Väterchen Frost wandert von Russland aus langsam nach Deutschland. Während es im Südwesten Deutschlands noch einmal ein wenig wärmer wird, so kühlt vor allem der Osten des Landes deutlich ab. Niedrige Temperaturen in Bodennähe können zur Glättebildung auf den Straßen führen.

Nach einem grauen, kühlen Wochenende nähert sich aus Osteuropa winterliche Luft. Da im Westen Europas ein Tiefdruckgebiet vorherrscht, wird nur Ostdeutschland von den kühlen Temperaturen erfasst. In Berlin sinken die Temperaturen Richtung Wochenende auf bis zu 5 Grad ab. Das Gegenteil ist im Südwesten der Fall, wo milde Luft aus Südeuropa dafür sorgt, dass es zum Wochenende nicht kälter, sondern sogar etwas wärmer wird. Bis zu 15 Grad im Schatten können regional erwartet werden.

Bereits heute Morgen lagen die Frühwerte in zwei Metern Höhe stellenweise bei minus 3 Grad, direkt über dem Erdboden wurden minus 5 Grad gemessen. Dadurch wurde es in Verbindung mit dem teils dichten Nebel regional gefährlich glatt auf den Straßen. Auch in den kommenden Nächten kann sich dies wiederholen, weshalb Autofahrern zur Vorsicht geraten wird.

Unsichere Wetterlage macht Vorhersagen ungenau

Heute erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) im Westen und Südwesten Deutschlands zweitweise Regen und vereinzelte Schauer. In Alpennähe herrscht morgens meist dichter Nebel. Im Norden und im Osten dagegen ist es sonnig, aber kalt. Am Abend geht der Regen oberhalb von 1.000 Höhenmetern in Schnee über und auf den Straßen wird es wieder rutschig.

"Wenn sich so unterschiedlich temperierte Luftmassen gegenüber stehen, dann deutet das in der Regel auf eine eher unsichere Wetterlage hin", erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal "wetter.net". Es sei möglich, dass sich die kühle Luft doch über ganz Deutschland ausbreitet, ebenso kann es passieren, dass sich die milde Luft aus dem Südwesten sich bis zum Osten vorarbeitet. Aber eines ist für Jung sicher: Am kommenden Wochenende seien keine Niederschläge in Sicht, da Deutschland unter Hochdruckeinfluss gelangen werde.

Das Wetter in der kommenden Woche:

Montag: 5 bis 12 Grad; im Norden und Osten teils aufgelockert bewölkt, sonst überwiegend Wolken. Im Westen und Südwesten fällt regional schauerartiger Regen.

Dienstag: Bei Temperaturen von 5 bis 11 Grad bleibt es meist stark bewölkt. Nur im Südwesten muss mit leichtem, anhaltendem Regen gerechnet werden.

Mittwoch: Im Südwesten und an den Alpen lockern die Wolken stark auf, die Temperaturen bewegen sich zwischen 4 und 10 Grad.

Donnerstag: Vor allem im Westen und Süden kann sich zeitweise die Sonne durchsetzen. Die Temperaturen schwanken zwischen 4 und 11 Grad.

Freitag: In der Nacht auf Freitag bleibt es neblig, an den Alpen und im Westen kann sich der Nebel auflockern. Die Temperaturen sinken auf 1 bis 7 Grad.

Jetzt an Winterreifen denken

In der kommenden Woche muss mit Bodenfrost und überfrierender Nässe auf den Straßen gerechnet werden. Vor allem Pendler und Frühaufsteher müssen besonders vorsichtig sein, denn gerade frühmorgens können Straßen gefährlich glatt sein. Jung empfiehlt, vor allem in diesen Stunden besonders vorsichtig zu fahren. Und: Wer jetzt noch mit Sommerreifen fährt, für den wird es höchste Zeit, die Winterpneus aufzuziehen.