US-Präsident hat bei einem Besuch der US-Grenze zu Mexiko eine klare Botschaft an Migranten ausgesprochen: "Unser Land ist voll". Gleichzeitig distanziert er sich von seinem ursprünglichen Plan der Grenzschließung. Dafür lobte er Mexikos Vorgehen gegen Drogenschmuggel und illegale Migration.

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Bei einem Besuch an der Grenze zu Mexiko hat US-Präsident Donald Trump künftige Migranten zur Umkehr aufgefordert. "Das System ist voll und wir können euch nicht mehr aufnehmen", sagte Trump am Freitag (Ortszeit) im kalifornischen Calexico an die Adresse der Einwanderer gerichtet. "Unser Land ist voll. Also kehrt um, so ist es nun mal."

Auf der mexikanischen Seite der Grenze demonstrierten rund 200 Menschen gegen den US-Präsidenten. Sie schwenkten US- und mexikanische Flaggen und trugen Plakate mit Aufschriften wie "Stoppt die Familien-Trennung" und "Wenn du die Mauer baust, wird meine Generation sie einreißen".

Trump rückt von Genzschließung ab

Vor seinem Abflug in Washington hatte Trump sich von seinen vorherigen Drohungen distanziert, die Grenze zu Mexiko zu schließen.

Seit er von Grenzschließung gesprochen habe, seien die mexikanischen Behörden härter gegen illegale Migranten vorgegangen und hätten sie davon abgehalten, ihre Reise Richtung USA fortzusetzen, sagte der Präsident: "Ich muss sagen, Mexiko war in den vergangenen Tagen sehr, sehr gut, seitdem ich davon gesprochen habe die Grenze zu schließen."

Statt die Grenze zu schließen, wolle er nun lieber Autoimporte aus Mexiko mit Importzöllen in Höhe von 25 Prozent belegen, sollte Mexiko nicht gegen illegale Migration und Drogenschmuggel vorgehen. (afp/tha)  © AFP

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