Die humanitäre Lage im Gazastreifen ist katastrophal – nun sollen sieben ausländische Mitarbeiter eines Hilfswerks durch einen Luftangriff Israels getötet worden sein. Der EU-Chefdiplomat findet deutliche Worte für den Vorfall.

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EU-Chefdiplomat Josep Borrell hat den Luftangriff im Gazastreifen verurteilt, bei dem sieben Mitarbeiter der Hilfsorganisation World Central Kitchen getötet worden sind.

Er würdige die Mitarbeiter und dränge auf eine Untersuchung, schrieb der EU-Außenbeauftragte am Dienstag auf der Plattform X (ehemals Twitter). "Trotz aller Forderungen zum Schutz von Zivilisten und humanitären Helfern gibt es neue unschuldige Opfer."

Borrell fordert sofortigen Waffenstillstand

Dies zeige, dass die Resolution des UN-Sicherheitsrates, in der ein sofortiger Waffenstillstand, ein uneingeschränkter humanitärer Zugang und ein verstärkter Schutz der Zivilbevölkerung gefordert werde, unverzüglich umgesetzt werden müsse, schrieb Borrell weiter.

Mit der völkerrechtlich bindenden Resolution hatte das mächtigste Gremium der Vereinten Nationen Ende März zudem die umgehende und bedingungslose Freilassung aller von der Hamas festgehaltenen Geiseln verlangt.

Sieben Mitarbeiter bei Angriff Israels getötet

Die Hilfsorganisation World Central Kitchen hatte am Dienstagmorgen den Tod von sieben ihrer Mitarbeiter im Gazastreifen durch einen Luftangriff bestätigt und Israel dafür verantwortlich gemacht.

Eins der sieben Opfer stammte laut der Mitteilung aus dem EU-Mitgliedsland Polen. Die weiteren aus Australien, Großbritannien und den Palästinensergebieten – zudem habe eines der Opfer die amerikanische und kanadische Staatsbürgerschaft. (dpa/lag)

NGO-Mitarbeiter bei Angriff auf Gaza getötet

Helfer bei Angriff auf Gaza getötet

Nach Angaben der Hilfsorganisation World Central Kitchen (WCK) werden bei einem Angriff im Gazastreifen sieben Mitarbeiter getötet, obwohl sie sich in gepanzerten Fahrzeug bewegen. Das israelische Militär spricht von einem tragischen Ereignis und kündigt eine Untersuchung an. Australiens Ministerpräsident untermauert angesichts des "völlig inakzeptablen Tods von Entwicklungshelfern" seine Position und fordert einen Waffenstillstand.
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