• Er gilt in Deutschland als Gameshow-Legende. Jetzt hat Harry Wijnvoord eine Schlager-Ballade ("Wind im Gesicht“) veröffentlicht.
  • Im Interview mit unserer Redaktion spricht der 72-Jährige über seine Leidenschaft zur Musik und die Gerüchte um ein "Der Preis ist heiß“-Comeback.
  • Der Niederländer verrät zudem, dass er und seine Frau Iris im März ihr Eheversprechen erneuern werden.
Ein Interview

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Herr Wijnvoord, wir kennen Sie seit Jahrzehnten als Moderator und Gameshow-Legende ("Der Preis ist heiß"). Doch wie wenigsten wissen: Sie sind auch als Musiker tätig. Mit wem haben Sie bereits zusammengearbeitet?

Harry Wijnvoord: Ich habe in der Vergangenheit zum Beispiel ein Weihnachtsalbum veröffentlicht und an einer gemeinsamen Platte mit Leslie Mandoki (Dschinghis Khan; Anm. d. Red.) gearbeitet. Auch Klaus Baumgart von Klaus & Klaus war Teil des Jux-Albums "Olé Mallorca, wir kommen". Wir waren damals Nachbarn auf Mallorca. Nach dieser CD war eigentlich erst einmal Ruhe – bis Peter Grimberg, ein fantastischer Sänger, auf mich zukam. Wir beide haben dann anlässlich des 95. Geburtstags des verstorbenen Entertainers Peter Alexander "Die kleine Kneipe" im vergangenen Jahr neu eingesungen.

Der Kult-Hit "Die kleine Kneipe" wurde zwar von Peter Alexander interpretiert, hat aber einen niederländischen Ursprung …

Richtig. Pierre Kartner alias Vader Abraham ("Lied der Schlümpfe"; Anm. d. Red.) hat den Titel komponiert und auf Holländisch getextet. Peter Grimberg und ich haben dann die deutsche Alexander-Version neu aufgenommen.

Ihre neue Schlager-Ballade heißt "Wind im Gesicht". Wie kam es dazu?

Der Musikproduzenten Walther Karl und Jürgen Triebel stellten mir diesen Song vor, der mir ihrer Meinung nach sozusagen auf den Leib geschrieben war. Und sie hatten recht! Nach den ersten Gesprächen haben wir den Text sogar noch etwas angepasst, weil ich ihnen erzählte, dass ich sehr reiseaffin bin und für Sonnenklar.TV arbeite. Ich habe es satt, zu Hause zu sitzen. Ich möchte raus, andere Länder und Menschen sehen. Das ist die Message dieses Schlagers.

"Ich habe den Eindruck, dass immer mehr Leute einsehen, dass eine Impfung hilfreich ist"

Glauben Sie, dass Ihre Reise-Wünsche in diesem Jahr wahr werden? Ein Ende der Pandemie ist noch nicht in Sicht …

Ich habe den Eindruck, dass so langsam doch immer mehr Leute einsehen, dass eine Impfung hilfreich ist. Viele Länder akzeptieren nur noch die Einreise von Menschen, die mindestens zweimal geimpft sind. Ich sage es ganz deutlich: Entweder ich lasse mich impfen oder ich bleibe mit meinem Arsch zu Hause. Ich jedenfalls möchte mich nicht mehr einschränken – zumal ich wunderschöne private Pläne habe.

Dürfen Sie verraten, um welche Pläne es geht?

Sehr gerne. Meine Frau und ich planen, unsere standesamtliche Trauung im März noch einmal um eine freie Trauung zu ergänzen. Anders ausgedrückt: Wir geben uns ein zweites Mal das Jawort. Wir haben 140 Gäste eingeladen – und das wollen wir gebührend feiern.

In den Niederlanden wurde im Dezember ein Lockdown verhängt. Inzwischen gibt es die ersten Lockerungen. Wie nehmen Sie die Lage in Ihrem Geburtsland war?

Kürzlich war ich inmitten dieser Lockdown-Zeit für Videoaufnahmen zu meiner neuen Single in Holland – genauer gesagt am Strand von Scheveningen, wo ich schon als Kind mit meinen Eltern häufig Urlaub machte. Ich blieb für eine Nacht im Hotel, das geisterhaft leer war. Auch das Restaurant war geschlossen. Man konnte sich Essen bestellen, das man dann abholen und auf dem Zimmer zu sich nehmen musste. Dafür wurde im Zimmer extra ein Tisch mit zwei Stühlen aufgestellt. Am nächsten Tag wurden die ersten Lockerungen vorgenommen. Es war zu spüren: Die Leute wollten unbedingt raus und am Leben teilnehmen.

