Beim Plätzchenbacken in der Weihnachtszeit essen viele den Teig am liebsten roh. Bedenklich oder nicht? Hier scheiden sich die Geister. Ein paar Dinge sollten Sie aber auf jeden Fall beachten.

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Kinder, aber auch viele Erwachsene lieben vor allem eins am Plätzchenbacken: das Naschen vom rohen Teig.

Ob das nun gut ist oder nicht, beurteilen Experten sehr unterschiedlich. Die Verbraucherzentrale Bremen warnt zum Beispiel grundsätzlich vor dem Verzehr von rohem Teig. Grund ist die Salmonellengefahr.

Weniger kritisch sieht man das beim Verband für Ernährung und Diätetik. Zwar könnten Hühnereier mit Salmonellen behaftet sein. "Ist aber das Ei frisch und wird es sachgemäß gelagert, ist die Chance geringer, dass sich die Bakterien vermehren", erklärt Diätassistentin Margret Morlo.

Nur frische Eier für Teig verwenden

Allerdings: Wer nascht, sollte dies nur in geringen Mengen tun. "Es handelt sich um eine 'Süßigkeit', die als kleine Zwischenmahlzeit genascht werden darf, aber nicht der Sättigung dient", sagt Morlo.

Sie selbst habe sich nach dem Naschen beim Backen noch nie schlecht gefühlt und rät jedem, der ebenfalls gerne vom Teig kostet: "Immer nur frische Eier verwenden - und den Teig zubereiten, etwas naschen und dann gleich backen. So lässt man Salmonellen und anderen Keimen keine Zeit, sich zu vermehren."

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Zuckerguss mit Eiweiß ungefährlich

Viele verzieren ihre Plätzchen gerne mit Zuckerguss - einer Mischung aus Eischnee und Puderzucker. Der Eischnee aus rohem Eiweiß sei keine Gefahr, geben Verbraucherschützer Entwarnung. Durch die große Menge an Zucker könnten Salmonellen nicht überleben.

Ebenfalls ungefährlich sind laut der Verbraucherzentrale Bremen übrigens Cookie-Dough-Produkte, bei denen roher Keksteig mit verschiedenen Toppings verzehrt wird.

Bei diesem Trend aus Amerika wird kein normaler Keksteig verwendet. Er wird ohne Backpulver und häufig auch ohne Eier oder mit pasteurisierten Eiern zubereitet und ist daher unbedenklich. (af)

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