Das europäische Raumfahrtunternehmen Arianespace verliert nach 14 erfolgreichen Starts der Trägerrakete Vega das unbemannte Flugobjekt und muss es zerstören.

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Eine europäische Trägerrakete ist kurz nach ihrem Start vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana von ihrem Kurs abgekommen und zerstört worden.

Nach dem Abheben der Vega-Rakete habe sich eine "schwerwiegende Anomalie" ereignet, die zum "Verlust der Mission" geführt habe, sagte Missionsleiterin Luce Fabreguettes in der Nacht auf Donnerstag in Kourou. Es ist der erste Fehlschlag einer Vega-Rakete nach 14 erfolgreichen Starts.

Spektakuläres Video vom Start

Eine Videoübertragung zeigte, wie die Rakete rund zwei Minuten nach dem Start von ihrer Flugbahn abwich. Die Gründe für den Fehlschlag waren zunächst unklar. Allerdings war der Start zuvor zwei Mal wegen starker Winde verschoben worden.

Vega-Rakete kurz nach dem Fehlstart zerstört

Das europäische Raumfahrtunternehmen Arianespace verliert nach 14 erfolgreichen Starts der Trägerrakete Vega das unbemannte Flugobjekt und hat keine andere Wahl, als auf den Knopf zu drücken. © YouTube

Die Vega-Rakete sollte den Erdbeobachtungssatelliten FalconEye1 der Vereinigten Arabischen Emirate ins All bringen. Der rund 1.200 Kilo schwere Satellit, der Bilder für sowohl militärische als auch kommerzielle Zwecke liefern sollte, hätte auf einer Höhe von 611 Kilometern die Erde umfliegen sollen.

Fabreguettes entschuldigte sich im Namen von Arianespace beim Kunden für den Verlust seiner Ladung.

Die Vega-Rakete wurde von einem Konsortium von Airbus Defence ans Space sowie Thlaes Alenia Space entwickelt. Die leichte Trägerrakete wird seit dem Jahr 2012 eingesetzt. (hau/AFP)

Horizontal gezündet: Spektakulärer Raketentest

Das amerikanische Raumfahrtunternehmen Northrop Grumman hat in Utah einen spektakulären Raketentest durchgeführt – in der Horizontalen. Die Rakete hat eine Schubkraft von 900 Tonnen und kann 7,8 Tonnen Ladung ins All befördern.