Lichtermeere und Eiswüsten: Manchmal wird die Schönheit unserer Erde erst aus der Weltraum-Perspektive richtig deutlich.

Der kreisförmige Krater des vulkanischen Komplexes Sete Cidades, oder sieben Städte, dominiert dieses Bild. Es wurde über der Azoren-Insel São Miguel aufgenommen. Die beiden Seen in der Mitte sind ökologisch voneinander verschieden, haben unterschiedliche Farben und sind nur durch eine kleine Passage miteinander verbunden. Die Lagune (beide Seen) heißt auch "Lagune der Tränen", da dort einst eine unglücklich verliebte Prinzessin mit ihrem Liebsten während ihres letzten Treffens angeblich das ganze Tal mit ihren Tränen gefüllt haben.
Dieses Falschfarbenbild zeigt die belgische Hauptstadt Brüssel am linken Bildrand. Besonders deutlich erscheint der Flughafen im Nordosten der Stadt. Dunkelblaue Regionen zeigen die dichte Vegetation, zum Beispiel im südlich von Brüssel gelegenen Zonienwald. Das 4.400 Hektar umfassende Gelände ist die Heimat von Roten Eichhörnchen und Wildschweinen.
Die Besatzung der Internationalen Raumstation ISS genießt von ihrem Arbeitsplatz in etwa 400 Kilometern Höhe aus atemberaubende Ansichten der Erde. Zu ihren Aufgaben gehören auch Fotoaufnahmen, die menschengemachte und natürliche Veränderungen dokumentieren sollen. Dieses winterliche Bild der Millionenstadt Chicago stammt von der ESA-Astronautin Samantha Cristoforetti.
Ein Flussdelta ist ein sehr dynamisches Gebilde. Das wird auch auf Satellitenaufnahmen der Nasa deutlich: Das Mississippi-Delta verschwindet mit rasender Geschwindigkeit. Jede Stunde verschluckt der Golf von Mexiko Land von der Fläche eines Fußballfeldes.
Nach dem Korea-Krieg haben sich der Nord- und Südteil des Landes völlig unterschiedlich entwickelt. Die wirtschaftliche Differenz wird auf dieser Nachtaufnahme deutlich: Nordkorea verschwindet mit seiner spärlichen Stromversorgung im Dunkeln.
Die Straßen von Phoenix (rechts), Glendale (Mitte) und Peoria (links) in Arizona waren bestimmt auch beim Super Bowl so hell erleuchtet wie auf diesem Schnappschuss von der Internationalen Raumstation aus dem Jahr 2013. Die gleichmäßigen Häuserreihen und Straßenblocks sind vom Weltraum aus nur zu sehen, wenn bei Nacht die Straßenbeleuchtung zum Einsatz kommt. Die besonders hellen Punkte sind Tankstellen und Einkaufszentren, oben rechts sind die Berge von Phoenix auszumachen.
Dieses Bild von der Mittelmeerinsel Korsika verdanken wir dem Landsat-8 Satelliten der ESA. Kurz unterhalb der fingerförmigen Halbinsel "Cap Corse" ist im Nordosten sogar die Lagune "Etang de Biguglia" zu erkennen. Sie ist ein einzigartiges Naturreservat, in dem viele Wasservögel nisten. Auch die Griechische Landschildkröte und die Langfußfledermaus haben hier ein Zuhause.
Borneo ist politisch gesehen eine gespaltene Insel: Sie ist zwischen Brunei, Malaysia und Indonesien aufgeteilt. Vom All aus ist davon nichts zu merken, wie dieses Satellitenbild vom Süden Borneos beweist. Im oberen Teil des Fotos ist die Stadt Amuntai zu sehen, ein weiß-blaues Netzwerk aus Gebäuden und Straßen. Solche Falschfarbenbilder geben Aufschluss über die Vegetation einer Region. Ein strahlendes Rot bedeutet beispielsweise dichten Pflanzenbewuchs.
