Der monotone Arbeitsalltag war ihm anscheinend zu viel: Ein brandneuer Sicherheitsroboter hat sich in einem Washingtoner Bürogebäude selbst ein Ende gesetzt. Er plumpste in ein dekoratives Wasserbecken – Kurzschluss.

Der Roboter wurde als der "neue Sheriff in der Stadt" angekündigt, doch nun spotten Nutzer auf Twitter über das Gerät: "Uns wurden fliegende Autos versprochen, anstatt dessen bekamen wir suizidale Roboter."

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Wie die Webseite UPI.com berichtet, war der Sicherheitsroboter erst seit vergangener Woche im Einsatz. Das rundlich aussehende Modell K5 war von einer jungen Firma in der IT-Zentrale der Vereinigten Staaten, im Silicon Valley entwickelt worden.

Roboter schießt übers Ziel hinaus

Die Verwaltungsfirma des Bürokomplexes in der nordamerikanischen Hauptstadt ließ mitteilen, dass der Roboter Teil eines Pilotprogramms sei, an dem noch "fein justiert" werden müsse.

Das bemerkte auch Bilal Farooqui, der das Foto des hilflos in einem Wasserbecken liegenden Gerätes twitterte und dadurch auf der ganzen Welt für Lacher sorgte.

Der Twitter-Nutzer hat selbst nur rund 4.500 Follower, durch Retweets wurde das Bild aber mehrere hunderttausend Mal geteilt.

Die Verwaltung des Gebäudekomplexes gab ein eher trockenes Statement zu dem Vorfall ab. Das Ereignis verdeutliche, "wo noch Verbesserungen im Sicherheitssystem nötig sind, die wir umsetzen werden, um die Sicherheit der Mieter zu gewährleisten".

Man wolle jetzt genau untersuchen, wie sich das Robotermissgeschick ereignen konnte.

Menschen wurden dabei nicht verletzt. Um den Materialschaden wieder gut zu machen, sendete die Entwicklerfirma des Sicherheitsroboters schnell ein neues Modell des K5 an das Bürogebäude.

Sicherheitsroboter erkennt Kante nicht

Warum der Roboter in das Becken stürzte, ist mit einem Blick auf das Bild offensichtlich: Eine kleine Treppe führt ohne Absperrung direkt ins Wasser.

Wer etwa einen Saugroboter besitzt, der kann bestätigen: Die elektrischen Helfer sind meist nicht so klug wie verkauft und erkennen solche abschüssigen Höhenverhältnisse nicht.

Das scheint jedenfalls auch für hoch entwickelte Sicherheitsroboter zu gelten, wie der witzige Vorfall zeigt. (cf)  © 1&1 Mail & Media/ContentFleet