• Auch der renommierte Filmregisseur Quentin Tarantino hat nun öffentlich den Einfluss der Marvel-Blockbuster kritisiert.
  • In einem Podcast sagte er, dass die Filme Hollywood der Filmstars berauben würde.
  • Doch beschneiden die Marvel-Streifen den Raum zur Entfaltung für andere?

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Die lange Liste an erfolgreichen Regisseuren, die mit der Entwicklung der Filmbranche aufgrund des Marvel-Franchises zunehmend unzufrieden sind, ist um einen großen Namen reicher. Denn nun hat sich auch "Pulp Fiction"-Größe Quentin Tarantino gegen die Auswirkungen ausgesprochen, die seiner Meinung nach mit der erfolgreichen Reihe einhergehen. In einer neuen Ausgabe des "2 Bears, 1 Cave"-Podcasts bemängelte Tarantino, dass Marvel-Streifen Hollywood der Filmstars berauben würde – er benutzt dafür das Wort "Marvel-isierung."

"Ein Teil der Marvel-isierung Hollywoods ist, dass nun all diese Schauspieler berühmt dafür wurden, diese Figuren zu spielen. Aber sie sind keine Filmstars, richtig?" Seinen Gedankengang erklärt er näher am Beispiel von Chris Evans, der unlängst zum neuen "Sexiest Man Alive" ernannt wurde, sowie Chris Hemsworth: "Captain America ist der Star. Oder Thor ist der Star. Ich bin nicht der erste Mensch, der das sagt, es wurde wahrscheinlich schon eine Trillion Mal gesagt. Aber es sind diese Franchise-Charaktere, die zu Stars werden."

Tarantino: "Marvel-Filme scheinen das einzige zu sein, was gerade gemacht wird"

Tarantino betont, dass er die Marvel-Filme nicht "hasst". Er selbst sei als Kind großer Fan der Comics gewesen und wären diese Verfilmungen in seinen "20ern erschienen, wäre er verdammt froh darüber gewesen und hätte sie geliebt". Was ihn hingegen frustriere: "Sie scheinen das Einzige zu sein, was gerade gemacht wird. Und sie sind das Einzige, das anscheinend für Begeisterung bei der Fanbase und bei dem Studio, das sie macht, sorgt." Marvel-Filme und deren DC-Pendants ließen derzeit zu wenig Raum für andere Filme, bemängelt Tarantino.

Er ist mit seiner Kritik in illustrer Gesellschaft. Zu den zahlreichen Filmschaffenden, die sich öffentlich gegen die Überhandnahme von Marvel-Filmen geäußert haben, zählen unter anderem Ridley Scott, Francis Ford Coppola, Martin Scorsese, James Cameron, Jodie Foster und Tim Burton. Der Kritik-Konsens der Filmgrößen: Statt innovativer Filmkunst wird uninspirierte, immer gleiche Massenware geliefert. Zumindest die unzähligen Menschen, die noch immer reihenweise bei jedem neuen Marvel-Film ins Kino strömen, sehen das anders.  © 1&1 Mail & Media/spot on news

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Marvel startet Phase 5 seines Kino-Universums! In seinem dritten Solo-Abenteuer macht sich Scott Lang (Paul Rudd) zusammen mit Hope van Dyne / Wasp (Evangeline Lilly), Mentor Hank Pym (Michael Douglas) Janet van Dyne (Michelle Pfeiffer) und seiner Cassie (Kathryn Newton) auf den Weg zur Quantenebene. Der erste Teaser-Trailer gewährt zudem einen Blick auf den neuen Bösewicht: Jonathan Majors ist als Kang, der Eroberer zu sehen. "Ant-Man and the Wasp: Quantumania" startet am 15. Februar 2023 in den Kinos. (Teaserbild: Paul Rudd in "Ant-Man and the Wasp", imago images/Everett Collection)
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