• In der Auseinandersetzung über ihr Buch hat Annalena Baerbock erstmals einen Fehler eingeräumt.
  • "Rückblickend wäre es sicherlich besser gewesen, wenn ich doch mit einem Quellenverzeichnis gearbeitet hätte", sagte die Kanzlerkandidatin der Grünen.

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Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock hat sich in der Debatte um die Vorwürfe gegen ihr Buch selbstkritisch gezeigt. Sie habe darin bewusst auf öffentlich zugängliche Quellen zurückgegriffen, gerade wenn es um Fakten geht, sagte Baerbock der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstagsausgabe). "Aber ich nehme die Kritik ernst." Rückblickend wäre es "sicherlich besser gewesen, wenn ich doch mit einem Quellenverzeichnis gearbeitet hätte".

Baerbock waren mehrere wörtliche Übernahmen in ihrem Buch vorgeworfen worden. Zum Teil wurde der Vorwurf der Urheberrechtsverletzungen erhoben. Die Grünen entgegneten, bei den beschriebenen Passagen handele es sich um allgemein zugängliche Fakten oder bekannte grüne Positionen.

Baerbock will nicht in alte Freund-Feind-Reflexe zurückfallen

Die Kanzlerkandidatin steht schon seit Wochen in der Kritik. So musste sie nachträglich dem Bundestag Nebeneinkünfte melden und ihren im Internet veröffentlichten Lebenslauf korrigieren. Derzeit haben sowohl Baerbock als auch ihre Partei mit rückläufigen Umfragewerten zu kämpfen.

In der "Süddeutschen Zeitung" warb Baerbock für einen fairen Umgangston im Wahlkampf. "Mehr als drei Jahre lang haben wir in der Partei, haben Robert Habeck und ich, intensiv daran gearbeitet, über eine andere Ansprache und Haltung Gräben zu überwinden", sagte die Grünen-Vorsitzende.

Diese Form der Kommunikation werde in einem harten Wahlkampf auf die Probe gestellt, gerade wenn auch heftige persönliche Anfeindungen dazukommen. "Auch ich bin da kurz in alte Schützengräben gerutscht", räumte Baerbock ein. Dabei gehe es ihr um das Gegenteil: "die großen Zukunftsfragen offen und breit zu diskutieren, hart und klar in der Sache, aber fair im Ton und offen für Argumente." So wolle sie Wahlkampf machen. (afp/dpa/fra)

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