Tour de France? Da geht's doch um Radsport! Das ist grundsätzlich richtig, aber diesen Begriff hatten die Veranstalter des legendären Radrennens nicht immer exklusiv für sich. Zwischen 1899 und 1986 fand nämlich ein gleichnamiges Autorennen statt, das das Teilnehmerfeld quer durch Frankreich führte. Ähnlich wie bei der Mille Miglia, nur aufgeteilt in Etappen, rasten die Fahrer bei der Tour de France über öffentliche, wenn auch abgesperrte Straßen. Anfangs waren sie vor allem in GT-Rennwagen unterwegs, später in ultraschnellen Sport-Prototypen und am Ende nahmen in erster Linie Rallyefahrerinnen und -fahrer sowie entsprechende Autos teil.

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Video: Erster Check: Ferrari Roma Spider

Eine der erfolgreichsten Marken bei der Tour de France war Ferrari. Die Scuderia dominierte das Rennen in den Fünfziger- und Sechzigerjahren; zwischen 1957 und 1964 gewannen die Italiener sogar achtmal in Folge die GT-Klasse. Nun erinnert der Hersteller an diese glorreiche Zeit mit einem One-Off-Modell, das in der hauseigenen Individualisierungsabteilung Tailor Made erdacht wurde. Als Basis dient dabei das aktuelle Einstiegsmodell der Italiener – der Ferrari Roma, den wir im Video in seiner offenen Spider-Version vorstellen.

Trikolore auf blauem Untergrund

Das Frankreich-Thema wird plakativ durch die Farbgebung symbolisiert. Das Coupé trägt eine satte blaue Lackierung, wobei sich die französische Trikolore über das gesamte Auto zieht: Die Nationalfarben Frankreichs – ein dunkleres Blau, Weiß und Rot – sind auf der Motorhaube, am Dach und auf der Heckklappe präsent. Als optisches Gimmick verlaufen im weißen Bereich weitere dünnere Streifen in den beiden anderen Farben über den Ferrari Roma. An dessen vorderen Kotflügeln prangt zudem die Startnummer "4". Damit holte Jean-Claude Andruet 1982 den letzten Sieg für Ferrari bei der Tour de France für Automobile – mit einem hellblauen 308 GTB.

Innen setzt sich das Farbschema fort – und zwar auf ungewöhnliche Weise. Während der Sitz auf der Fahrerseite in Leder der italienischen Marke Poltrona Frau gehüllt ist, das den Farbton Karmesinrot aufweist, erstrahlt das Pendant rechts in dunklem Nachtblau. In den Fußräumen liegen jeweils farblich passende Teppiche aus, während die Zwölf-Uhr-Markierung am Lenkrad ebenfalls die französischen Nationalfarben präsentiert. Ungewöhnlich für einen Ferrari Roma ist zudem der mit Holz beschlagene Bereich auf der Mittelkonsole.

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Technik wohl unverändert

Der Rest des Autos sieht serienmäßig aus; die 20-Zoll-Leichtmetallfelgen und die Bremsanlage mit gelben Sätteln sind auch für den regulären Ferrari Roma erhältlich. Über Änderungen an der Technik ist ebenfalls nichts bekannt. Unter der Fronthaube dürfte also weiterhin der bekannte Biturbo-V8 mit 3,9 Litern Hubraum, 620 PS und maximal 760 Newtonmetern sein Tagwerk verrichten. Damit beschleunigt der Italiener in 3,5 Sekunden von null auf Hundert und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 320 km/h. Auch der Kaufpreis des Einzelstücks bleibt vorerst im Dunkeln.  © auto motor und sport

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