• Ein 16-jähriger Brite wurde zu zwei Jahren Bewährungsstrafe verurteilt.
  • Er hatte im Alter von 13 Jahren aus dem Haus seiner Großmutter eine Neonazi-Zelle geleitet.
  • Zudem fiel er im Internet durch rassistische, antisemitische und homophobe Ansichten auf.

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Ein geständiger Neonazi, der als "Großbritanniens jüngster verurteilter Terrorist" bekannt geworden ist, hat eine zweijährige Bewährungsstrafe erhalten. Der Teenager, der zum Zeitpunkt der ersten Taten 13 Jahre alt war, hatte aus dem Haus seiner Großmutter in der Grafschaft Cornwall heraus eine Neonazi-Zelle geleitet und im Internet Terrorpropaganda verbreitet.

Einer Haftstrafe wegen Verbreitung und Besitzes von Terrormaterial entging der heute 16-Jährige nur knapp.

Richter Mark Dennis sagte bei der Online-Urteilsverkündung am Montag, eine Haft würde die laufenden Maßnahmen zur Resozialisierung des Jugendlichen untergraben. Jede Wiederholung werde aber eine "Spirale immer längerer Gefängnisstrafen" auslösen, warnte der Richter.

"Großbritanniens jüngster verurteilter Terrorist" war Anführer eines Terrornetzwerkes

Der Jugendliche hatte extremistisches Material angehäuft, darunter Bauanleitungen für Bomben und Molotow-Cocktails. In Internetforen fiel er mit rassistischen, antisemitischen und homophoben Ansichten auf. Schließlich stieg der Junge zum Anführer des britischen Ablegers des rechtsextremen Terrornetzwerks "Feuerkrieg Division" auf.

Eines der von ihm rekrutierten Mitglieder war ein verdeckter Ermittler - im Juli 2019 wurde das Haus der Großmutter durchsucht und der Jugendliche festgenommen. Im Verhör hatte der Teenager angegeben, keine extremistischen Ansichten zu haben, mit seinen Online-Kommentaren habe er nur cool erscheinen wollen. Allerdings räumte er mehrere Vorwürfe ein.

Häufig müssen in Großbritannien auch junge Leute für lange Zeit ins Gefängnis. So wurden etwa zu Jahresbeginn zwei Jugendliche wegen eines tödlichen Messerangriffs zu mindestens 22 Jahren Haft verurteilt. (dpa/ari)

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