Wirbelstürme, Lichtermeere und Eiswüsten: Unsere Erde gewährt wunderschöne, faszinierende oder auch bewegende Einblicke vor allem aus der Weltraum-Perspektive.

Der Astronaut Tim Peake machte diesen Schnappschuss von London bei Mitternacht von der Internationalen Raumstation ISS aus. Dazu musste er nicht nur auf einen wolkenfreien Himmel hoffen, sondern seine 400 Kilometer von der Erde entfernte Kamera perfekt ausrichten: Durch die hohe Geschwindigkeit, mit der die Raumstation fliegt, blieben ihm nur wenige Augenblicke, um die Aufnahme festzuhalten.
Nach Kämpfen in Libyen Anfang Januar brannten einige Öltanks und Lagerhäuser in der Nähe von Sidra. Der Nasa-Satellit Aqua hat festgehalten, wie die schwarzen Wolken südöstlich über die Mittelmeerküste ziehen.
Dem NASA-Astronauten Scott Kelly bot sich dieser beeindruckende Anblick von der Internationalen Raumstation ISS aus: Auf der linken Seite leuchtet das dicht besiedelte Gebiet an den Ufern des Nils. Dadurch gleicht dieser eher einem Lava-Strom als einem Fluss.
Was hier wie ein wunderschöner Nebel aussieht, sind gefährliche Klimagase. Seit Kurzem sind Ein-Jahres-Daten des neuen Nasa-Klimasatelliten "OCO-2" verfügbar. Er macht in diesem Bild den weltweiten CO2-Ausstoß sichtbar. Kohlendioxid gilt als größter vom Menschen gemachter Antreiber des Klimawandels.
Das Bild, das mit Farbe nachbearbeitet wurde, zeigt den Süden Khartums im Sudan und ist eines der ersten von Sentinel-2A. Der Satellit ist erst seit kurzem im Orbit - fünf Tage später schoss er bereits dieses Foto. Es verdeutlicht durch die roten Stellen, wie sich die Vegetation über die Jahreszeiten verändert.
Die Gewässer des Atlantischen Ozeans sind jeden Frühling mit einer Fülle an Phytoplankton bevölkert, wie die grünen Stellen verdeutlichen. Phytoplankton sind pflanzenähnliche Organismen, die für den Kohlenstoffkreislauf wichtig sind und sogar Einfluss auf Wolken und Klima haben können.
Der tropische Wirbelsturm Chapala erreicht in der Früh des 3. November das Festland von Jemen. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 130 Kilometern pro Stunde ist er ein Sturm der Kategorie 1, vergleichbar mit einem Hurrikan. Sintflutartige Regenfälle ergossenen sich über die karge Landschaft. Am Abend hat der Sturm Überschwemmungen und Chaos zurückgelassen.
Anfang Oktober beschädigten schwere Regenfälle South Carolina. Die Fluten spülten Ablagerungen, Nährstoffe und aufgelöstes organisches Material in den Atlantischen Ozean. Das Satellitenbild zeigt, wie das abgeflossene Wasser vom Land mit den Strömungen des Ozeans zusammenspielt.
Auf der Insel Borneo in Südostasien wüten die schlimmsten Waldbrände seit fast zwei Jahrzehnten. Das Bild wurde vom Nasa-Satelliten MISR aufgenommen und zeigt die Südspitze der Philippinen am 14. Oktober 2015, die dicht in Rauch eingehüllt ist.
Morgendämmerung im All: Nasa-Astronaut Scott Kelly hat diesen atemberaubenden Anblick von der ISS aus festgehalten. In den sozialen Medien grüßte er damit seine Follower mit dem Kommentar "Die tägliche Dosis Aurora, die einen in die Gänge bringt."
Der Nasa-Astronaut Scott Kelly schoss dieses Bild von der Raumstation ISS aus und schrieb dazu auf Twitter: "Morgendlicher Schnappschuss vom Hurrikan Joaquin aus der Raumstation, bevor er die Bahamas erreicht. Hoffe, alles ist ok."
