In Deutschland sind fast sieben Millionen Menschen an Diabetes mellitus erkrankt. Die meisten davon leiden unter dem Diabetes Typ 2 – und der wäre in vielen Fällen zu verhindern gewesen.

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Kinder, Eltern und Senioren: Jeden kann die chronische Stoffwechselerkrankung Diabetes mellitus treffen. Besonders weit verbreitet ist der Diabetes Typ 2.

Laut der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) leiden etwa 95 Prozent der aktuell an Diabetes mellitus erkrankten Menschen unter diesem Typ.

Regelmäßige Bewegung senkt Erkrankungsrisiko

Die häufigste Ursache: starkes Übergewicht und mangelnde Bewegung. "Übergewicht ist der wichtigste Risikofaktor für die Entstehung von Diabetes mellitus Typ 2", so Barbara Bitzer, Geschäftsführerin der Deutschen Diabetes Gesellschaft.

"Mit einer Änderung des Lebensstils, das heißt einer kalorienverminderten, gesunden Ernährung und ausreichend Bewegung, kann es Diabetes-Patienten gelingen, die Stoffwechselerkrankung auch ohne Medikamente in den Griff zu bekommen."

Auch bei Menschen mit Prädiabetes halbiere sich das Risiko, tatsächlich zu erkranken, wenn sie regelmäßig Sport treiben und sich gesund und ausgewogen ernähren.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt pro Woche mindestens 2,5 Stunden mäßig anstrengendes Ausdauertraining sowie an mindestens zwei Tagen in der Woche muskelkräftigende Sportaktivitäten auszuüben.

Diese Empfehlung gilt übrigens auch für Menschen, die bereits am Typ-2-Diabetes erkrankt sind. Denn regelmäßiger Sport trägt dazu dabei, ihre Blutzucker-, Blutdruck- und Blutfettwerte zu verbessern.

Doch welche Formen von Diabetes mellitus gibt es eigentlich und wie sind ihre Symptome? Wir klären auf.

Wer sich nicht nur von Tofu-Schnitzeln und Sojamilch ernähren will, sollte sich die folgenden Helfer in die Küche holen.

Formen von Diabetes mellitus

Diabetes mellitus ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, die zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel führt. Oft entsteht die Krankheit schleichend und ohne auffällige Beschwerden.

Später treten Symptome wie starker Durst, häufiges Wasserlassen, Heißhunger und Juckreiz auf. Viele Betroffene fühlen sich außerdem abgeschlagen und sind anfälliger für Infekte.

Man unterscheidet im Wesentlichen zwei Arten von Diabetes mellitus: den eher seltenen Diabetes Typ 1 und den sehr häufig auftretenden Diabetes Typ 2.

Außerdem gibt es noch Sonderformen wie den sogenannten Schwangerschaftsdiabetes sowie die Vorstufe von Diabetes, auch Prädiabetes genannt.

Diabetes Typ 1

Beim Typ-1-Diabetes handelt es sich um eine Autoimmunkrankheit, bei der sich das körpereigene Immunsystem gegen die Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse richtet und diese zerstört. Daraus resultiert ein Insulinmangel.

Um den erhöhten Blutzuckerspiegel zu behandeln, müssen Betroffene oft ihr Leben lang Insulin spritzen. Der Diabetes Typ 1 entsteht häufig bei jüngeren Menschen. Seine Symptome sind wesentlich ausgeprägter als beim Typ-2-Diabetes.

Diabetes Typ 2

Der Typ-2-Diabetes ist die häufigste Form der sogenannten Zuckerkrankheit. Früher waren in erster Linie ältere Menschen davon betroffen, inzwischen leiden aber auch immer mehr jüngere Menschen an der chronischen Stoffwechselkrankheit.

Viele Betroffene haben anfangs so geringe Symptome, dass der Typ-2-Diabetes oft erst sehr spät erkannt wird und bereits Folgeschäden hinterlassen hat.

Bei dieser Diabetesform ist der Zuckerspiegel im Blut aufgrund einer Insulinresistenz erhöht. Ein einfacher Bluttest auf Glukose gibt Aufschluss darüber, ob tatsächlich ein Diabetes mellitus vorliegt.

Schwangerschaftsdiabetes

Vier von 100 werdende Mütter entwickeln einen Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes), Tendenz steigend. Dieser tritt ab der 20. Schwangerschaftswoche auf und verschwindet nach der Geburt meistens wieder von selbst.

Dennoch muss er behandelt werden, da sich der Diabetes sonst negativ auf das ungeborene Kind auswirken kann.

Prädiabetes

Prädiabetes ist die Vorstufe der Zuckerkrankheit. Das bedeutet, dass die Zuckerwerte im Blut zu hoch sind, aber noch kein Diabetes vorliegt. Durch einen gesunden Lebensstil, eine ausgewogene Ernährung und viel Bewegung lassen sich die schlechten Werte in vielen Fällen normalisieren.

Allerdings kann auch ein Prädiabetes schon der Gesundheit schaden.

Verwendete Quellen:

  • Quelle 1: Deutsche Diabetes Gesellschaft: Mehr als die Hälfte der Deutschen bewegt sich kaum oder gar nicht - Regelmäßige körperliche Aktivität senkt das Erkrankungs- und Sterblichkeitsrisiko von Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Quelle 2: Deutsche Diabetes Gesellschaft: Adipositas ist stärkster Risikofaktor für Typ-2-Diabetes - Fachgesellschaften fordern verhältnispräventive Maßnahmen gegen Übergewicht
  • Quelle 3: Diabetes Ratgeber: Symptome: Anzeichen für einen Diabetes
  • Quelle 4: Onmeda.de: Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes)
  • Quelle 5: Diabetes Ratgeber: Was ist ein Prädiabetes?
Die Informationen in diesem Artikel ersetzen keine persönliche Beratung und Behandlung durch einen Arzt.
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