Proba ist ein Kleinsatellit der ESA, der weitgehend autonom arbeitet. Von der Erde aus werden lediglich die Zielkoordinaten des zu fotografierenden Gebiets durchgegeben. Hier hat Proba die schneebedeckten Gipfel der Pyrenäen erfasst.
Die gewaltige Kältefront in den USA aus der All-Perspektive: Während der nördliche Teil der USA mit Schnee und dichten Wolken bedeckt ist, zeigt sich das Wetterphänomen im wärmeren Florida – im Südosten der Vereinigten Staaten - gnädig. Der Sonnenschein-Staat ist nahezu wolkenfrei.
Wolkenfetzen und Puderschnee: Ein atemberaubender Schnappschuss von der Internationalen Raumstation. Die italienische Ingenieurin Samantha Cristoforetti von der European Space Agency (ESA) knipste ein Bild über den Alpen. Auf Twitter schrieb sie dazu: "Ich bin befangen. Sind die Alpen vom All aus nicht spektakulär?"
Fantastischer Blick auf die Great Bahamas Bank nördlich von Kuba: Durch die Strömung hat die ursprüngliche Kalkstein-Struktur in den letzten Jahrtausenden dieses einzigartige Wellen-Muster erhalten.
Aus dem All sieht der Atlantik vor Südamerika wie ein Wasserfarbenbild aus. Die Region vor der südlichen Küste Argentiniens ist eine sehr fruchtbare Meeresregion, die Plankton gut gedeihen lässt (grüne Schlieren).
Die größte Salzwüste der Erde bedeckt mehr als 10.000 Quadratkilometer der Fläche Boliviens. Während Fotoaufnahmen auf der Erde scheinbar unendlich weite weiße Flächen zeigen, kann man von der Internationalen Raumstation ISS aus die Dimensionen der Salar de Uyuni überblicken.
Vor etwa 4,5 Millionen Jahren lag das Kaschmir-Tal am Grund eines riesigen Sees umgeben von einem Ring aus schroffen Bergen. Heute schließen diese Berge Luft statt Wasser ein. Hier konzentriert sich leider auch Smog, der das Tal an manchen Tagen in eine dichte Dunstglocke hüllt, wie auf dieser Aufnahme des Terra-Satelliten der Nasa zu sehen ist.
Der Quelccaya-Gletscher in Peru ist das größte tropische Eis-Areal der Welt. Und leider schrumpft es mit 30 Metern im Jahr drastisch. Damit ist ein lebenswichtiges Trinkwasserreservoir gefährdet.
Mit dem Schnappschuss des Landsat-8 Satelliten ist es Forschern möglich, gefährdete Plätze auf unserem blauen Planeten zu schützen. Der Egmont-Nationalpark in Neuseeland steht seit 1900 unter Naturschutz und wird von dem erloschenen Vulkan "Mount Taranaki" dominiert. Die dunkel-grünen Flecken zeigen die Einschränkungen des Naturschutzgebietes und die hell-grünen Bereiche ehemals bewaldete Flächen.
Über dem Herzen der Sahara: Mit der Hilfe von Satelliten gewinnen Forscher wichtige Erkenntnisse über das Ökosystem Wüste. Die Wissenschaftler beobachten damit auch ihre Ausweitung und können frühzeitig erkennen, welche Gebiete von Erosion und Desertifikation bedroht sind.
Dem ESA- Satelliten "Landsat-8" verdanken wir diese beeindruckende Ansicht des Toten Meeres. Mit 420 Metern unter dem Meeresspiegel ist das der tiefste Punkt der Erde. Die grünen Felder südlich des Toten Meeres zeigen viele kleine Becken, in denen Salze und Mineralien gewonnen werden.
So schön sehen die Gletscher der westlichen Antarktis in der Abendsonne aus. Die Nasa hat das Bild bei einem ihrer Forschungsflüge aufgenommen, mit denen sie die Veränderung der Eisschicht beobachtet.