Dank der sogenannten Pivot-Beregnungssysteme lassen sich eine kreisförmige Anbauflächen mittels eines Sprinkler-Armes bewässern. 2013 gab es in der abgebildeten Region Brasiliens nur ein einziges dieser Systeme mit einem Umfang von zwei Kilometern. Zwei Jahre später reihen sie sich dicht aneinander. Durch die Aussparung erscheint ein Kreis wie die Computerspielfigur Pac-Man, die scheinbar ein Bauernhaus verschluckt.
Mit seiner roten Umgebung sieht der Amadeus-See in Nordaustralien wie gigantische Quecksilber-Perlen aus. Der Wüsten-Salzsee gesprenkelt mit Sand-, Fels- und Salzformationen ist 180 Kilometer lang und zehn Kilometer breit. Der größte Teil der Oberfläche ist von einer Salzkruste überzogen, die bei selten vorkommendem Regen hin und wieder ihren Weg in den nahegelegenen Finke-Fluss findet.
Zum Höhepunkt der warmen Jahreszeit fließen große Mengen Schmelzwasser von Grönlands Gletschern ins Meer. Riesige Eisbrocken und junge Eisberge werden in den Atlantik gespült. Die starken Winde und Strömungen erzeugen die weißen Spiralmuster aus Eisstücken, die auf dieser Satellitenaufnahme der Nasa zu sehen sind.
Dieses Infrarot-Bild des Satelliten "Sentinel-2" zeigt einen Teil Norditaliens. In der Mitte oben ist der südliche Zipfel des Lago Maggiore zu sehen, von dem aus der Fluss Ticino nach Süden fließt. Im Zentrum zeigt sich in hellerem Blau der Gletschersee Varese. Die vielen roten Flächen stellen gesunde Vegetation dar.
Es gibt ein neues sensationelles Bild unserer Erde: Eine Kamera des Satelliten "Deep Space Climate Observatory" knipste die sonnenbeschiene Seite des blauen Planeten. Dieses Bild besteht eigentlich aus drei einzelnen Aufnahmen und erweckt dadurch den Anschein einer Fotografie. Das Bild wurde am 6. Juli geschossen und jetzt von der Nasa veröffentlicht.
Trotz der kühlen Temperaturen bietet die Nordsee reichlich Nährstoffe für das Wachstum von Phytoplankton. Die enormen Ausmaße dieser Algenblüte können erst aus dem Weltall komplett erfasst werden und färben die Nordsee aus der Vogelperspektive grün und blau.
Die San-Andreas-Verwerfung in Kalifornien ist die sichtbare Grenze zwischen der Pazifischen und der Nordamerikanischen Platte. Auf diesem Falschfarben-Bild verläuft sie von der oberen linken Ecke hin zur Mitte unten. Die beiden Platten verschieben sich in jedem Jahr um circa 5 Zentimeter und sorgen somit für ein erhöhtes Erdbebenrisiko. Umgeben ist die San-Andreas-Verwerfung vom Kalifornischen Küstengebirge, das teils dicht von Bäumen bewachsen ist.
Ohne ständige Bewässerung wäre Landwirtschaft in vielen Regionen Saudi-Arabiens nicht möglich. Aus dem All sehen die kreisrunden Felder wie grüne Tupfen in der Wüste aus. 80 Prozent des Wassers verbraucht in dem Land die Landwirtschaft. Auf den Feldern nahe der Hauptstadt Riad wachsen Gerste, Weizen, Mais und Halfagras. Das benötigte Nass fördern die Saudis aus 1.000 Meter Tiefe zu Tage.
Im australischen Bundesstaat Kimberley (rechts oben) herrscht in den jahreszeitlich warmen Monaten Oktober bis März tropisches Monsunklima. Touristisch ist die nordwestliche Region vor allem durch die Taucherregion Rowley Shoals bekannt. Die drei Korallenriffe Mermaid, Clerke und Imperieuse Reef gelten als attraktivste Unterwasser-Erlebniswelt Australiens.