Jeder kennt es, keiner mag es: Wenn uns eine Situation unangenehm ist, dann färbt sich unsere Gesichtsfarbe in Sekundenschnelle purpurrot. Doch warum ist das so? Und was passiert dabei im Körper?

Manchmal ist Rot werden richtig gesund, in der Sauna beispielsweise. Denn die gute Durchblutung unseres Gesichtes sorgt dafür, dass sich unser Körper abkühlt und eine konstante Temperatur hält. In anderen Situationen aber ist der leuchtende Kopf einfach nur peinlich. Dann nämlich, wenn wir uns sowieso schon schämen.

Schuld am Erröten ist der Sympathikus-Nerv, den wir nicht willentlich steuern können. Er wird immer dann aktiv, wenn unsere Psyche in Stress gerät und gibt den feinen Äderchen in unserem Gesicht den Befehl, sich zu weiten. Diese transportieren dann mehr Blut – mit der für unsere Umgebung deutlich sichtbaren Folge: Ein knallroter Kopf.

Die körperliche Reaktion macht damit also schlichtweg unsere Emotionen sichtbar. Welchen Sinn das Erröten in unangenehmen Situationen hat, wissen Experten bis heute nicht. Eine verbreitete These ist, dass es sich dabei um einen Schutzmechanismus des Körpers handele, der den Menschen vor Ausschluss aus einer sozialen Gruppe bewahre.

Der rote Kopf sei für die Mitmenschen ein deutliches Signal, dass man sich seines Fehlers bewusst sei, so die Wissenschaftler.