Herzrhythmusstörungen, auch Arrhythmien genannt, können manchmal aus dem Nichts auftauchen. Wenn der Herzschlag plötzlich aussetzt oder das Herz zu rasen beginnt, ist das für die Betroffenen ein beklemmendes Gefühl. Herzrhythmusstörungen können harmlos sein, aber auch Hinweis auf eine ernsthafte Erkrankung. Hier erfahren Sie mehr über die Symptome.

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Wie äußern sich Herzrhythmusstörungen?

Herzrhythmusstörungen treten bei fast jedem Menschen einmal im Laufe des Lebens auf. Daher ist es sinnvoll die Anzeichen zu erkennen. Doch wie machen sich Herzrhythmusstörungen bemerkbar?

Bei manchen schlägt das Herz kurzzeitig zu schnell, nämlich mit mehr als 100 Schlägen in der Minute. Bei anderen schlägt es mit weniger als 60 Schlägen in der Minute hingegen zu langsam. Typische Symptome sind:

  • unregelmäßiger Herzschlag
  • deutlich spürbares Herzklopfen
  • Herzstolpern
  • Druck auf der Brust
  • Atemnot
  • Schwindel
  • Übelkeit
  • Nervosität
  • Schweißausbrüche
  • Müdigkeit
  • Verwirrtheit
  • Benommenheit bis hin zur Ohnmacht
  • Sehstörungen

Manchmal treten Herzrhythmusstörungen in Ruhephasen auf, manchmal beim Sport, manchmal durch Stress, manchmal abends im Bett. Das ist so weit nicht weiter bedrohlich, wenn die Herzrhythmusstörungen nur ab und zu auftreten.

Manche Betroffenen leiden jedoch regelmäßig oder unter starken Beschwerden. Kommt es beispielsweise immer wieder vor, dass die Herzrhythmusstörungen in Rückenlage oder beim Liegen auf der linken Seite auftreten, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Ebenso wenn Schwindel, Übelkeit oder Benommenheit hinzukommen. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn die Symptome bei Kindern auftreten.

Kommt zusätzlich zu den genannten Beschwerden bei einer Herzrhythmusstörung auch Husten hinzu, könnte eine Herzmuskelschwäche oder andere Erkrankung dahinterstecken. Auch wenn Sie öfter wegen der Herzrhythmusstörungen nachts aufwachen und durch die Beschwerden nicht wieder einschlafen können, ist der Besuch beim Arzt angeraten.

Wie erkennt man Herzrhythmusstörungen?

Viele fragen sich: Wenn man Herzrhythmusstörungen hat, wie fühlt sich das an? Denn die meisten Menschen bemerken gar nicht, dass das Herz kurzzeitig den Rhythmus gewechselt hat. Wie Sie Herzrhythmusstörungen erkennen können: Messen Sie Ihren Puls. Ein schneller oder unregelmäßiger Pulsschlag ist ein typischer Hinweis.

Auch ein Blutdruckgerät zeigt Herzrhythmusstörungen, da in den meisten Geräten ein Pulsmesser integriert ist. Im Internet ist außerdem ein Selbsttest möglich, um das Risiko für Herzrhythmusstörungen zu erfahren.

Nicht nur ältere Menschen können einen Herzinfarkt erleiden, es kann durchaus auch jüngere Menschen treffen. Oftmals ist der Grund eine lebensbedrohliche Erkrankung, die nur selten diagnostiziert wird. Was dahinter steckt - und wie man vorbeugen kann.

Auslöser von Herzrhythmusstörungen

Herzrhythmusstörungen, genau genommen das sogenannte Vorhofflimmern, zählen bei älteren Menschen zu den häufigsten Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Doch auch jüngere Menschen können unter den kurzen Aussetzern oder Beschleunigungen des Herzschlags leiden. Doch was verursacht Herzrhythmusstörungen? Körperliche Ursachen sind beispielsweise

  • eine bereits vorliegende Herz-Kreislauf-Erkrankung
  • ein Herzklappenfehler oder andere angeborene Herzfehler
  • eine Entzündung des Herzmuskels
  • erhöhter Blutdruck
  • eine Schilddrüsenüberfunktion
  • ein Mineralstoffmangel (Kaliummangel, Magnesiummangel)
  • eine Lungenerkrankung
  • Diabetes
  • Übergewicht

Warum entstehen Herzrhythmusstörungen auch bei niedrigem Blutdruck? Das kann manchmal ein Hinweis auf eine Herz-Kreislauf-Erkrankung sein und sollte ärztlich abgeklärt werden.

Doch auch abseits von körperlichen Ursachen gibt es äußerliche Faktoren, die Herzrhythmusstörungen begünstigen, zum Beispiel

  • Alkohol
  • Kaffee
  • Nikotin
  • Stress
  • Medikamente
  • seelische Belastung
  • Schlafmangel
  • üppige Mahlzeiten

Aber auch Medikamente wie Schilddrüsenhormone, Antidepressiva, Antibiotika, Cortison und Medikamente gegen Allergien oder Pilzbefall können die Arrhythmien auslösen, ebenso wie Entwässerungsmittel, die den Elektrolythaushalt aus dem Gleichgewicht bringen.

Wie gefährlich sind Herzrhythmusstörungen?

Prinzipiell sind Herzrhythmusstörungen nicht gefährlich, wenn sich der Herzschlag direkt wieder normalisiert. Arrhythmien treten bei fast allen Menschen hin und wieder auf und sind kein Grund zur Besorgnis, sofern sie keine weiteren Beschwerden verursachen und nicht regelmäßig vorkommen. Ab wann Herzrhythmusstörungen jedoch gefährlich werden können:

  • Wenn sie häufig auftreten
  • Wenn sie lange andauern
  • Wenn sie starke Beschwerden verursachen

Gefährliche Symptome bei Herzrhythmusstörungen sind beispielsweise Benommenheit, Ohnmacht, Übelkeit und ein starker Druck auf der Brust. Dann sollte dringend ein Arzt aufgesucht werden.

Früherkennung: Welche Untersuchung ist ab welchem Alter wichtig?

Herzrhythmusstörungen: Was tun?

Am besten ist es Ruhe zu bewahren, denn normalerweise können Herzrhythmusstörungen wieder von alleine weggehen. Gibt es durch die Beschwerden keine Beeinträchtigung der Lebensqualität, besteht also kein Handlungsbedarf bei Herzrhythmusstörungen.

Aber wann muss ich zum Arzt und eine Behandlung durchführen lassen? Das hängt ganz von Häufigkeit und Intensität der Beschwerden ab. Grundsätzlich gilt: Verspüren Betroffene sehr häufig die unangenehmen Arrhythmien und treten außerdem die oben genannten Symptome auf, sollte unbedingt der Rat eines Arztes gesucht werden. Wie die Behandlung letztendlich aussieht, richtet sich ganz nach der Ursache.

Verwendete Quellen:

  • Deutsches Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung e. V.
Die Informationen in diesem Artikel ersetzen keine persönliche Beratung und Behandlung durch einen Arzt.