Nicht richtig entsorgte Antibiotika tragen dazu bei, dass Krankheitserreger so mutieren, dass ihnen die bestehenden Medikatmenten nichts anhaben können. So werden Krankheiten, die heute als harmlos gelten, wieder gefährlich. Darum sollte auf eine sachgerechte Entsorgung geachtet werden.

Antibiotika sollten immer so lange eingenommen werden wie vom Arzt verordnet. Reste können Patienten über den Hausmüll entsorgen, wenn dieser für Kinder nicht frei zugänglich ist.

So werden die Medikamente in der Regel rückstandslos verbrannt, erklärt die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände in ihrer Zeitschrift "Neue Apotheken Illustrierte" (Ausgabe 15. Dezember 2017).

Spült jemand die Tabletten dagegen in der Toilette oder im Waschbecken herunter, gelangen sie in die Umwelt und fördern Resistenzen.

Antibiotika nicht aufheben

Für die nächste Infektion aufheben oder an andere weitergeben darf man Antibiotika nicht. Manche Apotheken nehmen übrig gebliebene Arzneimittel auch zurück und entsorgen sie für den Patienten.

In vielen Gemeinden gibt es zudem Recyclinghöfe oder mobile Schadstoff-Sammelstellen, an denen man Medikamente abgeben kann.

Auf einer Internetseite kann jeder selbst nachsehen, welche Entsorgungsmethode für den eigenen Landkreis empfohlen wird.  © dpa