Faszinierende Bilder unseres Planeten

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Wirbelstürme, Lichtermeere und Eiswüsten: Unsere Erde gewährt wunderschöne, faszinierende und auch bewegende Einblicke vor allem aus der Weltraum-Perspektive.

Die südpazifische Insel Henderson ist nicht so unberührt, wie sie scheint: Die Strömung treibt Unmengen an Plastikmüll aus den Ozeanen an die Ufer. Anlass für dieses Bild war der Tag der Erde am 22. April.
Dieses Bild zeigt die Ga'ara Senke, ein ovales Becken in der Nähe der Irak-Syrien Grenze. Es bildete sich aus wechselnden Schichten von Sandstein und Tonstein vor etwa 300 Millionen Jahren, als das Gebiet unter Wasser lag. Aufgenommen hat das Bild der US-Satellit "Landsat 8" im August 2017. Die NASA veröffentlichte es in dieser Woche. Es ist aber keine Echtfarbaufnahme. Für das Bild wurden Infrarot-Messungen mit solchen des grünen Anteils des sichtbaren Lichts zusammengefasst. Der Nasa zufolge sind dadurch sowohl Gesteinsarten als auch verschiedene Feuchtigkeitsgrade gut zu unterscheiden.
Eis und Schnee halten Amerika fest im Griff. Selbst aus dem All sieht der Schneesturm an der Ost-Küste der USA gewaltig aus. Der Geostationary Operational Environmental Satellite der NASA schoss dieses beeindruckende Foto.
Wo hier Städte beginnen und enden kann vermutlich nur an den Straßenschildern erkennen. Orange County, ein Bezirk im Süden des US-Bundesstaates Kalifornien, grenzt direkt an Los Angeles und gehört mit Städten wie Anaheim oder Santa Ana zu den einwohnerstärksten des Landes. Rechts im Bild erheben sich die Santa Ana Mountains.
Die Region rund um Neapel leuchtet nachts so hell wie kaum eine andere in Italien. Etwa drei Millionen Menschen leben hier und lassen die Landschaft für die Astronauten auf der ISS hell erstrahlen. Grünlich schimmern die alten Gaslaternen, während sie in anderen Gebieten schon durch gelbliche Natriumdampflampen ersetzt wurden. Der gelbe Fleck rechts oben ist das CIS, der größte Einzelhandels-Komplex Europas. Das schwarze Loch in der Mitte ist der Vesuv.
Der Winnipegsee in Kanada gehört zu den 15 größten der Welt und besticht in diesem Satellitenbild des Copernicus Sentinel-2 durch seine Türkistöne. Diese werden vom Algenwachstum hervorgerufen, das durch Dünge- und Waschmittel stark beschleunigt wird.
Sie ist einer der trockensten Orte der Welt: Die Salar de Atacama in Chile. Die ein oder andere Ecke gleicht der Marsoberfläche. Daher wurde sie schon des öfteren als Drehort für Szenen auf dem roten Planeten genutzt. Die ESA testete sogar einen selbstlenkenden Rover für den Mars in der Atacama. Rechts unten dominieren die geometrischen Formen großer Verdunstungsteiche den Salar de Atacama - Chiles größte Salzwüste.
Normalerweise liegen dicke Wolken über dem Amazonasgebiet und bringen reichlich Regen. In der Trockenzeit halten sich dagegen nur noch einzelne "Popcorn"-Wolkenfelder. Die entstehen aus dem Wasser, das die Bäume an die Luft abgeben. Diesen Prozess nennt man Transpiration. Durch die große Hitze steigt der Dampf nach oben und bildet die Wölkchen, die auf dem Bild des Sentinel-2A-Satelliten zu sehen sind.
Auch aus dem All lässt sich das Paradies noch erahnen: Fidschi mit seinen traumhaften Stränden, den hier gut sichtbaren Korallenriffen und dem türkis-blauen Meer. Wie lange die niedrig liegenden Inseln noch existieren, ist fraglich. Das Archipel ist durch den Klimawandel bedroht. Wie die Satelliten der ESA gemessen haben, macht der steigende Meeresspiegel sich hier deutlich bemerkbar.
