Am 2. Februar starb der Schauspieler Philip Seymour Hoffman, vermutlich an einer Überdosis Heroin. Im Zuge der Ermittlungen wurden vier mutmaßliche Drogendealer verhaftet. Einer von ihnen ist Robert Vineberg alias Robert Aaron - ein Berufsmusiker, der schon mit Bowie und Jagger spielte.

Er steht unter dem Verdacht, Drogen an Philip Seymour Hoffman verkauft zu haben: Robert Vineberg. Bisher tauchte er unter dem Künstlername Robert Aaron eher als Studio- oder Live-Musiker auf, zum Beispiel auf David Bowies Album "Let's Dance", auf dem er Flöte und Saxophon spielte. Der 57-Jährige arbeitete auch mit Amy Winehouse, Mick Jagger und Tom Jones zusammen und tourte mit dem Rapper Wycleff Jean. Seit zwei Tagen ist sein Name in einem anderen Zusammenhang bekannt.

Im Zuge der Ermittlungen zum Tod des Oscar-Preisträgers Philip Seymour Hoffman, der laut Medienberichten am 2. Februar mit einer Injektionsnadel im Arm in seinem Apartment in New York gefunden wurde, ermittelt die New Yorker Polizei auch gegen Vineberg. Er wurde gemeinsam mit drei weiteren Verdächtigen bei einer Razzia wegen Drogenbesitzes festgenommen. In seinem Handy soll die Nummer von Hoffman gespeichert gewesen sein.

Netter Nachbar und Drogenhändler

Vinebergs Stieftochter Christina Soto (33) sagte in einem Interview mit der "New York Post", ihr Vater habe seit November 2013 mit Heroin gedealt. Bei ihren letzten Besuchen habe sie zwischen 50 und 100 Beutel davon in seiner Wohnung gesehen. Vineberg und Hoffman hätten sich erst seit wenigen Monaten gekannt. Die Nachbarn des Jazzmusikers hingegen wissen laut "New York Times" nicht viel Negatives zu berichten – nur, dass er oftmals morgens um drei Uhr zu laut seiner Musikleidenschaft frönte.

In seinem Profil des sozialen Netzwerkes LinkedIn schreibt Vineberg, er habe die "Universität der Straße" und die "harte Schule des Lebens" besucht. Mit 14 riss er von zu Hause aus, verließ seine Heimatstadt Montreal und lebte in den 70er-Jahren auf den Straßen von Brooklyn. Der Titel seines letzten Albums spricht Bände: Es heißt "Trouble Man". Auf die Frage, ob ihr Stiefvater Heroin an Hoffman verkauft hätte, sagte Soto zur "New York Post": "Dazu sage ich lieber nichts. Er ist schließlich mein Vater."  © Glutamat