In den nasskalten Monaten des Jahres ist die Gefahr an Grippe zu erkranken am größten. Hier finden Sie Informationen rund um die Influenza, ihre Ursachen, die Diagnose, Behandlung und wie Sie sich am besten schützen können.

Weitere Informationen zur Influenza und der Grippewelle

Was ist die Influenza?

Viele Menschen verwechseln die Grippe, oder auch Influenza, oftmals mit einer Erkältung. Die Grippe ist eine akute Erkrankung der Atemwege und kann mitunter auch lebensbedrohlich werden. Ausgelöst wird die Influenza durch sogenannte Grippeviren. Erkältungen oder grippale Infekte werden von anderen Erregern verursacht und können ähnliche Symptome hervorrufen. Bei den Influenza-Viren werden verschiedene Typen unterschieden (A,B,C). Die Viren sind weltweit verbreitet und sehr anpassungsfähig.

Wie werden die Grippeviren übertragen?

Die Grippe ist ansteckend und zählt zu den Tröpfcheninfektionen. Beim Husten, Niesen oder selbst Sprechen werden kleinste, virushaltige Tröpfchen vom Erkrankten über die Luft übertragen und können von umstehenden Personen eingeatmet werden. Auch über Körperkontakt, beispielsweise beim Händeschütteln, wird die Influenza übertragen. Werden danach Nase oder Mund berührt, können die Grippeviren in die Schleimhäute eindringen. Das Grippevirus kann außerhalb des Körpers mehrere Stunden überleben, auch niedrige Temperaturen zerstören das Virus nicht.

Mit welchen Symptomen macht sich die Grippe bemerkbar?

Die Symptome einer Grippe können unterschiedlich schwer ausfallen. Bei manchen Menschen zeigen sich auch nur leichte bis gar keine Beschwerden. Eine Influenza kann allerdings auch mit schweren Krankheitsverläufen einhergehen, die im schlimmsten Fall zum Tod führen können. Laut Weltgesundheitsorganisation WHO verläuft die Infektion mit der Grippe in 80 Prozent aller Fälle unbemerkt oder wird als leichte Erkältungskrankheit wahrgenommen. Bei den übrigen 20 Prozent der Betroffenen nimmt die Krankheit einen schwereren Verlauf.

Typische Krankheitsanzeichen sind:

  • Plötzlich einsetzendes Krankheitsgefühl
  • Fieber
  • Halsschmerzen
  • Trockener Husten
  • Schüttelfrost
  • Tränende Augen
  • Schnupfen
  • Muskel-, Kopf- und Gliederschmerzen

Die Erkrankten fühlen sich meist auch schwach und ermattet.

Wie funktioniert die Früherkennung und Diagnose?

Um eine Grippe von einem grippalen Infekt zu unterscheiden, kontrolliert ein Arzt in der Regel die typischen Krankheitssymptome. Um Gewissheit zu bekommen, kann auch eine Blutprobe entnommen werden. Bei konkretem Verdacht auf Influenza kann auch ein Nasen- oder Rachenabstrich erfolgen, der mithilfe eines Schnelltests Grippeviren nachweisen kann.

Wann bricht die Krankheit aus und wie lange ist man ansteckend?

Die Inkubationszeit der Grippe beträgt in der Regel ein bis zwei Tage. Nach diesem Zeitraum treten erste Symptome auf. Erkrankte sind bereits am Tag vor Beginn der Beschwerden bis etwa eine Woche nach Auftreten der ersten Beschwerden ansteckend. Bei Kindern und Menschen mit geschwächtem Immunsystem können auch nach einem längeren Zeitraum noch Erreger nachweisbar sein.

Risikogruppen für Grippeviren

Schwangere, Senioren, Menschen mit geschwächtem Immunsystem und chronisch Kranke zählen zur Risikogruppe. Sie haben ein höheres Risiko an Grippe und erkranken oder die Influenza kann einen schwereren Verlauf nehmen. Auch medizinisches Personal hat ein höheres Risiko für eine Infektion. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung empfiehlt besonders gefährdeten Menschen, eine Grippeschutzimpfung wahrzunehmen.

Was muss ich während der Erkrankung beachten?

  • Vermeiden Sie so weit wie möglich den Kontakt zu anderen Personen, insbesondere Säuglingen oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem
  • Ausreichend trinken
  • Halten Sie Bettruhe und schonen Sie sich
  • Vermeiden Sie es, Ihre Schleimhäute an Mund, Nase und Augen zu berühren
  • Lüften Sie regelmäßig und wechseln Sie regelmäßig Kleidung und Bettwäsche
  • Waschen Sie sich regelmäßig die Hände mit Wasser und Seife

Wie wird die Influenza behandelt?

Bei einer Grippe sollten sich Betroffene schonen und Bettruhe einhalten. Bei Husten und Schnupfen empfehlen Ärzte darüber hinaus das Inhalieren mit Salzwasser. Schmerzen lassen sich mit Schmerzmitteln lindern. Um bei Fieber den Flüssigkeitshaushalt stabil zu halten sollten Erkrankte viel Wasser oder ungesüßten Kräutertee trinken. Ob eine weitere medikamentöse Behandlung notwendig ist, sollte immer mit dem behandelnden Arzt abgeklärt werden.

Wie kann ich mich vor der Grippe schützen?

Der beste Schutz gegen eine Grippeinfektion ist regelmäßiges Händewaschen sowie eine Grippeimpfung. Diese wird einmal jährlich, idealerweise im Oktober oder November, in den Oberarm gespritzt. Der Wirkstoff der Impfung wird jährlich überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung besonders für:

  • Menschen über 60
  • Kinder und Jugendliche mit erhöhter Gefährdung durch Vorerkrankungen, etwa aufgrund einer Stoffwechselerkrankung
  • Medizinisches Personal
  • Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel

Viele Unternehmen bieten auch jährliche Impftermine für Mitarbeiter vor Ort an.

Diese Tipps helfen gegen Erkältung im Herbst

Herbstzeit bedeutet häufig auch Erkältungszeit. Doch das muss nicht so sein! Diese Tipps helfen, um gesund durch den Herbst zu kommen.