• Selbst bei einem Neukauf ist nicht garantiert, dass Nüsse noch frisch sind.
  • Das erkennen Sie nur nach dem Öffnen der Schale.
  • Entscheidend für die Haltbarkeit von Nüssen ist nämlich die richtige Lagerung.

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Wer Nüsse auf dem Wochenmarkt oder im Handel kauft, sollte darauf achten, dass sie sauber und unverletzt sind. Eine Garantie dafür, dass die Nüsse auch frisch sind, ist das aber leider noch nicht.

Dafür müssen Verbraucher die Nüsse erst knacken, erklärt das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): Je weißer das Fruchtfleisch, desto frischer die Nuss - und je gelber, desto älter.

Nüsse müssen atmen können und trocken bleiben

Damit frische Nüsse auch möglichst lange so bleiben, lagern sie am besten in einem Netz oder einer Holzkiste. Das gibt ihnen Gelegenheit zum Atmen, erklären die Experten. Feuchtigkeit, Wärme und Licht verkürzen dagegen die Haltbarkeit.

Die Ausbreitung krebserzeugender und leberschädigender Schimmelpilzgifte (Mykotoxine) sei nicht mit dem Auge zu erkennen. Sie werden auch nicht durch Backen oder Rösten inaktiviert. Laut den TÜV Süd-Lebensmittelexperten sieht die optimale Lagerung von Nüssen so aus:

  • luftdicht
  • kühl
  • dunkel
  • trocken
  • am besten bei einer Lagertemperatur zwischen zehn und 18 Grad.

Ganz und ungeschält halten sich Nüsse so monatelang. Geschälte Nüsse sollte man dagegen schnell verbrauchen - oder einfrieren. So bleiben sie maximal ein Jahr lang haltbar.

Haselnüsse werden dagegen besser ohne Schale getrocknet und ganz, gehackt oder gemahlen in die Tiefkühltruhe gelegt. Laut dem Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) kann man sie bis zu zwölf Monate eingefroren lagern.

Nüsse aus angebrochener Packung in Glas oder Dose aufbewahren

Sobald die Verpackung angebrochen ist, sollte man übrige Nüsse immer in dicht schließenden Gefäßen aufbewahren, "da Nüsse leicht Gerüche aus der Umgebung aufnehmen", empfiehlt das BZfE. "Das gilt vor allem für geriebene Nüsse, ganz besonders für Walnüsse."

Der Kühlschrank sei ein guter Ort, um geschälte und bereits zerkleinerte Ware aufbewahren. Dort halten sich die Nüsse maximal vier Wochen.

Wann Sie Nüsse entsorgen müssen

Wichtig sei, die Nüsse regelmäßig zu kontrollieren. Die TÜV-Lebensmittelexperten weisen darauf hin, dass sich Schimmelbildner in gemahlenen Produkten schneller vermehren. In diesen Fällen sollten sie die betroffenen Packungen vollständig entsorgen:

  • Nüssen, Kerne oder Samen sind sichtbar von Schimmel befallen.
  • Es zeigen sich untypische Verfärbungen.
  • Der Geruch ist muffig oder ranzig.

Auch bei bereits abgepackten ganzen Nüssen ist es besser, nicht nur die befallenen Nüsse, sondern die ganze Packung wegzuwerfen.

So gesund sind Nüsse wirklich

Nüsse liefern zahlreiche wichtige Vitamine, dazu Mineralstoffe und Spurenelemente sowie Eiweiß, Kohlenhydrate und ungesättigte Fettsäuren. Damit können sie gerade im Winter einen wichtigen Beitrag zu einer ausgewogenen Ernährung leisten.

Allerdings sind sie auch sehr energiereich. Die Experten raten daher, Nüsse nur in Maßen zu genießen. (spot)

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