• Bislang fühlte sich der Herbst in weiten Teilen Deutschlands nicht als solcher an.
  • Doch das sommerliche Wetter wird von Tief "Ignatz" verdrängt.
  • Orkanartige Winde verteilen sich übers Bundesgebiet. Die Temperaturen fallen - und auf den Straßen und Schienen wird es gefährlich.

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Bisher ist Deutschland von anhaltend herbstlicher Witterung weitgehend verschont geblieben. Die Temperaturen stiegen - auch bedingt durch den Föhn an den Alpen - stellenweise bis auf 26 Grad. Damit ist es nun vorbei, prophezeien die Meteorologen.

Wetter in Deutschland: Tief "Ignatz" sorgt für "sehr gefährlichen Donnerstag"

Dominik Jung vom Wetterdienst Q.met geht so weit, am Donnerstag vor einem "sehr gefährlichen Tag" zu warnen. Tief "Ignatz" sorge für orkanartige Stürme. "In der zweiten Nachthälfte drohen dann im gesamten Westen schwere Sturmböen bis 100 km/h, in den höheren Lagen auch orkanartige Böen bis 110 km/h oder gar Orkanböen. Dabei kann es einzelne Schauer und Gewitter geben."

Jung spricht in seiner Vorhersage von einer "Sturmfront", die "dann gegen Morgen weiter nach Osten und später Richtung Ostsee" rolle. "In den Hochlagen vom Harz sind um die 150 bis 160 km/h möglich. Das ist voller Orkan, auch an der Ostsee bzw. auf der Ostsee muss man zum Donnerstagmittag mit Orkanböen bis 120 km/h rechnen." Jungs Kollegen vom Deutschen Wetterdienst sehen für den Norden Windstärke sieben voraus.

Das sogenannte Hauptwindfeld erreicht den Westen Deutschlands in der zweiten Hälfte der Nacht zum Donnerstag und breitet sich laut Prognose bis zum Donnerstagmorgen bis in die Mitte und auf den Südwesten Deutschlands aus.

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Tief "Ignatz" beschert Deutschland erstmals seit dessen Anbruch spürbare Herbst-Stimmung. (Archivbild)

Warnung vor Fahrten durch den Wald

Der Verkehr auf den Straßen könne durch die Wind-Verhältnisse extrem beeinflusst werden. Jung warnt: "Fahrten in Wälder sollte man ab heute Abend meiden. Auch LKW-Fahrten sollten ab heute Nacht unterbleiben bzw. LKWs sollten die Rastplätze anfahren. Der starke Seitenwind, besonders auf Brücken, ist extrem gefährlich." Zudem sei auch im Bahn- und Flugverkehr mit Behinderungen zu rechnen.

Dieses Wettergeschehen schließe sich an die Zufuhr subtropischer Luft an, denen die Mitte und der Süden Deutschland die Rückkehr des Sommers verdanke. Allerdings trübt Regen das Gesamtbild.

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Die Aussichten für die kommenden Tage

  • Donnerstag: Sturmböen bis hin zu orkanartigen Böen. Viele Wolken und Regen, die Temperaturen gehen im Tagesverlauf nach unten. 13 bis 18 Grad
  • Freitag: Im Norden noch Wind und Regenwolken, nach Süden schon schöner mit Sonne, neun bis 15 Grad
  • Samstag: Mix aus Sonne und Wolken, neun bis 14 Grad
  • Sonntag: Nach Nebel und Dunst meist freundlich und Höchstwerte um acht bis 14 Grad
  • Montag: Acht bis 13 Grad, ein Wechsel aus Sonne und Wolken, teilweise Nebel und Dunst, meist trocken
  • Dienstag: Acht bis 14 Grad, wechselnd bewölkt, teils Nebel, teils Dunst, stellenweise Sonnenschein

(dpa/hau)

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