Inferno in Kalifornien: Todesfalle Auto

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Kalifornien wird von einer unvorstellbaren Feuerwalze heimgesucht. Die Stadt Paradise verwandelt sich in ein brennendes Inferno. Mindestens 44 Menschen sterben - teilweise verbrennen sie in ihren Autos. (Mit Textmaterial der dpa)

Der Ausnahmezustand in Kalifornien hält an, die Zahl der Opfer der heftigen Waldbrände steigt. Mit weiteren Opfern wird gerechnet, denn es gibt zahlreiche Vermisste.
Die Feuer breiteten sich durch auffrischende Winde extrem schnell aus und griffen auch auf Wohngebiete über.
Viele wurden auf der Flucht im Auto von den Flammen eingeholt. Manche schafften es nicht mehr ...
... und kamen in ihren Autos ums Leben. Ein schwarzer Leichenwagen transportiert sterbliche Überreste aus dem Katastrophengebiet ab.
Tausende Häuser sind zerstört, 250.000 Menschen mussten insgesamt vor den Bränden fliehen - und ein Ende des Dramas ist nicht in Sicht.
Mehr als 8.000 Feuerwehrleute kämpfen weiter gegen drei große Brände im Norden und Süden Kaliforniens an.
So fiel etwa die Stadt Paradise im Norden des Bundesstaates den Flammen zum Opfer. Dort waren alle 27.000 Einwohner aufgefordert worden ihre Häuser zu verlassen.
Dieser Fahrer versucht mit seinem Fahrzeug bei dichtem Rauch den Bränden zu entkommen.
Es gab aber auch einen Lichtblick. Dank eines massiven Löscheinsatzes konnte einer der drei Großbrände - das sogenannte "Hill"-Feuer - zu 70 Prozent eingedämmt werden.
Dennoch: Wo das Feuer wütet, hinterlässt es Tod und Zerstörung.
Bilder mit Endzeitstimmung wie aus einem Horror-Film. Ein ausgebrannter Schulbus, die Luft verpestet von Rauch. "Es ist wie eine Apokalypse", meint der Künstler Jeff in der "ARD" beim Blick auf die Zerstörung.
Wie ein gespenstisches, ins Gegenteil verkehrte Fanal weht eine beschädigte US-Flagge an einem ausgebrannten Haus, das vom "Camp Fire" zerstört wurde.
Donald Trump zeigt nicht unbedingt bedingungsloses Mitgefühl mit den Kaliforniern. Der US-Präsident wirft auf Twitter den Behörden Missmanagement. "Es gibt keinen Grund für diese massiven, tödlichen und teuren Feuer in Kalifornien außer dem schlechten Forstmanagement", schrieb Trump.
Eine bizarre Szenerie beim Spiel Los Angeles Chargers gegen die Oakland Raiders. Einige Football-Fans verlassen wegen des hereinziehenden Rauchs das Stadion frühzeitig, andere haben sich mit Gasmasken gewappnet.
Menschen berichteten von ihrer verzweifelten Suche nach Verwandten, von niedergebrannten Häusern und gesperrten Autobahnen.
Auch Patienten des Feather River Hospitals in Paradise mussten vom Klinikpersonal evakuiert werden. Schulen schlossen, Freizeitaktivitäten und Sportveranstaltungen wurden abgesagt. Stromleitungen wurden gekappt.
Flächen in der Größe von sechs Fußballfeldern fraß das Inferno zum Teil innerhalb einer Minute. Betroffen ist auch Thousands Oaks, wo die Einwohner erst einen Tag zuvor durch ein schweres Gewaltverbrechen mit zwölf Toten in Angst und Schrecken versetzt worden waren.
Das Feuer im Norden war am frühen Donnerstagmorgen (Ortszeit) ausgebrochen und hatte sich rasch ausgebreitet. "Das ist ein sehr gefährliches Feuer", schrieb die Feuerbehörde CalFire auf Twitter.
Ein Feuerwehrmann rettet einen Käfig voller Katzen vor den Flammen. Bei anhaltend sommerlichen Temperaturen und Trockenheit ist die Feuergefahr an der US-Westküste hoch.
Starke Winde erschwerten die Lage. Der nationale Wetterdienst sprach von extremen Bedingungen und warnte vor weiteren Bränden.