Nicht jeder Name, den Eltern für ihr Kind auswählen, schafft es in den Personalausweis. Auch in diesem Jahr haben deutsche Standesämter wieder einige kuriose Vornamen abgelehnt. Zwei andere hingegen haben gute Chancen im Rennen um den beliebtesten Namen 2019.

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"Regenbogen", "Seestern" oder "Decay": Bei der Namensgebung für ihr Neugeborenes kommen manche Eltern auf kuriose Ideen. Jedes Jahr müssen Standesämter daher in Deutschland bei mehreren Hundert neuen Namen entscheiden, ob ein Kind wirklich so heißen darf.

Hilfe bei dieser Entscheidung erhalten die Ämter dabei von der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS). "Wir geben Hinweise aus sprachwissenschaftlicher Sicht und letztlich entscheidet das Standesamt", erklärt GfdS-Sprachberater Lutz Kuntzsch gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Name Kuba ist erlaubt

2019 ging es beispielsweise um den Namen Kuba. "Da würde jeder sagen 'Kuba ist ja ein Land, damit fällt es raus'", sagt Kuntzsch. Aber Kuba sei etwa auch auf Tschechisch eine Kurzform von Jakub und deshalb belegt.

Grünes Licht gab es von den Experten auch für die ursprünglichen Namenskurzformen Iggy und Bex, den englischen Namen Curly-Fay oder auch für Bear, Magic, Juno, Filian oder Castiel.

Nicht einverstanden waren die Wissenschaftler dagegen mit Voice (Englisch: Stimme), Seestern, Lord, Regenbogen, O'Connor oder Decay (Englisch: Verfall). Beim Urteil der GfdS stehe des Kindeswohl im Zentrum, so Kuntzsch. "Wir überlegen, ob sich das Kind - in welchem Kulturkreis auch immer - mit dem Namen wohlfühlt und nicht gehänselt wird."

Außerdem müsse der Begriff unter anderem Namenscharakter haben und verständlich sein. Laut Kuntzsch gibt es zur Namensvergabe keine festen Gesetze - aber Richtlinien und Empfehlungen.

Die GfdS wird von der Bundesregierung und der Kultusministerkonferenz der Länder gefördert. Auch der Hobby-Namensforscher Knud Bielefeld gibt regelmäßig Namenslisten heraus. Nach seinen Angaben erfasst er dazu die Namen von rund einem Viertel der Babys.

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Die Spitzenplätze könnten hingegen Marie und Paul belegen. Das geht aus einer ersten Stichprobe des GfdS unter rund einem Dutzend Standesämtern hervor. Die endgültige Liste will die GfdS im Frühjahr 2020 veröffentlichen. Dann beruhten die Daten auf mehr als 90 Prozent aller vergebenen Erst- und Zweitnamen.

Beim Ranking der Erstnamen standen im vergangenen Jahr Emma und Ben ganz vorne. (thp/dpa)

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