Im Fall des erschossenen Kasseler Politikers Walter Lübcke ist ein Mann in Gewahrsam gewesen. Er wurde nun wieder entlassen. Wie geht es nun weiter in diesem Fall?

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Der Mann, der im Fall des erschossenen Kasseler Politikers Walter Lübcke (CDU) in Gewahrsam genommen worden war, ist wieder entlassen worden.

"Er wurde befragt und konnte danach gehen", sagte ein Polizeisprecher am Sonntagmorgen. Mehr Details gab er nicht bekannt. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" ("FAZ") hatte zuvor berichtet und von einer Festnahme gesprochen.

Walter Lübcke: Polizei kam durch Datenauswertung auf jüngeren Mann

Es handele es sich um einen jüngeren Mann, der in privater Beziehung zu dem 65-jährigen CDU-Politiker gestanden haben solle, berichtete die "FAZ" unter Berufung auf Ermittlerkreise.

Auf die Spur des Mannes sei die Polizei durch die umfangreiche Auswertung privater Daten des Getöteten gekommen. Dazu habe dem Vernehmen nach auch die Auswertung seines Mobiltelefons gehört, schrieb die "FAZ" weiter.

Lübcke war in der Nacht zum vergangenen Sonntag gegen 0.30 Uhr auf der Terrasse seines Wohnhauses in Wolfhagen-Istha bei Kassel mit einer Schussverletzung am Kopf entdeckt worden. Der Schuss war den Ermittlungen zufolge aus nächster Nähe abgegeben worden.

Die Trauerfeier für den Regierungspräsidenten ist für den 13. Juni in Kassel geplant. In der Martinskirche werde es einen Trauergottesdienst mit "protokollarischen Ehrenbekundungen" geben, kündigte eine Regierungssprecherin an.  © dpa

Nach dem tödlichen Schuss auf den Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke haben Ermittler per "Aktenzeichen XY... ungelöst" einen neuerlichen Zeugenaufruf gestartet. Von der Resonanz sind die Ermittler allerdings enttäuscht.