Der Sentinel-3A Satellit der ESA schoss dieses Panorama des Südwestens Australiens. Vor allem links unten im Bild werden die Einflüsse des Menschen deutlich. Hier sieht man ein großes landwirtschaftlich dominiertes Gebiet, abrupt unterbrochen durch die Grenze von Wäldern und Nationalparks.
Wind sichtbar gemacht: Mithilfe der Daten aus NASA Satelliten konnten Wissenschaftler die verschiedenen Partikel in der Luft verfolgen und so diese Karte erstellen. Auffällig ist die gewaltige Wolke Sahara-Staub, die auf den Atlantik zieht. Ebenfalls gut zu erkennen: Die Hurrikanes auf den Ozeanen tragen Meersalz mit sich.
Das immense Wirtschaftswachstum in China verändert die Landschaft dramatisch. Vor 30 Jahren war diese Region der Shandong-Halbinsel noch ein ausgedehntes Watt, Heimatort von unzähligen Vogelarten. Heute gestaltet der Mensch die Landschaft. Der Satellit Landsat 8 knipste das Foto im September 2017.
Auch hier prägt der Mensch das Gelände. Doch ein Rückzugsort für die Natur ist in New York City geblieben. Umringt von Brooklyn, Queens und dem Flughafen befindet sich Jamaica Bay. Trotz des Fluglärms und durchrasenden Zügen, ist die Bucht ein Paradies für Vogelbeobachter oder Kajakfahrer.
Der Copernicus Sentinel-3A-Satellit führt uns über die Antarktische Halbinsel und das angrenzende Larsen-Schelfeis, von dem im Juli ein riesiger Eisberg abbrach (Mitte). Seitdem wird der Berg vom Wasser ständig hin und hergeschubst und stößt an das Eisschelf. Die Lücke scheint sich nun aber zu verbreitern. Wolken erscheinen auf dem Falschfarbenbild rosa, das Eis blau.
Im Osten Mexiko Citys: Das schachbrettartige Straßennetz der Stadt wird abrupt von den großen Fernstraßen zum Flughafen unterbrochen. Rechts im Bild des Kompsat-2 Satelliten sieht man den riesigen Stausee. Ursprünglich war das ganze Tal mit dem Wasser des Texcoco-Sees bedeckt. Im Laufe der Jahrhunderte wurden aber immer größere Teile trockengelegt. Heute ist der See vollständig verschwunden.
Der Nordenskiold-Gletscher auf Grönland (rechts im Bild) ist nur ein kleiner Teil der mächtigen Eisdecke auf der Insel. Doch der Klimawandel macht sich auch hier zu schaffen. Anhand von Satellitenbilder der ESA errechneten Wissenschaftler, dass Grönland in nur drei Jahren rund eine Billion Tonnen Eis verlor und damit 0,75 mm pro Jahr zum globalen Anstieg des Meeresspiegels beitrug.
Gut zwei Monate nach dem Abbruch eines gigantischen Eisbergs in der Antarktis hat sich in der Westantarktis im September wieder ein großer Eisbrocken gelöst. Der Eisberg hatte etwa die Fläche von Frankfurt. Der Landsat 8 Satellit der NASA ermöglichte dieses Foto, auf dem der Riss deutlich erkennbar ist. Zwei Tage nach der Aufnahme brach der Brocken ab.
Auch auf der Erde haben Touristen hier einen spektakulären Blick: Der Sand der Wüste trifft auf die Fluten des Flusses Tsauchab. Das suggerieren zumindest die bläulich-weißen Töne in der unteren Bildhälfte. Tatsächlich ist der Fluss auf dem Falschfarbenbild des koreanischen Kompsat-2 Satelliten aber ausgetrocknet.
Der Sentinel-2A Satellit zeigt uns die Inseln und Halbinseln des Irrawaddy Delta in Myanmar. Mit einer Länge von 2.200 Kilometern durchfließt der Irrawaddy das Land von Nord nach Süd bevor er im Golf von Martaban mündet. Der Fluss macht die Gegend sehr fruchtbar und schiebt das Delta durch Sedimentablagerungen jedes Jahr bis zu 60 Meter hinaus ins Meer.
Am 13. August 2017 fotografiert Astronaut Randy Bresnik die Bahamas von der ISS aus. In den sozialen Netzwerken schwärmt er: "Die Bahamas sind atemberaubend. Das leuchtende Türkis des Wassers ist absolut umwerfend."
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