Schmerzen in den Ohren können ganz schön unangenehm sein: Stechen, Pochen, Schwindel – selbst bei leichten Ohrenschmerzen ist der Leidensdruck hoch. Bei Kindern hat in den meisten Fällen eine Mittelohrentzündung an den störenden Symptomen Schuld. Bei Erwachsenen entstehen Ohrenschmerzen hingegen oft durch Infekte, Luftzüge, Erkältungen sowie die übermäßige Nutzung von Ohrenstäbchen – denn diese entfernen schützendes Ohrenschmalz, was dazu führt, dass Bakterien sich einnisten und vermehren können. Bei Ohrenschmerzen müssen Sie jedoch nicht unbedingt sofort zu chemischen Medikamenten greifen: In den meisten Fällen sind Hausmittel bei Ohrenschmerzen ebenso wirkungsvoll – und obendrein viel gesünder.

So lassen Sie sich vom Brennen im Magen nicht mehr den Tag vermiesen.

Ein Kamillendampfbad als Mittel gegen Ohrenschmerzen

Kamille ist eine vielseitig wirksame Heilpflanze – sie lindert neben Übelkeit und Halsschmerzen auch zuverlässig Ohrenschmerzen. Grund dafür sind die in Kamille enthaltenen ätherischen Öle, die schmerzlindernd, wundheilend und beruhigend auf unseren Körper wirken. Alpha-Bisabolol und Chamazulen heißen die Wirkstoffe der Kamille, die auch Krämpfe lösen.

So bereiten Sie Ihr Kamillendampfbad ganz einfach zu: Nehmen Sie zwei Esslöffel Kamillenblüten und geben Sie diese in kochendes Wasser. Lassen Sie den Sud etwa fünf Minuten köcheln, bevor Sie mit der Anwendung beginnen – so können sich die ätherischen Öle schön freisetzen.

Anschließend halten Sie das schmerzende, entzündete Ohr über den Dampf – verweilen Sie so mindestens fünf Minuten, damit dieses Hausmittel gegen Ohrenschmerzen optimal wirken kann. Wiederholen Sie das Kamillendampfbad ruhig mehrmals täglich.

Zwiebeln gegen Ohrenschmerzen: Ein Hausmittel seit Generationen

Die Chancen stehen gut, dass schon Ihre Ururgroßmutter um die heilende Wirkung von Zwiebeln bei Ohrenschmerzen wusste. Die Zwiebeln werden nicht etwa verzehrt, sondern als warme Auflage genutzt – denn der Dampf der warmen Zwiebeln zieht ins Ohr und entfaltet dort eine keim- und entzündungshemmende Wirkung, die die angeschwollene und gereizte Haut im Gehörgang abschwellen lässt.

Umfragen haben ergeben: Schönes, volles und starkes Haar verleiht Sicherheit – man fühlt sich jung, dynamisch und wird auch von der Umwelt so wahrgenommen.

So bereiten Sie Ihre warme Zwiebelauflage, auch Zwiebelsäckchen genannt, zu: Nehmen Sie eine Zwiebel, zerhacken Sie diese in kleine Stückchen und dünsten sie sie ohne Fett kurz an. Dann geben Sie den Zwiebelbrei in ein Taschentuch oder ein anderes dünnes Stück Stoff und legen sich mit dem entzündeten Ohr darauf.

Alternativ können Sie das Zwiebelsäckchen auch mit einem Stirnband oder einer eng anliegenden Mütze am Ohr befestigen. Lassen Sie die Zwiebeln solange einwirken, bis sie kalt sind, damit möglichst viele antibakterielle und entzündungshemmende Wirkstoffe dieses Mittels gegen Ohrenschmerzen an die entzündeten Stellen gelangen.

Knoblauch als Hausmittel gegen Ohrenschmerzen

Meistens helfen Ihrem Darm ganz einfache Hausmittel.

Zu den natürlichen pflanzlichen Heilmitteln bei Ohrenschmerzen gehört auch Knoblauch: Durch seine lokal antibakterielle Wirkung hilft dieser ganz gezielt gegen Ohrenschmerzen, die durch bakterielle Entzündungen entstanden sind.

Träufeln Sie den Saft einer frischen Knoblauchzehe einfach auf einen Wattebausch und stecken Sie sich diesen in die Ohrmuschel. Hinweis: Wenden Sie bei Ohrenschmerzen dieses Hausmittel nur an, wenn Sie ein intaktes Trommelfell haben.

Wohltuende Wärme hilft gegen Ohrenschmerzen

Besonders bei Mittelohrentzündungen hat sich Wärme als ein angenehmes Hausmittel gegen Ohrenschmerzen erwiesen. Wärme können Sie sowohl mit einer Infrarotlampe als auch mit Dampfbädern oder Kirschkernkissen übertragen.

Die Wärme sorgt für eine bessere Durchblutung, die wiederum die Schmerzen lindern und die Heilung beschleunigen kann. Achten Sie jedoch darauf, dass das Ohr nicht zu heiß wird, ansonsten kann es schnell zu Verbrennungen oder anderen unangenehmen Hautreizungen kommen.

Das wichtigste Mittel gegen Ohrenschmerzen ist das Vorbeugen

Wenn Sie häufig ins Schwimmbad gehen, kennen Sie es wahrscheinlich: Das mit Chlor versetzte Wasser weicht die Haut des Gehörgangs auf und lässt somit die schützende Fettschicht schwinden. Das führt dazu, dass schon ein Luftzug reichen kann, um eine Ohrentzündung mit fiesen Ohrenschmerzen herbeizuführen.

Um dies zu verhindern, gibt es einen ganz einfachen Trick: Spülen Sie Ihre Ohren nach dem Schwimmen, Baden oder Duschen mit warmen Leitungswasser aus und geben Sie anschließend einen Tropfen Babyöl hinein – das schonende Öl sorgt dafür, dass die Fettschicht erhalten bleibt, und verhindert so die Entstehung einer Entzündung durch Kälte und/oder Bakterien.

Spüren Sie bereits die Anfänge einer Entzündung, hilft folgendes Hausmittel gegen Ohrenschmerzen: Mischen Sie Wasser und Essig im Verhältnis 10:1 und geben Sie ein bis zwei Tropfen davon in Ihre Ohren. Der Essig wirkt zum einen antibakteriell und zum anderen wundheilend, was die beginnenden Symptome sofort abschwächen und dafür sorgen kann, dass die Ohrenschmerzen fernbleiben.  © 1&1 Mail & Media