Obst und Gemüse: Ernährungsexperten empfehlen sie. Doch es gibt noch ganz andere gesundheitsfördernde Speisen. Wie wäre es mit Algen oder Hanf?

Als gesundheitsfördernd gelten beispielsweise Blütenpollen. Sie haben davon noch nichts gehört und denken, ich bin doch keine Biene? Aber tatsächlich: Blütenpollen lassen sich unter die verschiedensten Speisen mischen und gelten wegen ihres Gehaltes an Eiweiß, an verschiedenen Aminosäuren und an Vitamin B als ideales Nahrungsergänzungsmittel. Eine positive Wirkung sollen Blütenpollen auf die inneren Funktionen des Körpers und des Nervensystems haben.

Tofu und Sojasprossen gibt es heute in fast jedem Supermarkt zu kaufen. Aber Miso? Es handelt sich dabei um eine Sojavariante, die als Würzpaste vor allem in Japan verwendet wird, zum Beispiel in Suppen. Vielleicht haben Sie ja schon mal in einem Teppanyaki Restaurant ein Misosüppchen als Vorspeise gekostet. Die wertvollen Inhaltsstoffe sind in dieser Sojavariante vergoren und damit leicht verdaulich. Durch seine Cholesterinarmut und seine geringe Menge an gesättigten Fettsäuren soll Soja dazu beitragen, das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu senken.

Gesundheitsfördernd soll auch Hanf sein. Sicher denken Sie jetzt an berauschende Haschplätzchen. Aber ganz im Ernst: Speisehanf ist ein gesundes Nahrungsmittel. Er enthält in großen Mengen mehrfach ungesättigte Fettsäuren, außerdem Kalzium und Magnesium. Der Eiweißgehalt der Wunderpflanze soll deutlich höher liegen als der von Soja... und vitaminreich ist sie noch dazu. Und wie verspeist man nun Hanf? Man kann ihn leicht gesalzen knabbern oder fürs Brotbacken verwenden. Mit kaltgepressten Hanföl lassen sich auch Salate, Suppen und Soßen verfeinern. Übrigens haben die modernen Hanfsorten, die in der EU angebaut werden dürfen, so gut wie keine berauschenden Inhaltsstoffe.

Gesundes aus dem Wasser: Das bieten Algen - egal, ob sie als Braunalgen, Rotalgen, Grünalgen oder Blaualgen daherkommen. Neben Mineralstoffen und Vitaminen hat dieses fettarme Nahrungsmittel auch Proteine und Ballaststoffe zu bieten. Es soll das Immunsystem stärken und sowohl antiviral als auch antibiotisch wirken. Und das ist doch eine gute Nachricht für alle Freunde der asiatischen Küche, die bei Sushi und Co. oft ganz nebenbei eine Portion Algen mit verspeisen.

Auch Aloe Vera ist eine gesundheitsfördernde Speise. Sie stutzen, weil Sie die Pflanze - in Cremes verarbeitet - in der Kosmetikabteilung vermuten? Aloe Vera kann in Getränken enthalten sein, aber auch als Dressing zum Salat oder als Beilage zu Gemüsegerichten serviert werden. Das Blattmark dieser Pflanzen ist reich an Vitaminen, Mineralsalzen, Aminosäuren, Enzymen und verdauungsfördernden Fermenten.

Außerdem taugen Pflanzen als gesundheitsfördernde Lebensmittel, die viele Gartenbesitzer als Unkraut bekämpfen, zum Beispiel die Brennnessel. Die Pflanze mit der schmerzerzeugenden Eigenschaft wird wegen ihres hohen Gehalts an Flavonoiden, Magnesium, Kalzium und Silizium so wie an Vitamin A und C geschätzt. Eisen und ein hoher Eiweißgehalt runden die Vielfalt guter Inhaltsstoffe ab. Klassische Zubereitungsweisen sind übrigens der "Brennnesselspinat", die Brennnesselsuppe oder der Brennnesselsalat. Keine Angst: Nach der Berührung mit dem Dressing sind die schmerzerzeugenden Nesselhaare zerstört!

Dem Kwas wird ebenfalls eine gesundheitsfördernde Wirkung zugeschrieben. Das alte russische Erfrischungsgetränk wird durch Gärung aus den Grundzutaten Wasser, Roggen und Malz gewonnen. Das Getränk ist auch unter dem Namen "Brottrunk" bekannt, weil es oft aus Brot oder Zwieback hergestellt wird. Durch die im Getränk enthaltenen Milchsäurebakterien hat es eine verdauungsfördernde Wirkung.