In den Schladminger Tauern (Steiermark) kommt es zu einem tödlichen Alpin-Unfall: Ein Großvater und sein Enkel stürzen in eine steil abfallende Rinne. Ihre Familie muss das Unglück mit ansehen.

Bergunglück in den Schladminger Tauern: Ein 75-Jähriger und sein 26 Jahre alter Enkel sind rund 100 Meter in eine Rinne abgestürzt.

Familie musste Unglück mitansehen

Beide Alpinisten waren sofort tot, wie die Polizei Steiermark mitteilt. Die Familie der beiden musste das Unglück mitansehen.

Der Unfall ereignete sich Dienstagvormittag gegen 10:45 Uhr. Die Familie - insgesamt sechs Personen - befand sich auf einem markierten Steig unmittelbar unterhalb des Gipfels des Höchsteins.

Dort sind auf einigen Metern Metallbügel zum besseren Aufstieg im felsigen Gelände angebracht.

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Der 26-Jährige aus dem Bezirk Liezen dürfte ausgerutscht und gestürzt sein.

Opa wollte Enkel noch retten

Die Polizei geht davon aus, dass sein Großvater versucht hat, seinen Enkel aufzufangen, und dadurch mitgerissen wurde.

Beide stürzten rund 100 bis 120 Meter über Felsstufen ab und erlitten dabei tödliche Verletzungen.

Ein Rettungshubschrauber barg die Unverletzten. Die beiden Verunglückten wurden mithilfe eines Hubschraubers des BMI der Flugeinsatzstelle Graz geborgen.

Auch die Bergrettung, die Alpin-Polizei und Beamte der Polizei Haus im Ennstal waren am Einsatz beteiligt.

Gegen 15:30 Uhr war die Bergung der Leichen abgeschlossen. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei, die Obduktion der beiden Opfer sowie die Befragung der Zeugen waren am frühen Dienstagabend noch nicht abgeschlossen. (ank)