Lichtermeere und Eiswüsten: Manchmal wird die Schönheit unserer Erde erst aus der Weltraum-Perspektive richtig deutlich.

Ohne ständige Bewässerung wäre Landwirtschaft in vielen Regionen Saudi-Arabiens nicht möglich. Aus dem All sehen die kreisrunden Felder wie grüne Tupfen in der Wüste aus. 80 Prozent des Wassers verbraucht in dem Land die Landwirtschaft. Auf den Feldern nahe der Hauptstadt Riad wachsen Gerste, Weizen, Mais und Halfagras. Das benötigte Nass fördern die Saudis aus 1.000 Meter Tiefe zu Tage.
Im australischen Bundesstaat Kimberley (rechts oben) herrscht in den jahreszeitlich warmen Monaten Oktober bis März tropisches Monsunklima. Touristisch ist die nordwestliche Region vor allem durch die Taucherregion Rowley Shoals bekannt. Die drei Korallenriffe Mermaid, Clerke und Imperieuse Reef gelten als attraktivste Unterwasser-Erlebniswelt Australiens.
Ein Astronaut hielt diesen erstaunlichen Anblick von der ISS aus fest: Im langen Schweif ziehen sich Nordlichter über das nächtlichen Skandinavien.
Die italienische Astronautin Samantha Cristoforetti hat faszinierende Lichter im Meer 400 Kilometer über der Wasseroberfläche fotografiert. Vorüberziehende Wolken verwischten die Signale von Fischern, mit denen sie Fische anlocken. Cristoforetti ist für über fünf Monate Teil der ISS-Besatzung.
Die Pribilof-Inseln vor Alaska sind von nährstoffreichem Wasser umgeben - ein wahres Schlaraffenland für Mikroorganismen. Darum kann das Phytoplankton zur Blütezeit gigantische Wolken bilden. Auf diesem Bild des Landsat-8-Satelliten färbt es riesige Bereiche des Wassers milchig-grün.
Die internationale Raumstation ISS überflog den Vulkan Sarychev auf den Kurilen gerade im Moment seiner Eruption. Den Astronauten gelang dadurch diese Spektakuläre Aufnahme der gigantischen Rauchwolke.
Sentinel-1A ist der erste Satellit, der die Bewegung von Eis zu drei verschiedenen Zeitpunkten im Baikalsee erfasst hat. Die verschiedenen Farben zeigen das Eisvorkommen an den jeweiligen Tagen. Der Baikalsee liegt in Sibirien und ist nicht nur der größte See gemessen an seinem Volumen, sondern ebenso der älteste der Welt.
Nach dem Korea-Krieg haben sich der Nord- und Südteil des Landes völlig unterschiedlich entwickelt. Die wirtschaftliche Differenz wird auf dieser Nachtaufnahme deutlich: Nordkorea verschwindet mit seiner spärlichen Stromversorgung im Dunkeln.
Der kreisförmige Krater des vulkanischen Komplexes Sete Cidades, oder sieben Städte, dominiert dieses Bild. Es wurde über der Azoren-Insel São Miguel aufgenommen. Die beiden Seen in der Mitte sind ökologisch voneinander verschieden, haben unterschiedliche Farben und sind nur durch eine kleine Passage miteinander verbunden. Die Lagune (beide Seen) heißt auch "Lagune der Tränen", da dort einst eine unglücklich verliebte Prinzessin mit ihrem Liebsten während ihres letzten Treffens angeblich das ganze Tal mit ihren Tränen gefüllt haben.
Beinahe 500 Kilometer lang durchzieht die Flinderskette den australischen Bundesstaat South Australia in nordsüdlicher Richtung. Der zirka 500 Millionen Jahre alte Gebirgszug ist ein kleines Schatzkistchen: Einige der ältesten Fossilienfunde stammen von dort. Heute befinden sich in der Region drei Nationalparks.
Die Besatzung der Internationalen Raumstation ISS genießt von ihrem Arbeitsplatz in etwa 400 Kilometern Höhe aus atemberaubende Ansichten der Erde. Zu ihren Aufgaben gehören auch Fotoaufnahmen, die menschengemachte und natürliche Veränderungen dokumentieren sollen. Dieses winterliche Bild der Millionenstadt Chicago stammt von der ESA-Astronautin Samantha Cristoforetti.
