Martin Schulz ist offenbar in einer Sitzung der SPD-Bundestagsfraktion der Kragen geplatzt. Was ist der Grund für die miese Stimmung bei den Sozialdemokraten?

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Ein Wutanfall von Martin Schulz zeugt von angespannter Stimmung in der SPD-Bundestagsfraktion.

Wie der "Spiegel" unter Berufung auf Teilnehmer berichtet, soll Schulz in einer Sitzung der Fraktion in dieser Woche gefragt haben, warum die von ihm eingereichte Frage für die Parlamentsbefragung nicht weitergegeben wurde. Carsten Schneider, der Parlamentarische Geschäftsführer, soll Schulz geantwortet haben, dass die Partei nicht auf jede Eitelkeit Rücksicht nehmen könne - woraufhin Schulz dem Bericht zufolge der Kragen platzte. Tenor: Er ordne sich seit der verlorenen Bundestagswahl unter. Und jetzt das.

Wird Martin Schulz ausgebootet?

Kommt Schulz, der ehemalige Kanzlerkandidat, mit seiner Rolle als einfacher Abgeordneter nicht zurecht? Ist er sauer, dass er nach der Bundestagswahl 2017 keinen Ministerposten bekam?

Die anwesenden Abgeordneten haben den Vorfall laut "Spiegel" sehr unterschiedlich bewertet. Während die einen sehr irritiert gewesen seien, hätten andere Verständnis geäußert. Eine Abgeordnete habe erzählt, dass sie in ihrem Wahlkreis immer wieder darauf angesprochen werde, "warum man Schulz in Berlin zunehmend ausboote". (mcf)

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