• Große Trauer im Virunga-Nationalpark um die berühmte Gorilladame Ndakasi.
  • Sie starb in den Armen ihres Pflegers und lebenslangen Begleiters.
  • Der findet zum Abschied rührende Worte: "Ich bin stolz, sie meine Freundin genannt zu haben."

Mehr Themen zu Tier & Natur finden Sie hier

Es war eine Freundschaft fürs Leben. Nun hat der Virunga-Nationalpark in der Demokratischen Republik Kongo mit einem Abschiedsfoto bekannt gegeben: "In tiefer Trauer gibt Virunga den Tod der geliebten verwaisten Berggorilla-Dame Ndakasi bekannt", heißt es im Text dazu auf Instagram. Ndakasi habe "in den liebevollen Armen ihres Pflegers und lebenslangen Freundes Andre Bauma ihren letzten Atemzug getan".

Ranger hatten Ndakasi im April 2007 im Alter von zwei Monaten gefunden: Das Jungtier lag an den toten Körper der Mutter geklammert, die einige Stunden zuvor von Milizen erschossen worden war.

Andre Bauma, ein Pfleger im Nationalpark, kümmerte sich um das Gorillababy, es entstand eine besondere Nähe zwischen Tier und Mensch: "Nächtelang hielt Andre das Baby dicht bei sich und drückte ihren winzigen Körper an seine nackte Brust, um es zu wärmen und zu trösten", schreiben die Betreiber auf der Website des Nationalparks.

Gorilladame stirbt nach längerer Krankheit

Ndakasi sei nicht in der Lage gewesen, in die freie Wildbahn zurückzukehren, befand man im Nationalpark. Sie sei vom Verlust ihrer Familie traumatisiert gewesen. Mit anderen verwaisten Gorillas wurde sie mehr als 14 Jahre lang im Senkwekwe-Zentrums des Parks betreut - bis zum Tag des Abschieds.

Am 26. September starb Ndakasi. Sie litt laut Mitteilung des Nationalparks schon länger an einer Krankheit, die ihren Zustand rapide verschlechtert hatte.

Weltberühmt hatte die Gorilladame 2019 ein Selfie Baumas mit ihr gemacht. Ndakasi habe ihn mit ihrer verspielten Art jeden Tag zum Lachen gebracht, so Bauma nach ihrem Tod: "Es war Ndakasis süße Natur und Intelligenz, die mir half, die Verbindung zwischen Menschen und Menschenaffen zu verstehen und warum wir alles in unserer Macht Stehende tun sollten, um sie zu schützen", schreibt der Pfleger in einem Abschiedsgruß auf der Website des Parks.

"Ich bin stolz, Ndakasi meine Freundin genannt zu haben", äußerte sich Bauma weiter. "Ich liebte sie wie ein Kind und ihre fröhliche Art zauberte mir jedes Mal ein Lächeln ins Gesicht. Sie wird uns allen bei Virunga fehlen, aber wir sind für immer dankbar dafür, wie Ndakasi während ihrer Zeit bei Senkwekwe unser Leben bereichert hat."

Der Virunga-Nationalpark im Osten des Landes an der Grenze zu Uganda und Ruanda ist berühmt für die stark gefährdeten Berggorillas, die nur in diesen drei Ländern leben. Nach Angaben des WWF gibt es noch etwa 1.000 Berggorillas. (af)

Verwendete Quellen:

  • Virunga Nationalpark (Website und Instagram)
  • Material von dpa
gefährliche Tiere, Mücken, Schlagen, Gift, Stiche, Hai, Skorpion, Frosch
Bildergalerie starten

Die gefährlichsten Tiere der Welt

Sie glauben, der Weiße Hai zählt zu den gefährlichsten Tieren der Welt? Weit gefehlt! Denn in Wirklichkeit sind viele kleinere Tierchen, wie zum Beispiel die Stechmücke, weitaus gefährlicher als das Raubtier aus dem Meer. In manchen Fällen kann ein Mückenstich sogar tödlich enden ...