An der Westküste Afrikas liegt der bitterarme Staat Guinea-Bissau. Er ist etwas kleiner als die Schweiz. Entlang der Küste gibt es viele Mangrovensümpfe. Auf dem Satellitenbild ist das Bissagos-Archipel gut zu erkennen, das aus über 80 Inseln besteht. Eine Vielzahl an Tieren lebt hier, darunter seltene Arten wie das Nilkrokodil und der Große Tümmler.
Ein Flussdelta ist ein sehr dynamisches Gebilde. Das wird auch auf Satellitenaufnahmen der Nasa deutlich: Das Mississippi-Delta verschwindet mit rasender Geschwindigkeit. Jede Stunde verschluckt der Golf von Mexiko Land von der Fläche eines Fußballfeldes.
Auf 4.140 Metern Höhe liegt im Norden Chiles der Salzsee "Laguna Miscanti". Wegen der landschaftlichen Schönheit der Gegend besuchen viele Touristen den Anden-See und seine vielen Flamingos. Aber auch aus dem Weltall ist die "Laguna Miscanti" reizvoll: Denn von hier erscheint sie wie ein Herz.
Dieses Falschfarbenbild zeigt die belgische Hauptstadt Brüssel am linken Bildrand. Besonders deutlich erscheint der Flughafen im Nordosten der Stadt. Dunkelblaue Regionen zeigen die dichte Vegetation, zum Beispiel im südlich von Brüssel gelegenen Zonienwald. Das 4.400 Hektar umfassende Gelände ist die Heimat von Roten Eichhörnchen und Wildschweinen.
Mit dem Schnappschuss des Landsat-8 Satelliten ist es Forschern möglich, gefährdete Plätze auf unserem blauen Planeten zu schützen. Der Egmont-Nationalpark in Neuseeland steht seit 1900 unter Naturschutz und wird von dem erloschenen Vulkan "Mount Taranaki" dominiert. Die dunkel-grünen Flecken zeigen die Einschränkungen des Naturschutzgebietes und die hell-grünen Bereiche ehemals bewaldete Flächen.
Die Straßen von Phoenix (rechts), Glendale (Mitte) und Peoria (links) in Arizona waren bestimmt auch beim Super Bowl so hell erleuchtet wie auf diesem Schnappschuss von der Internationalen Raumstation aus dem Jahr 2013. Die gleichmäßigen Häuserreihen und Straßenblocks sind vom Weltraum aus nur zu sehen, wenn bei Nacht die Straßenbeleuchtung zum Einsatz kommt. Die besonders hellen Punkte sind Tankstellen und Einkaufszentren, oben rechts sind die Berge von Phoenix auszumachen.
Dieses Bild von der Mittelmeerinsel Korsika verdanken wir dem Landsat-8 Satelliten der ESA. Kurz unterhalb der fingerförmigen Halbinsel "Cap Corse" ist im Nordosten sogar die Lagune "Etang de Biguglia" zu erkennen. Sie ist ein einzigartiges Naturreservat, in dem viele Wasservögel nisten. Auch die Griechische Landschildkröte und die Langfußfledermaus haben hier ein Zuhause.
Borneo ist politisch gesehen eine gespaltene Insel: Sie ist zwischen Brunei, Malaysia und Indonesien aufgeteilt. Vom All aus ist davon nichts zu merken, wie dieses Satellitenbild vom Süden Borneos beweist. Im oberen Teil des Fotos ist die Stadt Amuntai zu sehen, ein weiß-blaues Netzwerk aus Gebäuden und Straßen. Solche Falschfarbenbilder geben Aufschluss über die Vegetation einer Region. Ein strahlendes Rot bedeutet beispielsweise dichten Pflanzenbewuchs.
Proba ist ein Kleinsatellit der ESA, der weitgehend autonom arbeitet. Von der Erde aus werden lediglich die Zielkoordinaten des zu fotografierenden Gebiets durchgegeben. Hier hat Proba die schneebedeckten Gipfel der Pyrenäen erfasst.