• Wenn das Wasser des Baikalsees in Sibirien gefriert, ist das Eis außergewöhnlich klar.
  • Beobachter können dann im Inneren des Sees seltsame, weiße Blasen entdecken.
  • Dabei handelt es sich um gefrorene Methanblasen.

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Der Baikalsee in Sibirien ist vom Volumen her der größte, tiefste und älteste See der Welt. Über 20 Prozent des frischen Wassers unseres Planeten befindet sich dort. Er steht sogar auf der Liste der Unesco-Weltnaturerbestätten.

Methanblasen gefrieren beim Aufsteigen

Doch das ist noch längst nicht alles: Wenn es im Winter besonders kalt ist, können Beobachter seltsame, weiße Blasen im außergewöhnlich klaren Eis des Sees erkennen. Dabei handelt es sich um gefrorene Methanblasen.

Gefrorene Methanblasen.

Im Baikalsee lagern riesige Mengen an Methan, einem Treibhausgas. Es steigt sprudelnd aus den Tiefen des Sees an dessen Oberfläche. Im Winter gefrieren die Methanblasen, während sie aufsteigen, und sind durch das Eis zu sehen.

Methan im Baikalsee unbedenklich für das Klima - bislang

Bislang ist die Menge an Methan, welches aus dem See hervorsprudelt, unbedenklich für das Klima. Sollte allerdings einmal das komplette Methan freigesetzt werden, könnte das schwerwiegende Folgen haben.

Die Menge an Infrarotlicht, welches die Erdatmosphäre aufnimmt, könnte sich dann erhöhen. Dadurch würde die Durchschnittstemperatur des ganzen Planeten steigen.

Und was wird passieren, wenn es in der Region deutlich wärmer wird? Oder wenn der Wasserstand des Sees abnimmt? Diese Fragen können die Wissenschaftler noch nicht zufriedenstellend beantworten. (ff)

Verwendete Quelle:

  • Nasa: Astronomy Picture of the Day (2018 December 18)
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