Satellitenbilder der Woche: Die Highlight-Fotos der Erde aus All-Perspektive.

Aus dem All sieht der Atlantik vor Südamerika wie ein Wasserfarbenbild aus. Die Region vor der südlichen Küste Argentiniens ist eine sehr fruchtbare Meeresregion, die Plankton gut gedeihen lässt (grüne Schlieren).
Die größte Salzwüste der Erde bedeckt mehr als 10.000 Quadratkilometer der Fläche Boliviens. Während Fotoaufnahmen auf der Erde scheinbar unendlich weite weiße Flächen zeigen, kann man von der Internationalen Raumstation ISS aus die Dimensionen der Salar de Uyuni überblicken.
Vor etwa 4,5 Millionen Jahren lag das Kaschmir-Tal am Grund eines riesigen Sees umgeben von einem Ring aus schroffen Bergen. Heute schließen diese Berge Luft statt Wasser ein. Hier konzentriert sich leider auch Smog, der das Tal an manchen Tagen in eine dichte Dunstglocke hüllt, wie auf dieser Aufnahme des Terra-Satelliten der Nasa zu sehen ist.
Der Quelccaya-Gletscher in Peru ist das größte tropische Eis-Areal der Welt. Und leider schrumpft es mit 30 Metern im Jahr drastisch. Damit ist ein lebenswichtiges Trinkwasserreservoir gefährdet.
Mit dem Schnappschuss des Landsat-8 Satelliten ist es Forschern möglich, gefährdete Plätze auf unserem blauen Planeten zu schützen. Der Egmont-Nationalpark in Neuseeland steht seit 1900 unter Naturschutz und wird von dem erloschenen Vulkan "Mount Taranaki" dominiert. Die dunkel-grünen Flecken zeigen die Einschränkungen des Naturschutzgebietes und die hell-grünen Bereiche ehemals bewaldete Flächen.
Über dem Herzen der Sahara: Mit der Hilfe von Satelliten gewinnen Forscher wichtige Erkenntnisse über das Ökosystem Wüste. Die Wissenschaftler beobachten damit auch ihre Ausweitung und können frühzeitig erkennen, welche Gebiete von Erosion und Desertifikation bedroht sind.
Dem ESA- Satelliten "Landsat-8" verdanken wir diese beeindruckende Ansicht des Toten Meeres. Mit 420 Metern unter dem Meeresspiegel ist das der tiefste Punkt der Erde. Die grünen Felder südlich des Toten Meeres zeigen viele kleine Becken, in denen Salze und Mineralien gewonnen werden.
So schön sehen die Gletscher der westlichen Antarktis in der Abendsonne aus. Die Nasa hat das Bild bei einem ihrer Forschungsflüge aufgenommen, mit denen sie die Veränderung der Eisschicht beobachtet.
Mount Taranaki ist ein mit 135.000 Jahren relativ junger Vulkan auf Neuseeland. Beim Blick aus dem All wird seine perfekte Kegelform sichtbar.
Der japanische Satellit ALOS liefert hier eine beeindruckende Ansicht der indischen Metropole Mumbai. Die Ulhas mündet bei Mumbai in den Indischen Ozean und wäscht helle Sedimente ins Meer.
Aus dem All betrachtet, bietet der Orkan Gonzalo einen beeindruckenden Anblick. Auf den Bermuda-Inseln haben die Menschen jedoch mit der Verwüstung zu kämpfen, die er verursacht hat. Er hinterließ zerstörte Häuser, ausgerissene Bäume und Stromausfälle.
Diese beeindruckende Satelliten-Aufnahme zeigt 350 Kilometer der Provinz Alberta in Kanada. Die grünen Flächen zeigen den Wald, der etwa die Hälfte der Region bedeckt. Durch den Bergbau wurden etwa 20 Prozent des ehemaligen Waldgebiets zerstört.
Der Satellit "CryoSat" liefert Daten über die Dicke der Eismassen unserer Erde. In dieser Aufnahme entdeckten Wissenschaftler bislang unerforschte Unterwasserberge, die eine Höhe von bis zu einem Kilometer haben.
Jährlich lösen sich etwa 35 Milliarden Tonnen Eis vom Jakobshavn-Gletscher, der sich an der Westküste Grönlands befindet, und sorgen für einen Anstieg des Meeresspiegels. Von hier aus soll sich der mächtige Eisberg auf den Weg gemacht haben, mit dem die "Titanic" zusammengestoßen ist.
Wie sieht es aus, wenn ein Vulkan ausbricht? Dieses faszinierende Bild wurde nun von der NASA veröffentlicht. Es zeigt eine Infrarotaufnahme einer Eruption des isländischen Vulkans Bardarbunga.
Diese Aufnahme verdanken wir dem Astronauten Alexander Gerst: Aus 400 Kilometern Höhe hat er einen gewaltigen Sandsturm in der Sahara fotografiert.
Spannende Perspektive auf Finnlands Hauptstadt Helsinki und den Golf von Finnland. Zwischen Januar und April dienen die Satellitenbilder den Eisbrechern zur Navigation auf dem vereisten Meer.
Astronaut Alexander Gerst fotografierte das Polarlicht. Das Phänomen tritt auf, wenn die Elektronen der Sonne ausgelöst etwa durch einen Sonnensturm auf die Erdatmosphäre treffen. "Auch wenn man es hundertmal gesehen hat, kann einen ein orbitaler Sonnenaufgang oder eine Aurora (Polarlicht), durch die man fliegt, zu Tränen rühren", sagte er der Deutschen Presse-Agentur.
Eine spektakuläre Aufnahme aus knapp 700 Kilometern Höhe zeigt den größten Salzsee Australiens. Während der heißen Sommermonate ist der Lake Gairdner größtenteils ausgetrocknet.
In einem Interferogramm hat die Esa das große Erdbeben vom August 2014 im Napa Valley, Kalifornien festgehalten. Regenbogenfarben zeigen die unterschiedliche Erdverschiebung an. Bis zu 10 Zentimeter hat sich die Erde nach dem Erdbeben bewegt.