und die atomare Aufrüstung Nordkoreas sorgt für große Spannungen. Ein Rückblick auf die Chronologie des Korea-Konflikts bis zur Entspannungspolitik, die diesen Gipfel möglich macht.