"Ich habe mir vorgenommen, so viele menschliche Kontakte wie möglich zu meiden"

Sie auch?

Grundsätzlich schon, aber ich habe mir vorgenommen, so viele menschliche Kontakte wie möglich zu meiden. Daher musste ich darauf verzichten, vor meiner Abreise holländische Spezialitäten einzukaufen. Ich bin dann sozusagen mit leeren Händen nach Hause gefahren.

Musikalisch gesehen zieht es Sie dann allerdings schon nach draußen. Ist "Wind im Gesicht" ein Corona-Song?

Nein, dieses Lied passt zwar gut in diese schwierige Zeit, doch die Aufbruchstimmung kann und soll auch ohne Corona erzeugt werden. Es gibt immer Situationen, in denen man nicht reisen kann. Entweder fehlt gerade das Geld oder die Arbeit lässt es nicht zu. "Wind im Gesicht" soll Lust machen, in die Welt hinauszuziehen. Und das entspricht meiner Einstellung: Ich will Urlaub von zu Hause haben.

Sind darüber hinaus weitere Songs von Harry Wijnvoord geplant?

Fit genug bin ich noch. Mein Texter und Komponist ist schon an einem zweiten Song dran. Es kann also sein, dass es einen Nachfolger geben wird. Man muss aber abwarten, ob der erste Titel dem Geschmack des Publikums entspricht. Das weiß man vorher nie.

Das ist im TV nicht anders. Das "Geh aufs Ganze"-Comeback mit Ihrem Gameshow-Kollegen Jörg Draeger hätte auch nach hinten losgehen können. Ist es aber nicht. Wann kommt "Der Preis ist heiß" zurück?

Dazu darf ich nichts sagen – und habe damit eigentlich schon genug gesagt (lacht).

"Es wird nicht lange dauern, bis die mich auch fragen werden"

Anders gefragt: Sind diese Kult-Formate heute noch zeitgemäß?

Die Einschaltquoten bestätigen es ja. Sowohl für Thomas Gottschalk lief es im ZDF mit "Wetten, dass..?" richtig gut als auch für Jörg Draeger auf Sat.1 – seine ersten drei "Geh aufs Ganze"-Sendungen sind so gut gelaufen, dass es weitere Ausgaben geben wird. Ich schaue eigentlich wenig Fernsehen, aber da Jörg ein Freund von mir ist, mit dem ich schon gemeinsam den Jakobsweg absolviert habe, konnte ich mir das nicht entgehen lassen. Ich wollte unbedingt sehen, wie er sich schlägt – zumal er nochmal vier Jahre älter ist als ich. Aus meiner Sicht wirkte er frisch und eloquent. Als ich dann die Quoten sah, sagte ich zu meiner Frau: "Es wird nicht lange dauern, bis die mich auch fragen werden."

Und wurden Sie gefragt?

Ja, einen Anruf habe ich erhalten (lacht). Wer weiß, vielleicht kommt da ja noch was. Fakt ist, dass diese Gameshows damals jeden Tag von Millionen Menschen gesehen wurden. Das haben nur die Programmdirektoren nicht so präsent vor Augen, weil sie auf der Straße – anders als wir Moderatoren – nicht angesprochen werden.

Ist es eine kluge Entscheidung, dass es 2022 und 2023 jeweils eine weitere "Wetten, dass..?"-Ausgabe geben wird?

Warum nicht? Gottschalk weiß, dass "Wetten, dass..?" die einzige Show war, mit der er richtig Erfolg hatte. Er lebt "Wetten, dass..?". Er ist "Wetten, dass..?". Ich finde es gut.

Wie gut finden Sie rückblickend Ihre "Dschungelcamp"-Teilnahme 2004?

Nun ja, man muss die Situation sehen, in der ich mich damals befand. Es war ruhiger um meiner Person geworden, weil ich keine TV-Sendung mehr moderierte. Man bot mir dann eine gute Gage an. Und drei Wochen Australien ist auch nicht verkehrt. Also nahm ich das Angebot und die Herausforderung an. In einem Dschungel war ich zuvor noch nie und ich werde es auch nie wieder machen. Das Wichtigste ist, dass ich mich ordentlich verkauft und mich nicht um Kopf und Kragen geredet habe. Für mich war es gut, weil dadurch einige neue Projekte entstanden sind.

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