Wirbelstürme, Lichtermeere und Eiswüsten: Unsere Erde gewährt wunderschöne, faszinierende oder auch bewegende Einblicke vor allem aus der Weltraum-Perspektive.

Nach über 60 Jahren ist der Vulkan Sourabaya wieder ausgebrochen. Die Eruption des Schichtvulkans auf der Insel Bristol Island, gelegen zwischen Südamerika und der Antarktis, wäre der Forschung fast entgangen - die Insel ist völlig unbewohnt, nur Ausschläge auf den weltweiten Seismographen lieferten einen Hinweis auf den Ausbruch. Doch zum Glück gibt es Satelliten ...
... wie Landsat 8. Mit dem Instrument im All gelangen den Forschern diese imposanten Aufnahmen. Der Vulkan hat eine fast rechteckige Form und wächst mit jeder Eruption in die Höhe. Inzwischen erhebt sich Bristol Island rund 1.100 Meter aus dem Meer und ist etwa 12 Kilometer lang und rund 14 Kilometer breit. Der Vulkan Sourabaya zählt zu den bislang am wenigsten erforschten Feuerbergen der Welt. Diese Aufnahmen könnten das nun ändern.
Bei einem Überflug der Internationalen Raumstation ISS am 2. Mai 2016 schoss Astronaut Jeff Williams dieses wunderbare Bild über Marokko. Williams teilte das Foto anschließend in den sozialen Netzwerken mit der Frage: "Die Schuppen eines Reptils oder die unfassbar schöne und raue Geologie in Marokko?" - Was denken Sie?
Dieses Bild des Satelliten Sentinel-1 von Irans Salzwüste Dasht-e Kavir erinnert an ein Ölgemälde. Die hohen Temperaturen in der Region lassen das Wasser verdampfen, sodass nur noch Lehm- und Sandböden mit einer hohen Konzentration an Mineralien zurückbleiben.
Die Sally Ride EarthKAM ist auf der Internationalen Raumstation befestigt und kann von Studenten eigenständig benutzt werden, um im Flug Fotos zu schießen. Diese Aufnahme wurde über Südafrika gemacht.
Der ESA-Minisatellit Proba-V blickt auf den größten Vulkan der Erde hinunter, der die Hälfte der Insel Hawaii bedeckt. Mauna Loa ist immer noch aktiv und brach 1984 das letzte Mal aus.
El Niño, die ungewöhnlichen Strömungen im Pazifischen Ozean, bedroht die Korallenriffe. Die Korallen werden durch die Strömungen ausgebleicht. Es wird befürchtet, dass dieses Jahr Riffe weltweit bedroht sind. Das Bild zeigt die Pazifik-Insel Fatu Huku und wurde vom europäischen Satelliten Sentinel-2 aufgenommen. Es dient der Überprüfung von Korallen-Schäden.
Dieses Bild ist aus drei verschiedenfarbigen Radaraufnahmen des europäischen Satelliten Sentinel-1A zusammengesetzt. Es zeigt das Gebiet um den Siljan-See in der schwedischen Provinz Dalarna. Die Geologie der Umgebung entstand durch einen Meteoriteneinschlag. Der Krater, der dadurch entstand, ist der größte in Europa. Er maß ursprünglich schätzungsweise 50 Kilometer im Durchmesser.
Der Astronaut Tim Peake machte diesen Schnappschuss von London bei Mitternacht von der Internationalen Raumstation ISS aus. Dazu musste er nicht nur auf einen wolkenfreien Himmel hoffen, sondern seine 400 Kilometer von der Erde entfernte Kamera perfekt ausrichten: Durch die hohe Geschwindigkeit, mit der die Raumstation fliegt, blieben ihm nur wenige Augenblicke, um die Aufnahme festzuhalten.
Nach Kämpfen in Libyen Anfang Januar brannten einige Öltanks und Lagerhäuser in der Nähe von Sidra. Der Nasa-Satellit Aqua hat festgehalten, wie die schwarzen Wolken südöstlich über die Mittelmeerküste ziehen.
Dem NASA-Astronauten Scott Kelly bot sich dieser beeindruckende Anblick von der Internationalen Raumstation ISS aus: Auf der linken Seite leuchtet das dicht besiedelte Gebiet an den Ufern des Nils. Dadurch gleicht dieser eher einem Lava-Strom als einem Fluss.
Was hier wie ein wunderschöner Nebel aussieht, sind gefährliche Klimagase. Seit Kurzem sind Ein-Jahres-Daten des neuen Nasa-Klimasatelliten "OCO-2" verfügbar. Er macht in diesem Bild den weltweiten CO2-Ausstoß sichtbar. Kohlendioxid gilt als größter vom Menschen gemachter Antreiber des Klimawandels.
Das Bild, das mit Farbe nachbearbeitet wurde, zeigt den Süden Khartums im Sudan und ist eines der ersten von Sentinel-2A. Der Satellit ist erst seit kurzem im Orbit - fünf Tage später schoss er bereits dieses Foto. Es verdeutlicht durch die roten Stellen, wie sich die Vegetation über die Jahreszeiten verändert.
Der Zerfall des Eises in der Beaufortsee nördlich von Alaska hat bereits begonnen, das zeigt der Satellit Suomi NPP. Jedes Jahr schmilzt das Eis, das auf dem Atlantischen Ozean treibt, zwischen Frühling und Sommer. Weil der zurückliegende Winter allerdings ungewöhnlich warm war, schmilzt das Eis viel früher als normalerweise.
Der tropische Wirbelsturm Chapala erreicht in der Früh des 3. November das Festland von Jemen. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 130 Kilometern pro Stunde ist er ein Sturm der Kategorie 1, vergleichbar mit einem Hurrikan. Sintflutartige Regenfälle ergießen sich über die karge Landschaft. Am Abend hat der Sturm Überschwemmungen und Chaos zurückgelassen.
Auf der Insel Borneo in Südostasien wüten die schlimmsten Waldbrände seit fast zwei Jahrzehnten. Das Bild wurde vom Nasa-Satelliten MISR aufgenommen und zeigt die Südspitze der Philippinen am 14. Oktober 2015, die dicht in Rauch eingehüllt ist.
Morgendämmerung im All: Nasa-Astronaut Scott Kelly hat diesen atemberaubenden Anblick von der ISS aus festgehalten. In den sozialen Medien grüßte er damit seine Follower mit dem Kommentar "Die tägliche Dosis Aurora, die einen in die Gänge bringt."
Der Nasa-Astronaut Scott Kelly schoss dieses Bild von der Raumstation ISS aus und schrieb dazu auf Twitter: "Morgendlicher Schnappschuss vom Hurrikan Joaquin aus der Raumstation, bevor er die Bahamas erreicht. Hoffe, alles ist ok."
Mit seiner roten Umgebung sieht der Amadeus-See in Nordaustralien wie gigantische Quecksilber-Perlen aus. Der Wüsten-Salzsee, gesprenkelt mit Sand-, Fels- und Salzformationen, ist 180 Kilometer lang und zehn Kilometer breit. Der größte Teil der Oberfläche ist von einer Salzkruste überzogen, die bei selten vorkommendem Regen hin und wieder ihren Weg in den nahegelegenen Finke-Fluss findet.
Zum Höhepunkt der warmen Jahreszeit fließen große Mengen Schmelzwasser von Grönlands Gletschern ins Meer. Riesige Eisbrocken und junge Eisberge werden in den Atlantik gespült. Die starken Winde und Strömungen erzeugen die weißen Spiralmuster aus Eisstücken, die auf dieser Satellitenaufnahme der Nasa zu sehen sind.